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Syker Bruns und Späthe für Bundeskader nominiert

Mehr Talent in einem Bild geht kaum: Mateo Späthe und Laura Bruns. FOTO: SKIP SYKE
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Mehr Talent in einem Bild geht kaum: Mateo Späthe und Laura Bruns.

Syke – Mateo Späthe und Laura Bruns gehören in Niedersachsen zu den besten Karateka ihrer Altersklassen. Nun sind sie auch für den Bundeskader nominiert. „Das haben sie sich verdient“, unterstreicht ihr Trainer Björn Strote. Die Nominierung soll für die beiden aber erst der Anfang sein.

  • Nächstes großes Ziel für die beiden Karatekas ist die Deutsche Meisterschaft.
  • Mateo Späthe hat auch Europameisterschaft im Blick.
  • Syker Vereinstrainer Björn Strote ist merklich stolz.

Für Mateo Späthe ist es ein ganz normaler Tag im Karate-Camp. Ein bisschen Training hier, ein bisschen Training dort. Dann tritt plötzlich ein Mann an ihn heran – und fragt den damals Elfjährigen, ob er nicht Lust hätte, in den Talentkader des Deutschen Karate Verbandes hineinzuschnuppern. Klaus Bitsch heißt der geheimnisvolle „Fremde“. Denn Späthe hat keine Ahnung, vor wem er da eigentlich gerade sein Können präsentiert hatte. „Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich wahrscheinlich richtig nervös geworden“, erzählt er grinsend von dem Treffen 2019.

Knapp ein Jahr später wird Bitsch auf ein weiteres großes Karate-Talent aufmerksam. Laura Bruns erkämpft sich auf zwei Turnieren zwei Medaillen – und erfährt später bei ihrer Großmutter nebenan vom Interesse des Bundesjugendtrainers. „Björn (Strote, Bruns’ Heimtrainer, d. Red.) hat meine Eltern angerufen, und die sind dann rübergekommen und haben es mir erzählt“, berichtet die Elfjährige strahlend: „Das ist total cool, ich habe mich sehr gefreut.“

Strote ebenso. „Das haben sie sich verdient, der Fleiß hat sich ausgezahlt“, unterstreicht der Trainer vom Skip Syke, der merklich stolz auf seine beiden Schüler ist – die völlig unterschiedliche Wege gegangen sind, um dorthin zu kommen, wo sie jetzt sind.

Ich bin Björn sehr dankbar. Er kümmert sich sehr viel um seine Schüler, setzt sich unglaublich ein.

Mateo Späthe über seinen Trainer Björn Strote

Späthe, der ursprünglich aus Ecuador kommt und seit 2009 mit seinen Eltern in Nordhorn wohnt, begann 2017 mit Karate – mit Basketball, Tennis, Fußball und Schwimmen musste er aufhören, um sich auf das zu konzentrieren, was „am meisten Bock macht“. In seinem Verein in Nordhorn praktizierte er den sehr technik-basierten Stil Shaolin, wechselte dann den Club, hin zum Kumite-Stil, um auch auf größeren Turnieren kämpfen zu können. Sein damaliger Trainer konnte Späthe jedoch selten zu Wettkämpfen begleiten, Bitsch, der dennoch „Potenzial in mir gesehen“ hat, riet zu einem erneuten Wechsel – und der Weg führte den heute 13-Jährigen nach Syke zu Strote, den Späthe bereits durch dessen Funktion als Landestrainer Schüler kannte.

„Mateo ist mega talentiert und ganz offen, er hört gut zu und will immer lernen, lernen, lernen“, schwärmt der Skip-Trainer: „Und dann geht‘s halt ab, dann pushe ich.“ So weit, dass sich sein „Neuer“ auch durch den Lockdown arbeitete. Späthe macht „morgens um sieben Uhr immer Athletiktraining“, berichtet er. Präsenz oder Online-Training kommen jeden Tag in der Woche hinzu. Bei Turnieren konnte er zeigen, dass er sich weiterentwickelt – und stand zwischenzeitlich sogar auf Platz eins seiner Klasse im Online-Kumite. Dreimal in der Woche jeweils vier Stunden zwischen Nordhorn und Syke zu pendeln, lohnt sich für den Gymnasiasten also.

Laura Bruns: „Mit Erfolg macht es mehr Spaß“

Bruns hingegen kann sich stattdessen sogar aufs Fahrrad schwingen. Die Barrierin macht seit sieben Jahren beim Skip Syke Karate, „eine Freundin hat angefangen und mir davon erzählt“. Bruns war zu Beginn „nicht so erfolgreich, sie hatte viele Rückschläge, weil die Konkurrenz in Niedersachen auch sehr groß ist“, verrät Strote: „Trotzdem ist sie immer dabeigeblieben.“ Und wurde immer besser. „Mit Erfolg macht es mehr Spaß“, urteilt Bruns lächelnd, die wegen des zeitintensiven Karate-Trainings nach und nach mit dem Schwimmern, Turnen und Reiten aufhörte.

Doch es zahlte sich aus. Die Gymnasiastin, die laut Strote „immer beim Training ist, sie verpasst nichts“, verbrachte den Lockdown ebenfalls mit viel Fleißarbeit („Ich mache jeden Tag Fitnesstraining und gehe jeden dritten Tag mit Papa laufen“) – und darf sich nun im nationalen Talentkader beweisen.

Sowohl Späthe als auch Bruns wollen sich bei Deutscher Meisterschaft beweisen

Die Nominierungen sollen für beide jedoch erst der Anfang gewesen sein, sie haben große Ziele. „Ich möchte eine gute Platzierung bei der Deutschen Meisterschaft erreichen“, erzählt Bruns, die zu Turnieren meist von ihren Eltern im Wohnwagen begleitet wird und beispielsweise in Amsterdam dann schon mal einen Kurzurlaub verbringt, mit Blick auf das Event Mitte September. Späthe will sich bei seiner DM Anfang Juli ebenfalls beweisen – für ihn soll dies jedoch ein Zwischenschritt bleiben. Denn der Nordhorner will noch höher hinaus: zur Europameisterschaft Ende August – für die ihn Bitsch bei starken Auftritten in näherer Zukunft nominieren könnte.

Und Späthe hat noch eine Extramotivation. „Mein Ziel ist ziemlich besonders“, grinst er und verrät es dann auch: „Ich will einmal bei Björn im Training Musik anmachen. Aber damit ich das darf, muss ich Europameister werden.“

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