Verbandsligist erwartet HSG Barnstorf/Diepholz II 

Engelke vor Derby: „Ich sehe unsere Chancen bei 30 Prozent“

Ist immer für das eine oder andere Gegenstoßtor gut: Sulingens schneller Linksaußen Julian Wilkens (l.). Mit 57 „Buden“ ist er zweitbester Werfer beim Verbandsliga-Aufsteiger. - Foto: Westermann
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Ist immer für das eine oder andere Gegenstoßtor gut: Sulingens schneller Linksaußen Julian Wilkens (l.). Mit 57 „Buden“ ist er zweitbester Werfer beim Verbandsliga-Aufsteiger.

Sulingen - Von Matthias Borchardt. Keine Frage: Auf das Südkreisderby zwischen den beiden Handball-Verbandsligisten TuS Sulingen und der HSG Barnstorf/Diepholz II freuen sich Spieler, Trainer und Fans. „Ich hoffe auf eine volle Halle“, unterstreicht Sulingens Coach Hartmut Engelke vor dem Duell (Anwurf 19 Uhr) in der Sulinger Edensporthalle.

Der 48-Jährige lobt den letztjährigen Vizemeister: „Für mich zählt die HSG Barnstorf/Diepholz II zu den stärksten Mannschaften der Verbandsliga. Das ist eine erfahrene Truppe mit einem starken Spielertrainer Nils Mosel. Ich sehe unsere Chancen bei 30 Prozent.“ Nach einem erfolgreichen Saisonstart sind die Sulinger nach zuletzt vier Niederlagen in Folge auf den zehnten Tabellenplatz (11:13 Punkte) zurückgefallen. Zuletzt bezog der Aufsteiger bei TuRa Marienhafe eine 27:41-Klatsche. „Mich ärgert die Vielzahl der Spiele, die wir zuletzt abgeschenkt haben“, sagt Engelke, der von seinen Schützlingen am Samstag fordert: „In der Deckung müssen wir mehr Aggressivität zeigen. Ich möchte kleine Schritte nach vorn sehen.“

Personell sieht es bei den Gastgebern besser aus: Die zuletzt fehlenden Björn Meyer, Jonas Langnau, Malcom Ballmann, Justin Bretthorst und Philipp Drigas sind wieder dabei. Dagegen fallen Benjamin Demel (Kreuzbandriss im Knie), Jan Scharf (Studienseminar in Österreich) und Marco Krause (privat verhindert) aus. Hinter dem Mitwirken von Patrick Kappermann (Kniebeschwerden – Patellasehne) steht ein großes Fragezeichen.

Die meiste Gefahr geht von Rückraum-Shooter Jan Mohrmann aus. Mit 87/15 Toren ist er bester Werfer beim TuS Sulingen. Der 33-Jährige, der in der Saison 2010/11 mit Nils Mosel bei der HSG Barnstorf/Diepholz in der Dritten Liga West zusammengespielt hat, brennt auf das Duell: „Wir haben wie in jedem Spiel eine Chance, wenn wir gut in die Partie kommen und unsere Abwehr endlich stabilisieren können. Wir müssen über den Kampf dann wieder zu dem druckvollen Spiel finden, das uns am Anfang der Serie ausgezeichnet hat, als wir mit unserer Aufstiegseuphorie einige Spiele gewonnen haben. Diese Stimmung müssen wir uns jetzt erst wieder erarbeiten. Wenn wir das schaffen, ist alles möglich für uns.“

Fehlt im Derby: Barnstorfs Mannschaftskapitän Matthias Andreßen fällt mit einer Fußverletzung zwei Wochen aus.

Auch die Gäste haben Ausfälle: Linkshänder Matthias Andreßen (Außenbänder im rechten Fuß gezerrt, Syndesmoseband lädiert – 14 Tage Pause), Kreisläufer Dennis Wulf (privat verhindert) und Eugen Weber (Knorpelschaden im Knie) müssen passen. „Wir freuen uns auf eine kurze Auswärtsfahrt. Ich erwarte ein ausgeglichenes Spiel mit einem hochmotivierten Gegner“, sagt Barnstorfs Spielertrainer Nils Mosel, der wieder auf Torwart Maik Schwenker zurückgreifen kann. Der Übungsleiter hat vor allem vor Jan Mohrmann „Bammel“: „Ihn müssen wir in den Griff bekommen.“

Durch das Fehlen von Andreßen, Wulf und Weber rücken Kreisläufer Jeldrik Heemann und Rechtsaußen Sascha Recht in die Anfangsformation. Mit welcher Abwehrformation Mosel anfängt, lässt er offen. Eines weiß er aber: „Wir haben nichts zu verschenken.“ Der 35-jährige Leistungsträger ist froh darüber, dass Jan-Eric Rechtern nach längerer Verletzungspause (massive Schulterprobleme) wieder zur Verfügung steht. Er feierte beim jüngsten 34:24-Erfolg über die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg sein Comeback, deckte auf der Halbposition.

Auch der verletzte HSG-Mannschaftskapitän „Matze“ Andreßen fiebert dem Südkreisduell entgegen: „Da wir gut ins Jahr 2018 gestartet und absolut heiß auf das Derby sind, ist eine Menge für uns möglich. Fest steht, dass es eine hart umkämpfte Partie wird und die Tagesform entscheiden dürfte.“

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