Weyhes Topstürmer steigt sofort aus – und will zurück zum TuS Sudweyhe

Dziuba wirft die Brocken hin: „Ich habe keinen Bock mehr“

Weyhe - Von Arne FlüggeDas ist der Hammer! Eike Dziuba, mit bislang zehn Treffern bester Torschütze des Bremer Fußball-Landesligisten SC Weyhe, hat den Verein mit sofortiger Wirkung verlassen. Als Grund führt der 21-Jährige „absolute Lustlosigkeit“ an: „Ich hatte keinen Bock mehr, mir das weiter anzugucken.“

Dziuba war erst zu Saisonbeginn vom Bezirksliga-Absteiger TuS Sudweyhe zum Nachbarclub gekommen. Und das mit Vorstellungen, die sich schlussendlich nicht erfüllt haben. Weyhe steckt tief im Abstiegskampf, anstatt oben mitzuspielen. „Am Anfang hat es richtig Spaß gemacht. Das war etwas Neues, es war leistungsbezogen. Ich habe mich drauf gefreut. Doch dann ist der Erfolg ausgeblieben“, erklärt Dziuba: „Es hat mir einfach keinen Spaß mehr gemacht.“

Bereits vor einigen Wochen hatte der Stürmer überlegt, die Brocken hinzuschmeißen, weil seiner Meinung nach vieles im Argen gelegen hatte. Er schwänzte das Training, was freilich auch nicht die feine Art war, zeigte kein Engagement mehr. „Das war das erste Mal, dass ich einfach keine Lust mehr hatte“, erklärt Dziuba. Nach einem Gespräch mit Trainer Dirk Pistol „habe ich mir dann noch einmal einen Ruck gegeben. Auch, weil wir mit der Mannschaft besprochen hatten, was sich ändern muss, wie es weitergehen soll“, berichtet der Fußballer. Doch schlussendlich, behauptet Dziuba, „wurde davon nichts eingehalten“ und er habe die Nase voll gehabt.

Am Dienstagabend nun ist die Bombe geplatzt. Im Kreise der Mannschaft hat Dziuba den Kollegen und dem Trainerteam seine Entscheidung bekanntgegeben. „Er hatte sich von seinem Wechsel mehr versprochen und kommt mit der Situation nicht klar“, erklärt Co-Trainer Jörg Habighorst und bestätigt: „Er hat mit uns besprochen, dass er sofort aufhören möchte, weil ihm weiterhin einfach die Motivation fehlt.“

Das Verständnis von Habighorst für seinen Spieler hält sich freilich in Grenzen. „Natürlich wird Eike uns mit seiner Qualität und seinen Toren fehlen. In unserer Situation brauchen wir aber Spieler, die für den Verein den Kopf hinhalten, die topmotiviert sind“, fordert Habighorst: „Wenn dann aber einer dabei ist, der vom Kopf her nicht

Habighorst: „So machte

es keinen Sinn mehr“

mehr bei uns ist, ist es vielleicht besser so. Dann macht das keinen Sinn und bringt nur das Mannschaftsgefüge durcheinander.“

Derzeit steht der SC Weyhe in der Landesliga gehörig unter Druck. Nur ein Punkt trennt die Mannschaft noch von einem Abstiegsplatz. Im wichtigen Auswärtsspiel morgen (14.00 Uhr) bei SVGO Bremen müssen die Schützlinge von Trainer Pistol nun versuchen, die nötigen Punkte ohne ihren besten Torschützen zu holen.

Böse Zungen könnten jetzt natürlich behaupten, Dziuba hätte seine Kollegen in einer prekären Situation im Stich gelassen. Doch dagegen setzt sich der 21-Jährige zur Wehr. „Klar kann man das so auffassen, doch diesen Schuh ziehe ich mir nicht an. Ich habe immer alles für die Mannschaft gegeben und alles versucht, damit wir nicht in diese Lage kommen. Das sieht man doch allein an den Toren.“

Wie’s für ihn weitergeht, davon hat Eike Dziuba bereits klare Vorstellungen. „Ich habe mir vorgenommen, zum TuS zurückzukehren und will versuchen, wieder etwas von dem geradezubiegen, was ich in der letzten Saison mit verbockt habe“, sagt der Stürmer. Sudweyhe war in die Kreisliga abgestiegen, hat dort derzeit aber auch schon wieder große Probleme.

Freilich braucht Dziuba für den Wechsel aber erstmal die Freigabe des SC Weyhe. „Darüber laufen gerade Gespräche mit der Spartenleitung“, sagt Co-Trainer Habighorst. Dziuba geht aber davon aus, dass es klappt: „Als ich in Weyhe angefangen habe, wurde mir gesagt, dass ich im Fall der Fälle die Freigabe bekommen werde. Ich denke, dass sie nun zu ihrem Wort stehen werden.“

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