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Edda Wassermeyer-Delekat – ein Tischtennis-Phänomen

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In ihren Teams des TV Bruchhausen-Vilsen war Edda Wassermeyer-Delekat fast immer Spitzenspielerin. Sie half mit, dass sich der Verein im Bezirk etablierte – und hat nun sogar noch einen weiteren Aufstieg vor Augen.

Edda Wassermeyer-Delekat stellt schon lange eine Ikone im Tischtenniskreis Diepholz dar. Mit der Beständigkeit eines Schweizer Uhrwerks zählt die 70-Jährige seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Spielerinnen der Region und krönte in diesem Jahr ihr Lebenswerk bei der deutschen Seniorenmeisterschaft in Bielefeld.

An der Seite von Partnerin Elke Baß (TSV Schwalbe Tündern) erkämpfte die Vilserin in der Ü 70-Konkurrenz im Doppel die Bronzemedaille. Für Wassermeyer-Delekat das Highlight ihrer langen Karriere: „Das war schon super. Eine Medaille bei einer deutschen Meisterschaft holt man ja nicht alle Tage.“

Dabei gilt die Grande Dame des TV Bruchhausen-Vilsen eher als „Spätstarterin“. Erst als es Wassermeyer-Delekat mit 30 Jahren beruflich nach Bremen verschlug, begann sie mit dem Tischtennis-Sport. „Vorher hatte ich viel im Import/Export in Skandinavien zu tun. Da blieb kaum Zeit für Hobbys. Aber als ich dann wieder zurück in Deutschland war, haben mich zwei Freunde überredet, doch mit zum Tischtennis-Training zu kommen. Vielleicht keine so schlechte Entscheidung, dass ich es probiert habe“, schmunzelt Wassermeyer-Delekat.

Für den TV Bruchhausen-Vilsen sogar eine ausgesprochen gute Entscheidung. Bis auf eine Saison vor Urzeiten beim damaligen Landesligisten TSV Melchiorshausen blieb die 70-Jährige stets den Vilsern treu und trug mit erstklassigen Leistungen – fast immer sogar als Spitzenspielerin – entscheidend dazu bei, das Kurort-Team im Bezirk Hannover zu etablieren.

Selbst im reiferen Alter glänzt Wassermeyer-Delekat an Position zwei immer noch mit einer positiven Bilanz in der Bezirksliga – alle Achtung. Und nebenbei räumte die rüstige Seniorin auch noch kräftig auf Turnierebene ab. Insbesondere bei der Landesmeisterschaft in Dinklage avancierte sie zum regelrechten „Medaillen-Hamster“: Souverän entschied Edda Wassermeyer-Delekat den Einzelwettbewerb im Ü-70-Bereich für sich, fuhr an der Seite von Baß im Doppel den zweiten Landesmeistertitel ein und schrammte mit Partner Lutz Wolf (TSG Burg Gretisch) als Zweite nur hauchdünn an einem „Hattrick“ vorbei.

Stolze Triumphe, denen dann die erwähnte Krönung bei der deutschen Meisterschaft folgte. Wobei Wassermeyer-Delekat in Bielefeld nicht nur im Doppel auftrumpfte, sondern auch im stark besetzten Einzelfeld immerhin bis ins Achtelfinale vorstieß.

Gestillt ist ihr Erfolgshunger damit aber noch längst nicht. Auf alle Fälle verschwendet sie derzeit noch keinen Gedanken an ein Karriereende. Im Gegenteil: Als Tabellenvierter liegt für den TV Bruchhausen-Vilsen weiterhin die Vizemeisterschaft und damit verbundene Aufstiegsrelegation zur Bezirksoberliga in Reichweite. Ganz abgehakt scheint Edda Wassermeyer-Delekat dieses Ziel zumindest noch nicht zu haben: „Wir haben ja in der langjährigen Martfelderin Angela Ohlendorf eine tolle Nummer eins dazu bekommen. Da wollen wir natürlich möglichst vorne mitmischen.“ Warum auch nicht? Edda Wassermeyer-Delekat müsste sich jedenfalls selbst eine Spielklasse höher nicht verstecken.

drö

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