HSG Barnstorf/Diepholz tritt morgen Abend in Neerstedt an / „Offener Schlagabtausch? Möglich“

Das Duell der Tempo-Truppen

Immer besser in Fahrt: Barnstorfs Denis Maksimovich (rechts) ist laut Trainer Heiner Thiemann „bei 90 Prozent“ und flößt Gegner Neerstedt bereits reichlich Respekt ein.

Diepholz - (mr) · Beim mehrfachen Videostudium kamen bei Heiner Thiemann die Erinnerungen wieder hoch – an ein spannendes und flottes Spiel seiner HSG Barnstorf/Diepholz, das Ende September 2009 mit einem 34:34 gegen den TV Neerstedt endete. Morgen Abend (20.30 Uhr) steigt nun das Rückspiel beim TVN. Und der Barnstorfer Trainer vermutet, dass es ähnlich packend werden könnte.

„Ein offener Schlagabtausch? Das ist durchaus wieder möglich. Neerstedt hat eine technisch gute Mannschaft, die ein sehr hohes Tempo gehen kann.“ Genau wie die HSG Barnstorf, die eine ähnliche Spielanlage favorisiert.

Im Hinspiel hatte die HSG allerdings riesengroße Mühe, sich auf den schnellen Gegner einzustellen. „Da haben wir uns so richtig überrumpeln lassen. Das darf uns nicht wieder passieren. Wir

nGroßer Respekt

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müssen die Fehlerquote gering halten“, fordert Thiemann. Gegen Ende der Partie waren die Barnstorfer dann viel besser im Spiel und hatten sogar den Sieg in der Hand. Doch Kapitän Nils Mosel scheiterte in der Schluss-Sekunde mit einem Siebenmeter an TVN-Keeper Maik Haverkamp.

Für die HSG begann mit diesem Remis ein Abwärtstrend in der Tabelle. Vorher noch Spitzenreiter, rutschte der amtierende Vizemeister auf Platz vier ab – momentan steht Rang acht zu Buche. „Mit 19:15 Punkten sind wir sicher nicht so unterwegs, wie wir uns das vorgestellt hatten“, räumt Thiemann ein. Um mindestens den zehnten Platz zu erreichen, der noch für die Qualifikation zur neuen 3. Liga reicht, brauche die HSG „28 Punkte. Das ist wohl Pflicht“, mutmaßt Thiemann.

Zwei weitere Zähler visiert der Coach morgen Abend beim Tabellen-14. an, der bisher erst eines seiner neun Heimspiele gewonnen hat: „Die Neerstedter haben aber oft nur knapp verloren und sind in der Lage, überall mitzuspielen. Trotzdem glaube ich, dass wir da ganz gute Chancen haben. Denn wir haben eine gute Mannschaft und fast alle Spieler an Bord.“ Lediglich Keeper Olaf Sawicki fehlt wegen eines Bänderrisses definitiv. Leicht angeschlagen ist zudem Ulf Grädtke. Der Kreisläufer hatte beim 32:25 gegen Wolfen am vergangenen Wochenende nach dreieinhalbmonatiger Pause wegen Verletzungen am linken Knie ein viel versprechendes Comeback gegeben. „Nach so langer Pause ist ein so guter Einsatz sicher nicht die Norm. Das war sehr positiv. Allerdings ist Ulfs Knie wieder ein bisschen dick geworden. Mal gucken, wie es am Freitag aussieht“, sagt Thiemann.

Erfreut ist der Barnstorfer Trainer auch über die Entwicklung von Denis Maksimovich, der nach seiner langwierigen Verletzung an der Plantarsehne „immer mehr ins Konzept findet. Er ist etwa bei 90 Prozent“, urteilt Thiemann über den Weißrussen, der auch bei Neerstedts Trainer Dag Rieken hohen Respekt genießt: „Wir sind noch klarerer Außenseiter als im Hinspiel, weil Maksimovich damals noch nicht dabei war.“ Mit einem Remis wie im September könnte der TVN-Coach deshalb bestens leben: „Das wäre schon eine Überraschung.“

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