START IN DIE SAISON

Rückkehrer Frank Weseloh verfolgt mit Heiligenfelde hohe Ziele

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Willkommen zurück! Trainer Torben Budelmann (r.) begrüßt Routinier Frank Weseloh beim SV Heiligenfelde, wo die Karriere des Fußballers Fahrt aufnahm. Der heute 35-Jährige soll Budelmanns spielender Co-Trainer sein.

Heiligenfelde - Von Carsten Drösemeyer. Back to the Roots: Im zarten Alter von 35 Jahren zieht es Frank Weseloh zum Bezirksligisten SV Heiligenfelde und somit seinen fußballerischen Wurzeln zurück. Denn: Nachdem der Polizeibeamte in der Jugend vom TuS Syke und SC Weyhe ausgebildet worden war, nahm seine Karriere im Erwachsenenbereich beim SVH Fahrt auf.

Dort bekam der Routinier übrigens auch seinen mittlerweile schon legendären Spitznamen „Uschi“ verpasst, unter dem er überall bekannt ist. „Das habe ich Heiligenfeldes damaligem Schlussmann ,Kalle’ Köitsch zu verdanken“, sagt Weseloh und lacht: „Jeder Neue bekam einen dämlichen Spitznamen aufgedrückt. Und da ich damals viel Wert auf meine Frisur legte, war ich für ,Kalle’ und danach für alle die ,Uschi’.“ Mit dem Namen hat sich Weseloh längst arrangiert („Auf Frank höre ich kaum noch“) – und auch SVH-Kultkeeper Köitsch trug er nichts nach. Im Gegenteil: Als die langjährige Heiligenfelder Nummer eins Trainer bei der TSG Osterholz-Gödestorf wurde, lotste Köitsch seinen ehemaligen Mitspieler in den Syker Vorort, wo Weseloh in den letzten fünf Jahren erheblich zum Gödestorfer Höhenflug bis in die Kreisliga beitrug. „Das war eine tolle Zeit“, blickt der 35-Jährige gerne zurück: „Aufgrund meines Schichtdienstes wollte ich etwas kürzer treten und es bei der TSG gemütlicher angehen lassen“ – und schmunzelnd fügt er hinzu: „Aber am Ende hat mein Ehrgeiz wieder gesiegt, und ich wollte den größtmöglichen Erfolg.“

Kein Wunder, da der Defensiv-Allrounder zu seinen Glanzzeiten mit dem TuS Syke sogar in der Bezirksoberliga (gleichzusetzen mit der heutigen Landesliga) für Furore sorgte. Und genau dorthin möchte „Uschi“ liebend gerne noch einmal zurück: „Das Feuer brennt auch mit 35 Jahren weiterhin in mir. Ich denke, wir haben mit Heiligenfelde eine richtig starke Truppe beisammen, die um den Aufstieg mitspielen kann. Deshalb musste ich auch gar nicht erst lange überlegen, als das Angebot vom SVH kam.“ Unterbreitet in Gestalt von Trainer Torben Budelmann, der sich über die Zusage seines alten Kumpels wie ein Schneekönig freute: „Ich kenne ,Uschi’ schon seit der Bundeswehr. Er ist ein super Typ und wird uns mit seiner Erfahrung richtig gut tun. Gerade im zentralen Abwehrbereich kann ich ihn mir bestens vorstellen. ,Uschi’ soll führen und die Kommandos geben. Das hat uns zuletzt gefehlt.“

Eine Aufgabe, die Weseloh vom ersten Tag seiner Rückkehr an mit Leben erfüllte. Sofort erwies er sich als umsichtiger Abwehrchef, dirigierte gekonnt die SVH-Defensive und trug in der Vorbereitung sogar bereits zweimal die Kapitänsbinde. Viel Aufhebens macht der stets bescheidene Polizist darum jedoch nicht: „Dem messe ich nicht allzu viel bei. Am Ende wird der Kapitän ja immer noch von der Mannschaft gewählt.“ Trotzdem kann man diese Geste als deutlichen Vertrauensbeweis von „Budel“ werten. Heiligenfeldes Coach hält große Stücke auf seine „Abwehrkante“ und plant sie keineswegs nur als Fußballer auf dem Feld ein: „,Uschi’ ist praktisch mein spielender Co-Trainer. Ich werde mich in vielen Dingen mit ihm absprechen und freue mich auf die Zusammenarbeit.“ Genau wie Weseloh auf die künftige Doppelaufgabe: „Ich habe ja Ambitionen, später mal als Trainer einzusteigen. Da kann ich mir natürlich von einem A-Lizenzinhaber wie Torben extrem viel abschauen.“ Zunächst genießt für den „Golden Oldie“ allerdings die Arbeit auf dem Platz höchste Priorität: „Ich knie mich voll rein und versuche, selbst in den Wochen mit Spätschicht zu trainieren, damit ich schnell wieder auf Bezirksliga-Niveau komme. Schließlich möchte ich auf meiner wohl letzten Station als Spieler gerne noch etwas erreichen.“

Man merkt: Selbst im reiferen Fußballer-Alter lodert in „Uschi“ noch der Erfolgshunger. Der Rückkehrer könnte im Titelkampf zum entscheidenden Faktor avancieren.

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