Eckhardt-Noack springt bei DM zu Gold / Verletzung stoppt Sprinterin Freese

„Ein Traum wird wahr“

Zeigt sich 2021 in bestechender Form: Dreispringerin Neele Eckhardt-Noack. Nach dem Europameister-Titel in der Halle hat sich die frühere Athletin des TSV Asendorf am Wochenende in Braunschweig auch zur deutschen Meisterin gekürt. 14,26 Meter reichten zu Gold.
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Zeigt sich 2021 in bestechender Form: Dreispringerin Neele Eckhardt-Noack. Nach dem Europameister-Titel in der Halle hat sich die frühere Athletin des TSV Asendorf am Wochenende in Braunschweig auch zur deutschen Meisterin gekürt. 14,26 Meter reichten zu Gold.

Braunschweig – Die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften hat sich für Dreispringerin Neele Eckhardt-Noack mehr als ausgezahlt. Die ehemalige Athletin des TSV Asendorf sprang mit 14,26 Metern nicht nur zu Gold, sondern löste auch das Olympia-Ticket für Tokio. Pech hatte dagegen Anna-Lena Freese. Die ehemalige Sprinterin des FTSV Jahn Brinkum musste kurz vor dem Start des 100-Meter-Rennens aufgrund einer Verletzung ihre Teilnahme zurückziehen. Genau wie beim 200-Meter-Rennen einen Tag später.

  • Souveräner DM-Sieg für Dreispringerin Neele Eckhardt-Noack.
  • Olympia-Teilnahme für 28-jährige damit sicher.
  • Verletzung stoppt Sprinterin Anna-Lena Freese.

Völlig erschöpft fiel Neele Eckhardt-Noack am späten Samstagabend auf ihr heimisches Sofa. „In dem Moment fiel alles von mir ab. Da habe ich das erste Mal so richtig realisiert, dass ich den Titel gewonnen habe“, berichtet die frühere Dreispringerin des TSV Asendorf nach ihrem Start bei den Deutschen Meisterschaften im Braunschweiger Eintracht-Stadion:„Ich bin einfach nur superglücklich. Jetzt bin ich ganz sicher im Sommer bei den Olympischen Spielen in Tokio dabei. Ein Traum wird wahr.“

Anna-Lena Freese muss 100- und 200-Meter-Start absagen

Während die 28-Jährige, die mittlerweile für die LG Göttingen startet und sich erst im März zur Hallen-Europameisterin kürte, ihr Glück immer noch nicht richtig fassen kann, zerplatzte für Sprinterin Anna-Lena Freese am Wochenende der Traum vom 100- und 200-Meter-Finale. „Beim Aufwärmen für das Halbfinale des 100-Meter-Rennens am Samstagabend hat auf einmal mein Hüftbeuger dichtgemacht“, erklärt die ehemalige Athletin des FTSV Jahn Brinkum: „Ich wollte kein Risiko eingehen, habe mich deswegen in Absprache mit meinem Trainer dazu entschieden, nicht anzutreten. Ich bin natürlich enttäuscht, da ich mit einem sehr guten Gefühl nach Braunschweig gereist bin und mit meiner Saison bisher zufrieden war.“ Am Ende konnte sie jedoch nur zuschauen. Alexandra Burghardt (LG Gendorf Wacker Burghausen) sicherte sich mit einer Zeit von 11,14 Sekunden vor Lisa Mayer (Sprintteam Wetzlar/11,16 Sekunden) und Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar/11,32) die Goldmedaille.

Die 27-jährige Freese, die seit Kurzem in Stuttgart wohnt und seitdem für den VfB Stuttgart an den Start geht, war auch für das einen Tag später stattfindende 200-Meter-Rennen gemeldet. „Ich habe am Sonntagmorgen beim Anschwitzen im Hotel aber schnell gemerkt, dass ein Start keinen Sinn macht. Der Hüftbeuger hat mir immer noch Probleme bereitet“, sagt die in Delmenhorst geborne Sprint-Spezialistin. Also hörte Freese auch diesmal auf ihr Körper- und Bauchgefühl und entschied sich schweren Herzens gegen die Teilnahme am 200-Meter-Rennen, das am Ende ebenfalls Burghardt mit einer Zeit von 23,15 Sekunden vor Lisa Marie Kwayie (Neukölner SF/23,21) und Haase (23,24) gewann. „Ein Start hätte keinen Sinn gemacht. Das Wochenende ist für mich mehr als bescheiden gelaufen. Ich werde jetzt erst mal die Verletzung auskurieren und dann wieder voll angreifen“, blickt Freese optimistisch in die Zukunft.

Persönliche Saisonbestleistung für Dreispringerin Neele Eckhardt-Noack

Genau wie Neele Eckhardt-Noack, die sich bei der DM mit einer persönlichen Saisonbestleistung von 14,26 Metern vor Kristin Gierisch (TSV Bayer Leverkusen/14,11 Meter) sowie Maria Purtsa (LAC Erdgas Chemnitz/ebenfalls 14,11) souverän die Goldmedaille sicherte: „Mitte Juli geht der Flieger nach Tokio. Wir beziehen wegen der Corona-Pandemie dann erst einmal ein Trainingsquartier im Süden von Japan, bevor wir ein paar Tage vor dem Dreisprung nach Tokio weiterreisen.“ Wenige Wochen vor dem Beginn der Olympischen Spiele war die Zahl der Neuinfektionen in Japan zuletzt deutlich angestiegen. Im Land des Lächelns sind erst rund drei Prozent der Bevölkerung komplett durchgeimpft.

Doch die Lust auf ihre erste Olympia-Teilnahme ist größer als die Angst vor der Pandemie. Eckhardt-Noack: „Die Vorfreude ist natürlich riesig bei mir. Das Einzige, was etwas schade ist: Dass leider keine Familienmitglieder oder Freunde mit nach Japan reisen dürfen.“ Für das anstehende Event sind wegen Corona nur Athleten, Betreuer und Journalisten zugelassen.

Dennoch rechnet sich die 28-Jährige in Tokio einiges aus: „Mein Ziel ist es, die Qualifikation zu überstehen. Dafür müsste ich unter die ersten Zwölf kommen.“

Enttäuscht: Anna-Lena Freese musste ihre Teilnahme am 100- und 200-Meter-Rennen aufgrund einer Verletzung kurzfristig absagen.

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