Kämpferisch überragende Twistringer gewinnen 3:1 in Heiligenfelde

Ein Sieg mit „Wumms“

Sinnbildlich: Saimir Dikollaris (vorn, gegen Maximilian Wirth) Twistringer schmissen sich in Heiligenfelde in jeden Ball und Zweikampf – ohne überhart zu spielen.
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Sinnbildlich: Saimir Dikollaris (vorn, gegen Maximilian Wirth) Twistringer schmissen sich in Heiligenfelde in jeden Ball und Zweikampf – ohne überhart zu spielen.

Heiligenfelde – Der unbändige Wille war den Fußballern des SC Twistringen genau wie der totale Zusammenhalt in jeder Sekunde anzumerken – und das bis über das Spielende hinaus. „Jeder fightet für den anderen, und auch von der Bank können wir Spiele entscheiden“, sagte Verteidiger Philipp Meyer während seiner Ansprache im Mannschaftskreis nach dem Abpfiff: „Das hat man nicht oft, und wenn wir so weitermachen, werden wir weiter erfolgreich sein.“ Ähnlich wie gestern Nachmittag, als die „Blaumeisen“ beim starken Bezirksliga-Konkurrenten SV Heiligenfelde drei Punkte enführten. „Die Jungs machen alles als Team“, betonte auch Co-Trainer Michael Schultalbers: „Es ist einfach überragend, nach so einem Fight mit 3:1 (0:0 zur Pause, d. Red.) vom Platz zu gehen.“

Die Heiligenfelder waren hingegen bedient. „Der Bessere hat heute verloren“, befand Coach Torben Budelmann: „Das war eine richtig gute Leistung von uns. Wenn wir so spielen, brauchen wir uns vor keiner Mannschaft zu verstecken.“ Seine Mannschaft müsse nun weitermachen, betonte der 35-Jährige, gestern habe eben häufig einfach das Glück gefehlt.

Wie zum Beispiel in der 22. Minute, als SVH-Stürmer Joshua Brandhoff in einer taktisch geprägten ersten Halbzeit eine scharfe Flanke von Rechtsverteidiger Maximilian Wirth über die Linie grätschte, das Schiedsrichter-Gespann den Torschützen jedoch in der verbotenen Zone sah. „Das war physikalisch gar nicht möglich“, ärgerte sich Budelmann über die Abseits-Entscheidung. Und auch sonst gehörten die gefährlichen Szenen vor dem Wechsel vor allem den Platzherren: SCT-Keeper Jannik Blome lenkte jedoch einen Distanzkracher von Heiligenfeldes Kapitän Tobias Dickmann über die Latte (8.) und reagierte auch gegen Björn Isensee aus kurzer Distanz stark (45.+1). Meist scheiterten die SVH-Angriffsbemühungen allerdings schon zuvor am Twistringer Innenverteidiger-Duo um den überragenden Kapitän Kai-Simon Wessels und seinem ebenfalls starken Partner Meyer.

Die beiden lieferten auch in der zweiten Halbzeit weiter ab, die Partie wurde nun turbulenter. Nach einem Foul im Mittelfeld pennten die Heiligenfelder, und zu allem Überfluss gab es beim schnell per langem Schlag ausgeführten Freistoß dann auch noch Abstimmungsprobleme zwischen den beiden Innenverteidigern Roman Obst und Mirko Labbus sowie Torwart Jörn Wachtendorf. Tom Thiede war der Nutznießer, er „wuselte sich durch“ (Schultalbers) und traf ins verwaiste Tor (66.). Und die Gäste legten direkt nach: Eine Lüder-Uhlhorn-Ecke auf den kurzen Pfosten verlängerte Stürmer Lennart Bors, Wachtendorf reagierte stark, war jedoch bei Hannes Fortkamps Nachschuss chancenlos (69.).

Die Gastgeber reagierten mit Wut im Bauch, Brandhoff (72./Kopfball nach Ecke) und Tobias Marquardt (78./Distanzschuss) trafen jedoch nur den Querbalken. Mit davonrinnender Zeit machten die Heiligenfelder mehr und mehr auf – und rannten in Konter. Till Meiners hätte in der 87. Minute schon wegen einer Notbremse vom Platz fliegen können, kam jedoch mit Gelb davon. Eine Minute später sah Mirko Labbus für ein taktisches Foul die Ampelkarte. Bei einem weiteren schnellen Gegenangriff bediente der eingewechselte Aaron Noah Djulic den ebenfalls neuen Janik Dieckmann – 3:0 (90.). Den Ehrentreffer erzielte Björn Isensee nach einem schönen Spielzug über Brandhoff und den ansonsten – gerade bei zahlreichen ruhenden Bällen – unglücklich agierenden Wirth (90.+3).

„Heiligenfelde hat richtig Qualität“, betonte Schultalbers: „Solche Siege gegen solche Mannschaften bringen richtig Wumms rein.“

Von Felix Schlickmann

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