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Ein schwarzer Sonntag für die Hunte-Aue Löwen

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Von: Daniel Wiechert

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Das Heimdebüt als Löwen-Spielertrainer hatte er sich anders vorgestellt. „Ich bin richtig enttäuscht“, sagte Marko Pernar.
Das Heimdebüt als Löwen-Spielertrainer hatte er sich anders vorgestellt. „Ich bin richtig enttäuscht“, sagte Marko Pernar. © Krüger

24:35 – Absteiger verliert sein erstes Heimspiel in der Handball-Verbandsliga krachend: „Richtig schlecht“, nennt es Marko Pernar, Spielertrainer der HSG Hunte-Aue Löwen. Bei den Gästen aus Schiffdorf glänzt der Halblinke Joel Hoppe mit 14 Toren.

Diepholz – Alles sollte doch besser werden bei den Löwen. Endlich wollten sie eine aggressive Abwehr stellen, endlich wollten sie variabler und schneller im Angriff sein, endlich sollte mal wieder ein Heimsieg her. Denn nur mal so: Der letzte Erfolg vor heimischer Kulisse datiert vom 30. Januar. Und auch nach diesem letzten September-Wochenende hat das Datum nichts an Aktualität eingebüßt. Die HSG Hunte-Aue Löwen verlor am Sonntagabend ihr erstes Heimspiel der Verbandsliga-Spielzeit 2022/2023 krachend mit 24:35 (10:18) gegen den TV Schiffdorf.

Vor der Partie hatte Löwen-Spielertrainer Marko Pernar noch betont, wie groß die Lust doch sei, endlich vor den eigenen Fans in der Mühlenkamphalle zu performen. Nach dem 29:22-Erfolg aus der Vorwoche gegen Seevetal/Ashausen wähnte sich der Absteiger auf dem richtigen Weg. Das Schiffdorf-Spiel bewies nun das Gegenteil. Für Pernar spricht, dass er gar nicht versuchte, irgendetwas schönzureden. „Die Abwehr war heute richtig schlecht“, sagte der Spielertrainer: „Eigentlich konnte man es gar nicht Abwehrarbeit nennen.“

Mit einem 8:1-Lauf zieht Schiffdorf früh davon

Allein der Spielbogen spricht schon eine klare Sprache. In den ersten zwölf Minuten agierten die Löwen und Schiffdorf noch auf Augenhöhe, die Führungen wechselten ab. Doch schon zu diesem Zeitpunkt bekam die 6:0-Abwehr der Gastgeber Joel Hoppe im linken Rückraum überhaupt nicht in den Griff. „Er war richtig stark im Eins-gegen-Eins“, staunte Pernar, der in der 13. Minute zum 6:5 für die Löwen traf. Es war die letzte Führung für die HSG. In der Folge versuchte es sein Team auch mal mit einer 5:1-Variante, doch es half nicht: Die Gäste um Hoppe, der am Ende 14 Treffer erzielte, kamen weiterhin zu einfach zu Toren, und bei den Löwen stockte nun auch der Offensivmotor. Mit einem 8:1-Lauf zog Schiffdorf auf 13:6 (22.) davon. In der 41. Minute war der Rückstand erstmals auf zehn Tore angewachsen – und die Löwen hatten das Spiel spätestens jetzt verloren.

„Ich bin richtig enttäuscht“, sagte Pernar, nachdem er noch lange dabei mitgeholfen hatte, die Halle wieder auf Vordermann zu bringen. Das muss er jetzt auch mit seiner Mannschaft schaffen. „Wir müssen viel mehr Feuer zeigen“, forderte er mit Blick auf die kommenden Aufgaben. Dann dürften auch Silas Steinke und Max Wiese mehr Einsatzminuten bekommen. Die beiden „Jung-Löwen“ waren für Pernar an einem schwarzen Abend „die einzigen Lichtblicke“.  

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