„Vorfreude ist groß“

Golfplätze in Syke und Wagenfeld öffnen ab Mittwoch ihre Pforten

Freut sich, dass es heute endlich wieder losgeht: Manager York Stolte vom Golfclub Syke. Foto: j. diekmann
+
Freut sich, dass es Mittwoch endlich wieder losgeht: Manager York Stolte vom Golfclub Syke.

Okel/Wagenfeld - Wer dem „Club der armen Schweine“ angehört, hatte zuletzt eine kleine Leidenszeit durchzustehen. Immerhin hatten die „gehörnten“ Ehemänner auf Grund der aktuell grassierenden Corona-Pandemie seit Mitte März keine Gelegenheit dazu, sich an ihren Partnerinnen „zu rächen“. Der „Club der armen Schweine“ sollte aber nicht wörtlich genommen werden, sondern ist eher eine scherzhafte Bezeichnung für all jene männlichen Golfer, deren Ehe- oder Lebenspartnerinnen ein besseres Handicap als sie selbst vorweisen.

Doch nun müssen sich die Frauen wieder vor ihren Männern „fürchten“. Denn ab Mittwoch öffnen die Golf-Anlagen in Niedersachsen – darunter auch der Golfclub Syke sowie der Golfpark Wagenfeld – wieder ihre Pforten. Für die „gehörnten“ Ehemänner sowie deren Partnerinnen. „Wir lassen aber erst einmal nur Club-Mitglieder auf die Anlage“, berichtet York Stolte, der beim Golfclub Syke als Manager fungiert – Gastspieler müssen sich noch etwas gedulden: „Wir freuen uns aber sehr, dass es jetzt endlich wieder losgeht. Die Vorfreude ist extrem groß.“

Los geht es aber erst einmal unter Auflagen, wie Stolte erklärt: „Wir müssen natürlich die geltenden Kontaktbeschränkungen sowie die Einhaltung der Hygienevorschriften beachten.“

So sei ein Besuch in Syke nur gestattet, wenn man über eine gültige Startzeit verfüge. Diese kann entweder telefonisch oder online beantragt werden. Auch der Flight (eine Gruppe von Spielern, die gemeinsam von Loch zu Loch spielt) ist begrenzt. „Wir lassen pro Flight nur zwei Personen zu. Im Abstand von zehn Minuten folgt dann der nächste Flight. Damit soll verhindert werden, dass sich die Spieler auf der Anlage zu dicht auf die Pelle rücken. Auch ein Mindestabstand von zwei Metern sei zwingend vorgeschrieben. Vorerst sind pro Spieler nur maximal drei Neun-Loch-Runden pro Woche und nur einmal am Tag möglich“, betont Stolte: „Davon darf nur eine Runde auf das Wochenende – inklusive Feiertage – entfallen.“ Auch ein „Durchspielen“ sei nicht erlaubt. „Verlorene Bälle bitte nicht großartig suchen“, warnt der Syker Club-Manager. Vielmehr sei „Ready Golf“ – also Spielen statt warten – Trumpf. Wer allerdings vorhat, die Driving Range zu nutzen, hat Pech. Sie bleibt erst mal dicht. „Gleiches gilt auch für die restlichen Übungsanlagen wie das Putting Green oder das Pitching Green“, wie Stolte erklärt: „Der Club ist verpflichtet, zur Einhaltung der Regeln Kontrollen durchzuführen. Von einer Überprüfung der Regeln durch das Ordnungsamt ist zwingend auszugehen. Verstöße, die ein Bußgeld nach sich ziehen, müssen vom Verursacher selbst getragen werden und können vom Club mit einer Anlagensperre geahndet werden.“

Das sind aber nicht die einzigen Probleme, um die sich der Manager kümmern muss. Immerhin durfte aufgrund der Coronakrise seit dem 16. März kein Golf in Syke gespielt werden. „Dadurch fehlen uns natürlich Einnahmen, die wir fest einkalkuliert haben“, erklärt Stolte: „Unsere Grundeinnahmen bestehen momentan nur aus den Mitgliederbeiträgen. Was uns fehlt, sind die Einnahmen, die wir mit unserem hauseigenen Shop, den Gastspielern oder den Turnieren umsetzen.“

Doch die Zeit, während die Anlage aufgrund von Corona gesperrt war, haben Stolte und seine 19 Mitarbeiter sinnvoll genutzt. So wurde unter anderem die Rasenflächen aerifiziert oder die Arbeiten, die sonst außerhalb der Hauptsaison anfallen, wurden vorgezogen.

Ähnlich wie beim Golfpark Wagenfeld. „Auch wir haben die Zeit genutzt und die Plätze gepflegt, optimiert und verschönert“, sagt Club-Managerin Sarina Kynast, die ebenfalls für Mittwoch den Re-Start plant. Genau wie in Okel dürfen in Wagenfeld pro Flight nur zwei Personen zusammenkommen – bei Einhaltung der Abstandsregel. „Im Abstand von zehn Minuten erfolgt dann der nächste Flight“, weiß die Club-Managerin. Doch anders als in Okel werden in Wagenfeld die Startzeiten nicht online vergeben. „Bei uns können sie ausschließlich per Telefon gebucht werden“, so Kynast, die den Golfpark aufgrund der Coronakrise am 22. März schließen musste. Dafür ist allerdings – im Gegensatz zu Okel – die Driving Range wieder geöffnet.

„Alle Mitarbeiter sind total motiviert und froh, dass es nun wieder losgeht“, freut sich Kynast, dass die Zwangspause endlich ein Ende hat.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Dämpfer für PSG und Chelsea zum Start der Champions League

Dämpfer für PSG und Chelsea zum Start der Champions League

Mit dem Kart mitten durch die Wohnung

Mit dem Kart mitten durch die Wohnung

Die Schätze der zyprischen Küche in Larnaka genießen

Die Schätze der zyprischen Küche in Larnaka genießen

Ist ein Fahrradschutzbrief sinnvoll?

Ist ein Fahrradschutzbrief sinnvoll?

Meistgelesene Artikel

Dem Handball droht eine Absagen-Flut

Dem Handball droht eine Absagen-Flut

Dem Handball droht eine Absagen-Flut
Erst der Armbruch, dann das Tor

Erst der Armbruch, dann das Tor

Erst der Armbruch, dann das Tor
Der „liebe“ Holger Zander geht

Der „liebe“ Holger Zander geht

Der „liebe“ Holger Zander geht
Nach der Quarantäne die Klatsche

Nach der Quarantäne die Klatsche

Nach der Quarantäne die Klatsche

Kommentare