Elfmeter zum Brinkumer 3:3 verwandelt / Tumulte nach dem Abpfiff

Tom Witte behält in der Schlussminute die Nerven

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Kai Tönsmeyer (hinten) verpasste in der ersten Halbzeit das mögliche 2:0 für die Brinkumer gegen Blumenthal.

Brinkum - Von Gerd Töbelmann. Bei Brinkumer Spielen gegen den Blumenthaler SV geht es immer hoch her. Das war beim 3:1 im Hinspiel so, das war gestern auf eigenem Platz beim 3:3 (1:1) nicht anders. „Wir Spieler verstehen uns ganz gut. Die Hektik wird immer von außen reingetragen“, meinte etwa Brinkums Kai Tönsmeyer und spielte damit auch auf die Tumulte nach Abpfiff des schwachen Schiedsrichters Cevahir Can (TV Lehe) an, als ein Blumenthaler Spieler mit einem Zuschauer aneinandergeriet und eine Rudelbildung auslöste.

Da Spitzenreiter Bremer SV sein Match gegen die Leher TS mit 2:0 gewann, beträgt der Brinkumer Rückstand nun schon sechs Punkte – bei der Konstanz der Bremer sicherlich eine Menge Holz. Aus den vergangenen drei Heimspielen holte Brinkum nur zwei Punkte. Sicherlich zu wenig, um den Bremer SV ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Nach der 1:1-Enttäuschung zuletzt gegen Union 60 versuchten es die Gastgeber gestern mit dem neuen Kunstrasenplatz als Untergrund, was letztlich auch keinen Dreier brachte.

Trainer Dennis Offermann, der sich hinterher ein heftiges Wortgefecht mit dem Blumenthaler Co-Trainer Rainer Raute lieferte, war von der Leistung seines Teams gar nicht so sehr enttäuscht: „Gegenüber dem Union-Spiel haben wir heute kämpferisch eine wesentlich bessere Leistung gezeigt. Leider haben wir es versäumt, in der ersten Halbzeit mehr als ein Tor zu schießen.“ Und angesprochen auf die immer mehr schwindenden Meisterträume sagte Offermann: „Ob vier oder sechs Punkte Rückstand, ist auch egal. Der Bremer SV muss so oder so mindestens noch zweimal patzen.“

Dabei begann es wie gemalt für die Gastgeber: In der vierten Minute fasste sich Maximilian Wirth aus 22 Metern ein Herz und traf von halbrechts zum 1:0 ins lange Eck. Danach hätten Wirth (22.) und auch Kai Tönsmeyer (32.) erhöhen können – taten es aber nicht. Im Gegenteil: Blumenthals Spielertrainer Michel Kniat köpfte in der 41. Minute nach einer Ecke das 1:1.

Kniat stieg auch in der 49. Minute am höchsten und war nach einer Ecke erneut per Kopfball erfolgreich – 2:1. Bei beiden Toren hätte der nach seiner Verletzung wieder aufgebotene Jürgen Heijenga den Torschützen bedrängen sollen, tat das aber nicht energisch genug.

Als Tim Pendzich nach Fehler von Tom Witte gar auf 3:1 (60.) stellte, schien das Match gelaufen. War es aber nicht. Im Gegenzug passte Wirth messerscharf nach innen, wo Samir Dikollari zum 2:3 traf. Jetzt spielte eigentlich nur noch Brinkum. Mirko Duhn verpasste in der 86. Minute den Ausgleich, doch in der Schlussminute war es so weit: Nach Foul an Tönsmeyer behielt Witte vom Punkt die Nerven, bügelte seinen Patzer beim 2:3 wieder aus und rettete den Gastgebern wenigstens noch das Remis, was im Titelkampf aber eigentlich zu wenig ist.

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