Trainerpartner von Stephan Stindt steigt zum Saisonende aus / Tom-Cedrik Gronewold als variable Verstärkung

Elf Jahre für Stuhrs „Erste“ – jetzt will Christian Meyer eine Pause

Einer bleibt, einer geht: Während Christian Meyer (l.) zum Saisonende nach elf Jahren als Coach des TV Stuhr aussteigt, bleibt sein Trainerpartner Stephan Stindt (r.) auf der Kommandobrücke des Bezirksligisten.
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Einer bleibt, einer geht: Während Christian Meyer (l.) zum Saisonende nach elf Jahren als Coach des TV Stuhr aussteigt, bleibt sein Trainerpartner Stephan Stindt (r.) auf der Kommandobrücke des Bezirksligisten.

Stuhr – Christian Meyer hofft inständig auf eine Fortsetzung der zurzeit unterbrochenen Saison – vielleicht noch ein bisschen intensiver als einige seiner Trainerkollegen. Denn es wird seine vorerst letzte Serie sein, „und ich will meinen Ausstand schon an der Seitenlinie geben“, wünscht sich der Coach des Bezirksligisten TV Stuhr. Nach Ende dieser Spielzeit legt der 40-Jährige dann eine Pause ein – aus beruflichen und familiären Gründen.

Und in der Gewissheit, dass er in Moordeich keinen Scherbenhaufen hinterlässt. Denn sein Trainerpartner Stephan Stindt bleibt auf der Kommandobrücke.

„Der Entschluss ist natürlich nicht spontan gereift, sondern im Laufe der letzten Wochen“, schildert der Vater zweier kleiner Kinder, der als kaufmännischer Leiter ebenfalls stark eingespannt ist. So kam er zu dem Schluss: „Nach elf Jahren als Trainer von Stuhrs erster Herrenmannschaft wäre es vielleicht mal an der Zeit, eine Pause einzulegen.“

Sein Kumpel und Trainerpartner Stindt fasst die Ära so zusammen: „Christian ist der Otto Rehhagel aus Stuhr“, sagt er über Meyers lange Zeit, in der er den TVS aus der Kreisliga zurück in die Bezirksliga führte und – zusammen mit Stindt – 2018 den Landesliga-Aufstieg schaffte. Mindestens ebenso wichtig wie dem sportlichen Erfolg ist dem Mann, der seit seinem 17. Lebensjahr verschiedene TVS-Teams gecoacht hatte, „dass wir uns als Stuhrer überall gut präsentiert haben“. Zig Fairnesspreise auf Kreisebene sowie zwei zweite Plätze und einmal „Bronze“ in der niedersachsenweiten Fairnesswertung – alles mit der „Ersten“– belegen diese Einschätzung eindrucksvoll.

Stindt traf der Entschluss seines Freundes nicht überraschend, „schließlich kennen wir uns, seitdem wir 18 sind. Da konnte ich zwischen den Zeilen schon einiges erahnen. Trotzdem ist es sehr schade. Ich kann mich an keinen Zeitpunkt erinnern, an dem wir uns mal gestritten haben“, sagt er im Rückblick auf die sechseinhalb gemeinsamen Jahre.

Das im Kreis am längsten wirkende Übungsleiter-Duo im Fußball ist damit bald Geschichte. „Und es hätte auch keinen Sinn gemacht, dies mit einem anderen in der gleichen Konstellation fortzuführen“, sagt Stindt: „Ein anders besetztes Tandem hätte immer Vergleiche mit Christian zur Folge gehabt – und das wäre immer unfair gewesen.“ Also bekommt er keinen Trainerpartner mehr, sondern zwei gleichberechtigte Co-Trainer: Torhüter Daniel Bischoff und Defensivallrounder Jan-Hendrik Schwirz stehen Stindt, wie Meyer ebenfalls beruflich stark eingespannt und Vater zweier kleiner Kinder, künftig zur Seite. „Daniel als Stuhrer Urgestein und Jan, der schon bei mehreren Vereinen Erfahrung gesammelt hat – diese Mischung passt“, meint der scheidende Coach: „Und ebenfalls von Vorteil ist, dass beide weiter spielen wollen.“ Bischoff kickte unter Meyer schon in der E-Jugend – genau wie seine heutigen Teamkollegen Janik Troue und Tobias Peters. „Da sieht man mal, dass meine Zeit hier lang genug war“, urteilt der scheidende „Chef“ und grinst.

Stindt freut sich vor allem darüber, „dass es gleich im ersten Wurf geklappt hat: Janni und Daniel waren die ersten beiden Jungs aus der Mannschaft, die wir gefragt haben – und sie haben zugesagt.“

Eine Mannschaft, die bis auf einen Wackelkandidaten so zusammen bleibt – und Verstärkung vom Oberligisten TB Uphusen bekommt: Zur neuen Serie wechselt Tom-Cedrik Gronewold (21) an die Pillauer Straße. Der jüngere Bruder von Keeper Jan-Hendrik Gronewold ist als Links- und Rechtsverteidiger, aber auch vorn als Rechts- und Linksaußen einsetzbar. „Es sind also mehrere Neuzugänge in einem“, witzelt Stindt über seinen „Wunschkandidaten“, der vorher schon jeweils ein Jahr für die Bremen-Ligisten Bremer SV und Brinkumer SV gespielt hat.  ck

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