Tischtennis-Bundesligist verpasst die Playoffs / Lundquist geht in Würde

Ende eines Werder-Kapitels

Bremen - Am Ende blieb das Werder-Wunder aus: Obwohl Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen den Tabellenersten 1.FC Saarbrücken mit 3:2 in die Knie zwang, wurden die Playoffs und damit die Teilnahme an der Champions-League knapp verpasst. Der Grund: Hauptkonkurrent TTF Liebherr Ochsenhausen setzte sich mit 3:1 in Fulda durch und verwies die Hanseaten dank des besseren Spielverhältnisses auf den undankbaren fünften Platz.

Trotzdem wollte SVW-Coach Cristian Tamas nichts von einem Rückschritt wissen: „Wir haben uns seit Jahren kontinuierlich gesteigert. Der fünfte Rang mit stolzen 20 Punkten ist die beste Platzierung, die Werder jemals erreicht hat. Eine klasse Leistung.“

Zur Winterpause noch im tiefsten Abstiegskampf steckend, legten die Bremer eine beeindruckende Rückrunde an den Tag und verabschiedeten sich vor rund 600 begeisterten Zuschauern mit einem Sieg von ihren Fans.

Und dieser ging auch durchaus in Ordnung. Bereits das Auftakteinzel hatte es in sich: In einem packenden Match rang Adrian Crisan den deutschen Vize-Mannschaftsweltmeister Bastian Steger in fünf Sätzen nieder und brachte die Grün-Weißen mit 1:0 in Front. Anschließend musste Jens Lundquist zwar gegen Bojan Tokic passen, doch Constantin Cioti konterte durch einen ungefährdeten Dreisatztriumph über Cedric Nuytinck umgehend zur erneuten Führung.

Nur noch ein Zähler fehlte zum Sieg gegen den Klassenprimus – und diesen fuhr ausgerechnet der scheidende Schwede Jens Lundquist ein. Nach der knappen Fünfsatzschlappe von Crisan gegen Tokic fertigte Lundquist mit einer bärenstarken Vorstellung Steger zum 3:2-Gesamtsieg ab und verabschiedete sich anschließend wehmütig vom Bremer Publikum: „Ich werde die Stadt und den Verein immer in guter Erinnerung behalten. Ich wäre gerne noch länger geblieben, aber so ist das leider manchmal im Sport.“

Auch Tamas trauerte dem untadeligen Sportsmann hinterher: „Jens hat Fantastisches für uns geleistet. Doch nun beginnt ein neues Kapitel mit Chian Chuang. Wenn man einen Top-Ten-Spieler bekommen kann, muss man zugreifen. Schließlich wollen wir nächste Saison noch weiter nach oben.“

Deutlicher kann man eine Kampfansage kaum formulieren. Werder Bremen strebt zur kommenden Spielzeit unverhohlen die Playoffs an. · drö

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