TuS Sulingen feiert das Double / Garaf und Jamieson kommen / „Toto“ stolz

Der eingeschworene Haufen

Die Macher beim TuS Sulingen: Trainer Walter Brinkmann (re.) und Teammanager Thorsten Neumann. ·
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Die Macher beim TuS Sulingen: Trainer Walter Brinkmann (re.) und Teammanager Thorsten Neumann. ·

Sulingen - Von Arne FlüggeThorolf Meyer stand im Kabinengang und beobachtete aus der Entfernung, wie es seine Kollegen so richtig krachen ließen. „Dass der alte Mann das noch erleben darf“, grinste der fast 37-Jährige Stürmer von Fußball-Bezirksligist TuS Sulingen: „In meinem Alter noch mal das Double geholt zu haben, das ist schon eine Wahnsinnssache.“

Nach dem souveränen Gewinn der Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga feierte der TuS Sulingen am Pfingsmontag mit einem harterkämpften 4:3 gegen Bezirksligist TSV Barsinghausen auch den Gewinn des Bezirkspokals und damit das ersehnte Double. „Das ist schon irre“, strahlte Meyer, Torjäger und Co-Trainer in Personalunion: „Was die Jungs in dieser Saison geleistet haben, das ist wirklich sensationell.“ Sprach’s und stürzte sich in die Menge.

Und während die Spieler des TuS Sulingen ausgelassen feierten, bastelten Teammanager Thorsten Neumann und Trainer Walter Brinkmann bereits am Kader für die kommende Saison. In Mittelfeldspieler Tomasz Tomasik (BSV Rehden II) und Torwart David Schröder (TSV Bassum) standen bereits zwei Neuzugänge fest. Am Montag verkündeten die Macher des TuS Sulingen zwei weitere. In Marc Jamieson (25) kommt ein weiterer Torhüter. Er stand in dieser Saison noch beim Landesliga-Spitzenreiter TSV Wunstorf unter Vertrag, kam dort aber kaum noch zum Zuge. „Wir haben bereits seit dem vergangenen Jahr Kontakt“, berichtete Brinkmann: „Wir haben in diesem Jahr mit dem Feuer gespielt, weil wir in Tim Bösche nur einen Torwart hatten. Dieses Risiko müssen wir minimieren. Wir bauchen in der Landesliga drei Torhüter“, meinte Brinkmann.

Zudem ist es dem TuS Sulingen gelungen, das große, 20-jährige Stürmertalent Salam Garaf vom SV Bruchhausen-Vilsen zu holen. „Das ist das Beste, was uns passieren konnte. Salam kenne ich schon lange vom Stützpunkttraining. Er ist ein super Techniker, der tödliche Pässe spielen kann“, freut sich Brinkmann auf seinen Neuen: „Zudem hat er jetzt noch die Schnelligkeit, den Spielwitz und den Torinstinkt. Er wird mit seiner individuellen Klasse eine Bereicherung sein.“ Wichtig sei gewesen, dass Garaf unbedingt zum TuS Sulingen wechseln wollte. „Er kann hier den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen. Und es ist schön von Vilsen, dass sie ihm keine Steine in den Weg gelegt haben“, erzählt Brinkmann.

Damit ist die Personalplanung für die neue Saison so gut wie abgeschlossen. Auf ein, zwei Positionen wird sich vielleicht noch etwas tun. „Wir haben unheimliche viele Selbstmeldungen, Spieler, die zu uns kommen möchten. Wir sind in der glücklichen Lage, auswählen zu können“, meint Brinkmann: „Das spricht für unsere Qualität.“

Und der Kader wird in der Landesliga auch fast vollständig zusammenbleiben. Ein Fragezeichen steht lediglich noch hinter Turan Coskun, der zuletzt kaum noch zum Einsatz kam. Im Gespräch ist ein Wechsel zum Stadtrivalen FC Sulingen. „Es ist noch offen, ob er bleibt“, erklärt Sulingens Teammanager Thorsten Neumann. Der Rest der Mannschaft hat aber bereits für die nächste Saison zugesagt. „Das ist ein eingeschworener Haufen, einfach eine geile Truppe, auf die man stolz sein kann“, schwärmt Neumann: „Sie helfen sich gegenseitig, egal ob auf dem Platz oder abseits davon. Sie unternehmen viel zusammen und sind einfach hungrig auf Siege.“

Das Geheimnis des Erfolges ist für Neumann dieser Zusammenhalt. „Da gibt es kein Murren von den Ersatzspielern. Das ist eine Einheit“, weiß der Sulinger Hauptsponsor, für den freilich auch Coach Walter Brinkmann einen „Riesenanteil“ am Doublegewinn hat. „Er ist ein Top-Trainer, der die Jungs positiv im Griff hat. Seine Ansprachen sind klar, er stellt die Mannschaft immer super ein“, lobt Neumann seinen Übungsleiter: „Die Jungs vertrauen ihm blind. Das ist überragend.“

Ein Grund auch für Routinier „Toto“ Meyer, noch mindestens ein Jahr dranzuhängen und das Abenteuer Landesliga mitzumachen: „So lange die Knochen noch halten, will ich die Schuhe schnüren.“

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