Einer für alle, alle für einen – Melchiorshausen schlägt OT Bremen überraschend mit 2:0

Die Mannschaft

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Voller Einsatz von Dennis Dörgeloh (vorn). Melchiorshausens Kapitän scheute keinen Zweikampf.

Kreis-Diepholz - Von Arne Flügge. Melchiorsh.Kreis-Diepholz - Von Arne Flügge. Es läuft bereits die vierte Minute der Nachspielzeit. Dennis Dörgeloh setzt zu einem Sprint an, jagt Gegenspieler Ismail Özdemir hinterher. Dörgeloh will den Ball, er will diesen Zweikampf – er will die Chance des Gegners verhindern. Kurz vor der Grundlinie dann die saubere Grätsche. Gefahr gebannt. Abpfiff.

Dass dem Bremer Fußball-Landesligisten TSV Melchiorshausen Sekunden vor Schluss bei einer 2:0 (2:0)-Führung gegen OT Bremen der Sieg ohnehin nicht mehr zu nehmen gewesen wäre – es war Dörgeloh egal. Er hat gefightet bis zum Schluss. Und stand damit sinnbildlich für die gesamte Mannschaft: nie aufgeben, immer weiter. „Wir hatten im Training angesprochen, dass wir einfach mehr Ehrgeiz, Willen und Leidenschaft brauchen“, sagte der 26-Jährige später, „dass wir die Ärmel hochkrempeln müssen. Und das von der ersten Minute an bis zum Abpfiff.“

Das, so Melchiorshausens Kapitän, hätten die Spieler am Samstag nun auch auf den Rasen transportiert. „Es stand wieder ein Team auf dem Platz. Und nur so können wir erfolgreich sein“, sagte Dörgeloh angesichts der jüngsten 0:6-Klatsche in Bremerhaven: „Jeder hat sich heute für den anderen regelrecht den Arsch aufgerissen.“

Allen voran Innenverteidiger Dörgeloh, der sich hinten für keinen Zweikampf zu schade war, die Abwehr immer wieder dirigierte und sich auch in die Offensive einschaltete. Und das mit Erfolg. In der 13. Minute köpfte er eine maßgenaue Flanke von Romario Klausmann zur 1:0-Führung ins Netz. „Der Ball kam rein, ich hatte einfach den Tunnelblick, und habe nicht groß drüber nachgedacht“, schmunzelte Dörgeloh, für den es gefühlt „erst das dritte Kopfballtor meiner Karriere“ war. Und als Felix Cohrs in der 30. Minute nach Zuspiel von Daniel Schmidt auf 2:0 erhöhte, nahm die Überraschung ihren Lauf.

Der Tabellendritte aus Bremen war geschockt, zumal Melchiorshausen taktisch unheimlich diszipliniert spielte, die Räume zustellte und geschickt verschob. Kaum Raum für OT – kaum Chancen für OT. Einzig ein Freistoß, der an die Latte klatschte (44.) sorgte für Gefahr.

Auch nach dem Wechsel blieben die Hausherren ihrer Marschroute treu: Kompakt stehen, zupacken, notfalls auch doppeln – und dann schnell umschalten und geschickt von hinten über die Flügel herausspielen. „Das haben die Jungs ganz stark gemacht“, lobte Trainer Reiner Klausmann den Auftritt seiner Elf.

OT Bremen fiel nicht viel ein, machte mit zunehmender Spielzeit aber mehr und mehr auf. Dadurch ergaben sich Räume für Melchiorshausen, die man konsequenter hätte nutzen können. Doch Romario Klausmann scheiterte an OT-Keeper Daniel Griesbach (67.), Lars Behrens verzog knapp (73.), Klausmann agierte bei einer 3:1-Überzahlsituation (!) zu eigensinnig (82.).

„Machen wir das 3:0, dann ist Ruhe“, sagte Coach Klausmann. Aufregend wurde es in den Schlussminuten auch so nicht mehr. Zu klar hatte Melchiorshausen den Gegner an diesem Tag an der Kette.

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