Auf Stindts Zusage folgt in Weyhe eine Lawine der Zuversicht / Neue im Blick

„Eine geniale Geschichte“

Kapitän René Hanke (Bild) bekommt in Weyhe Verstärkung auf der Kommandobrücke. Die Symbiose zwischen ihm und Tim Schellhaas empfindet der Trainer als „wohltuend“. ·
+
Kapitän René Hanke (Bild) bekommt in Weyhe Verstärkung auf der Kommandobrücke. Die Symbiose zwischen ihm und Tim Schellhaas empfindet der Trainer als „wohltuend“. ·

Weyhe - Sechs Plätze und acht Punkte liegt Fußball-Landesligist SC Weyhe hinter dem SVGO Bremen, der am Sonntag (14 Uhr) zum ersten Spiel in diesem Jahr auf den Kunstrasen der Zentralsportanlage kommt. Angesichts der Aufbruchstimmung, die Weyhes Interimscoach Holger Finken und dessen bereits feststehender Nachfolger Stephan Stindt entfacht haben, dürften die tabellarischen Kräfteverhältnisse jedoch kaum den realen entsprechen. Zumal sich ein Neuzugang anschickt, direkt zum Anführer zu werden.

Finken warnt zwar davor, in Euphorie auszubrechen. Bei Misserfolgen könne alles schließlich schnell wieder anders aussehen. Aus objektiver Sicht scheinen sich die Grün-Weißen, die unter Ex-Trainer Dirk Pistol 2012 tief gefallen waren, jedoch vom Wind der Zuversicht tragen zu lassen.

Die Konstellation mit Stephan Stindt, in dessen Verpflichtung Finken selbst involviert war, hält der Noch-Coach für „eine geniale Geschichte. Dadurch, dass er erst im Sommer kommt, geben wir ihm die Chance, hier als Trainer nicht schon in der Rückserie zu verbrennen. Stephan kann sich das erstmal ganz in Ruhe angucken.“ Andererseits habe er sich mit Stindt, so Finken, „schon auf einer hervorragenden Ebene verständigt. Da treffen sich zwei Kommunikationsenden, die zusammenpassen.“ In diesen Gesprächen wird Finken, dessen Rückkehr auf die Position des D-Junioren-Trainers noch völlig offen ist, dem Ex des TSV Bassum außerdem vermittelt haben, dass er sich auf seinen Vorgänger verlassen kann: „Ich möchte Stephan ein Produkt abliefern, auf dem er aufbauen kann.“

Schon jetzt ein fester Bestandteil dieses Produkts ist Tim Schellhaas. Der 35-Jährige, den der SC Weyhe bei Stindts Vorstellung als Neuzugang präsentiert hatte, hat laut Finken „sofort gezeigt, welche Klasse er mitbringt. Der Mann für die zentrale Defensive sei „natürlich“ schon ein Kandidat für die erste Elf: „Tim hat von der ersten Einheit an das Kommando übernommen. Das in Symbiose mit René Hanke – das ist schon wohltuend.“ Zudem konnte Finken in Tillmann Meyer aus der zweiten Mannschaft noch einen „Leuchtturm für die Innenverteidigung“ gewinnen. Und sogar der noch von Pistol verpflichtete, seit einer Trainingseinheit im Dezember aber abgetauchte Nils Mondré hat sich zurückgemeldet. „Die Pässe liegen vor“, vermeldete Finken – und sah dabei vor dem inneren Auge auch den von Jonathan Feldhaus.

Finken kennt Feldhaus aus dem Weyher Juniorenbereich, wo der C-Lizenzinhaber selbst zum Trainerteam gehört. „Er hat in Oythe Landesliga und später in der Zweiten gespielt. Das ist aber schon eineinhalb Jahre her. Er trainiert mit und zeigt gute Ansätze“, so Finken. Gegen den SVGO werden Mondré und Feldhaus aber wohl ebenso wenig spielen wie Bastian Steyer. „In der Hinserie hat Bastian mit seinen Knieproblemen fast unter Drogen gespielt. Zum Glück ist es keine größere Sache, aber er muss noch zwei bis drei Wochen aussetzen“, sagte Finken.

Fraglich ist zudem der Einsatz von Tom Wieting, den der SC-Coach lieber schonen würde. Dazu wird er aber wohl noch auf den Offensivmann einreden müssen. Schließlich wollen sich alle dem kommenden Trainer zeigen. „Ich schätze, dass Stephan zuguckt“, erklärte Finken: „Ich glaube, er brennt.“ · ahe

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Bildergalerie WeserHöfe

Bildergalerie WeserHöfe

Kein Friseurtermin in Sicht: Finger weg von der Bastelschere

Kein Friseurtermin in Sicht: Finger weg von der Bastelschere

So klappt es mit der neuen Fremdsprache

So klappt es mit der neuen Fremdsprache

Raumtrenner sind mehr als nur Raumtrenner

Raumtrenner sind mehr als nur Raumtrenner

Meistgelesene Artikel

Künftiger Trainer der SG Diepholz sagt: „Mir fehlt der Fußball ohne Ende“

Künftiger Trainer der SG Diepholz sagt: „Mir fehlt der Fußball ohne Ende“

Brinkmanns Vorschlag: „Die Saison für ein Jahr einfrieren“

Brinkmanns Vorschlag: „Die Saison für ein Jahr einfrieren“

Spitzen-Squasher vor ungewisser Zukunft

Spitzen-Squasher vor ungewisser Zukunft

„Sturmtank“ für Sudweyhe

„Sturmtank“ für Sudweyhe

Kommentare