Nach einem Jahr Verletzungspause ist Nico Riekers zurück – und trifft gleich dreimal

Ende der langen Leidenszeit

Die Hüfte macht keine Probleme mehr: Sudweyhes Nico Riekers (re.) feierte nach einem Jahr Verletzungspause ein beeindruckendes Comeback. - Foto: Flügge

Sudweyhe - Von Arne Flügge. Nico Riekers musste erstmal Luft holen und durchpusten. „Ich bin ziemlich platt“, räumte der Stürmer von Fußball-Bezirksligist TuS Sudweyhe nach dem 5:2 (2:0)-Sieg seiner Mannschaft gegen den TSV Bassum ein: „Das erste Mal in der Startelf und dann gleich 90 Minuten durchspielen – das war schon hart.“

Doch die müden Beine hat der 30-Jährige gern in Kauf genommen. Schließlich beendete Riekers mit seinem Auftritt gegen Bassum endgültig eine für ihn sehr lange Leidenszeit mit Krankenhausaufenthalt, vielen Sonderschichten, neben dem Beruf als Groß- und Außenhandelskaufmann unzählige Reha-Stunden und dabei immer wieder die quälende Frage: Wird es überhaupt noch einmal reichen? „Das war schon krass“, erzählt Riekers.

Vor knapp einem Jahr musste der Fußballer an der Hüfte operiert werden, fiel die komplette Saison aus. „Ich hatte mir schon mal das Kreuzband gerissen, weiß also, wie es ist, wenn man lange nicht dabei ist. Doch es tut schon weh, wenn du als Fußballer durch und durch nicht auf dem Platz stehen kannst.“ Umso mehr genoss er jetzt den Sieg gegen Bassum, zu dem er gleich drei Tore und einen Assist beisteuerte. „Und das“, sagt Riekers, „ist einfach nur ein geiles Gefühl“.

An Aufgabe hat der Sudweyher während der langen Reha nicht gedacht. „Natürlich hatte ich Zweifel. Ich habe für mich aber damals beschlossen, gegen diese Verletzung anzukämpfen und noch einmal zurückzukommen“, erzählt der Angreifer, „obwohl ich wusste, dass es ein ganz schwerer Weg würde“. Doch Riekers ist ihn gegangen, immer unterstützt von Familie und Teamkollegen. Er sagt aber auch: „Wenn jetzt noch mal etwas passieren sollte, weiß ich nicht, ob ich das Ganze noch mal durchziehen würde.“

Doch daran will Nico Riekers überhaupt nicht denken. Er genießt das Hier und Heute. „Das Knie hält, die Hüfte macht keine Probleme mehr. Alles ist gut“, freut sich der Goalgetter, der auch Kapitän der Mannschaft ist.

Trainer Uwe Behrens hat seinen Spieler langsam wieder an die Belastung herangeführt, und „es ist schon bemerkenswert, wie Nico nach dieser langen Leidenszeit wieder zurückgekommen ist“, sagt der Coach: „Er hat sich nie unterkriegen lassen und sehr viel für sich selbst getan.“ Natürlich merke man, dass „Nico hier und da noch etwas fehlt, doch für Tore ist er schon immer gut gewesen“, schmunzelt Behrens.

Beim 3:2 vor zehn Tagen gegen Uchte war Riekers in der 57. Minute eingewechselt worden und erzielte in der 79. Minute das Tor zur 2:1-Führung. Am Samstag nun gleich ein Dreierpack und eine Torvorlage. „Da muss ich schon lange zurückdenken, wann mir das zuletzt gelungen ist“, grinst Riekers. Den Ruhm will er aber nicht allein einstreichen: „Alle Tore waren einfach super von den Jungs aufgelegt.“

Dabei hätte der Sudweyher eigentlich gar nicht in der Startelf stehen sollen. Nur weil es Christian Heusmann nicht pünktlich vom Oktoberfest aus München zurück nach Sudweyhe geschafft hatte, wurde Riekers in die Startelf beordert. Zum ersten Mal seit über einem Jahr. „Das war schon ein besonderes Gefühl und so nicht zu erwarten gewesen“, meint Riekers: „Aber es kann gern so weitergehen.“ Glücklich sei er, auch auf dem Platz wieder ein Teil der Mannschaft zu sein und den jungen Spielern mit seiner Erfahrung helfen zu können. Sprach’s und verabschiedete sich zum Sieger-Bier: „Da geht heut’ sicher was . . .“ Er hatte es sich verdient.

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