2013/14 könnte es einer machen, der noch in der Bundesliga unterwegs ist

Eine Liaison ohne Ende: Thiemann bleibt HSG-Coach

Geht: Tobias Meyer.
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Geht: Tobias Meyer.

Barnstorf - Von Arne HelmsNun also doch: Nach Wochen der Geheimniskrämerei steht fest, dass Heiner Thiemann Trainer des Handball-Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz bleibt. Allerdings werden die Kompetenzen des bisherigen Torwarttrainers Mario Mohrland erweitert. Mohrland steigt zum Co-Trainer auf, sodass Thiemann das Duo gerne als „Gespann auf gleicher Ebene“ bezeichnen würde.

Von einem schrittweisen Rückzug des 60-Jährigen, der 1969 die Handball-Abteilung im MTV Barnstorf gegründet hat, könne nicht die Rede sein – sagt Heiner Thiemann selbst: „Ich will mich nicht zurückziehen. Ich werde immer irgendwie bei der HSG Barnstorf/Diep holz dabei sein. Noch mache ich das eben als Trainer. Aber es war mir wichtig, dass die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt wird.“

Thiemann bekräftigt, dass sein Zögern der vergangenen Wochen, der HSG seine Zusage zu geben, nicht Teil leerer Worthülsen war. „Wir standen nicht unter Zeitdruck, und ich habe wirklich überlegt, ob ich weitermache. So eine Entscheidung muss wohl überlegt sein, und ich muss auch noch Lust darauf haben“, sagt Thiemann. Die ersten Vorbereitungseinheiten in dieser Woche belegen: Die Lust ist da.

Offenbar gibt es da aber noch einen Mister X, der über kurz oder lang auch Lust hätte, das Training des Oberligisten zu leiten. Denn Thiemann hatte vorgesorgt für den Fall, dass er sich ins zweite Glied zurückzieht: „Ich hätte einen Mann gehabt, der das als Spielertrainer gemacht hätte.“ Wer das ist, will Thiemann nicht verraten, denn der Unbekannte komme für die Saison 2013/2014 in Frage. Nur dieses kleine Leckerli wirft er der Öffentlichkeit vor die Füße: „Gerade hat er sich in der Bundesliga weiterverpflichtet. Aber ich bin schon länger mit ihm am Diskutieren. Das ist spannend.“ In welcher Funktion Mister X in der Bundesliga aktiv ist, gibt Thiemann nicht preis.

Dafür kann der Dauercoach der HSG mit einer wichtigen Spielerpersonalie aufwarten: Toptorhüter Donatas Biras (30) hat seine Zusage für eine weitere Saison gegeben. Dabei hatte der litauische Ex-Profi im Interview mit dieser Zeitung vor der abgelaufenen Saison noch gesagt, dass für ihn nur der Aufstieg zähle. Damals hatte er „keine Lust, länger als nötig in der Oberliga zu spielen“. Trainer Thiemann vermutet auch private Gründe hinter der Entscheidung: „Seine Frau bekommt das zweite Kind.“

Von Vaterfreuden ist bei Tobias Meyer (21) nichts bekannt. Der Rückraumschütze aus Syke hatte dafür umso mehr Lust auf eine Luftveränderung. Meyer zieht es nach Aussage von Thiemann zum Ligarivalen TV Cloppenburg, für den in der kommenden Saison auch der Ex-Barnstorfer Ulf Grädtke auflaufen wird. Lars Giesen (23) muss hingegen gucken, ob sein Jura-Studium überhaupt noch einen großen Aufwand fürs Handballspielen zulässt. „In der Vorbereitung ist Lars nicht dabei“, sagt Thiemann, „er entscheidet Anfang der Serie, ob er noch einsteigt.“ Angesichts von Thiemanns oberster Prämisse („Ich brauche eine Mannschaft, die permanent trainieren kann“) ist damit eher nicht zu rechnen.

Wahrscheinlicher ist, dass die Barnstorfer noch einen oder mehrere Neuzugänge vorstellen, wenngleich laut Thiemann kein akuter Bedarf mehr besteht: „Wir haben alle Positionen besetzt, hatten aber trotzdem schon interessante Probetrainings.“ Auch die bisherigen A-Junioren Christian Vinke (Rückraum und Kreis) und Jakob Kasperlik (Tor) hätten „einen guten Eindruck gemacht“. Sie würden von der Regel profitieren, dass Spieler bis 21 Jahre ab sofort an einem Wochenende in der ersten und zweiten Mannschaft eingesetzt werden können.

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