ADVENTSKALENDER Die Fußballer Pirngruber, Groß und Backhaus spielen auch Weihnachtslieder

„O du fröhliche“

Klappe auf! Hanno Groß und sein Vater Hans-Jörg zeigen einen ihrer Gitarrenkoffer. Sohn und Vater spielen oft gemeinsam – auch an Weihnachten.
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Klappe auf! Hanno Groß und sein Vater Hans-Jörg zeigen einen ihrer Gitarrenkoffer. Sohn und Vater spielen oft gemeinsam – auch an Weihnachten.

Auch Fußballer haben eine musikalische Ader. Wir haben drei Kicker aus unserem Verbreitungsgebiet gefunden, die nicht nur mit dem runden Leder umgehen können - und stellen sie in unserem „Adventskalender“ vor.

Sudweyhe/Lemförde/Okel – Im Radio laufen die weihnachtlichen Klassiker wie „Last Christmas“ oder „Do they know it’s christmas?“ gerade wieder rauf und runter. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass die besinnliche Zeit am Jahresende da ist. Auch in unserer Serie soll die Musik nicht zu kurz kommen. Wir haben drei Fußballer gesucht und gefunden, die (mindestens) ein Instrument beherrschen – und die im Dezember natürlich auch reichlich Weihnachtssongs darauf spielen. Quasi eine sportliche Adventsband für unseren „Adventskalender“.

Malte Pirngruber

„Nein“, lacht Malte Pirngruber, „die Nachbarn haben sich noch nicht beschwert.“ Und wenn es mal ein bisschen lauter wird, „mache ich einfach die Zimmertür zu“. Der 32-Jährige vom Bezirksligisten TuS Sudweyhe spielt seit seinem zehnten Lebensjahr Trompete. Sein älterer Cousin Volker habe ihn darauf gebracht. „Ich fand es cool, habe es ausprobiert – und es hat gleich ganz gut geklappt“, erinnert sich Pirngruber, der in der Big Band der KGS Leeste aktiv war und es im Kirchweyher Posaunenchor noch immer ist.

Trompete spielen sei schwierig. Unter anderem, die Atmung richtig hinzukriegen. „Aber mir fiel es recht leicht, die Töne rauszubekommen“, sagt der Sudweyher. Wie talentiert er ist? „Gute Frage“, erwidert Pirngruber und schmunzelt.

Seit ein paar Jahren hat der Abteilungsleiter für Konstruktion und Entwicklung bei einer Firma in Lilienthal nicht mehr so viel Zeit für sein musikalisches Hobby. Um Weihnachten herum spielt er mit dem Posaunenchor aber noch regelmäßig – zum Beispiel beim Outdoor-Gottesdienst an Heiligabend hinter dem Weyher Freibad. „Mit echter Krippe und echten Tieren. Das ist immer eine tolle Sache“, findet Pirngruber. Wegen Corona fällt die Veranstaltung in diesem Jahr jedoch aus.

Eigentlich favorisiert er Unterhaltungsmusik wie zum Beispiel aus dem Musical „König der Löwen“. „Can you feel the love tonight“ von Elton John – kennt ja eigentlich jeder. Aber Pirngruber hat natürlich auch Weihnachtsmusik drauf: „Bei ,O du fröhliche‘ gibt es einen schönen Solo-Part für Trompeten.“

Klappe auf! Malte Pirngruber präsentiert seine Piccolo-Trompete.

Hanno Groß

„Musik spielt eine große Rolle in meinem Leben“, sagt der Torwart des Bezirksligisten TuS Lemförde. Und wenn der angehende Landwirt über sein Hobby plaudert, merkt man schnell, dass dieser Satz voll zutrifft. Seit 14 Jahren spielt Groß (21) Schlagzeug, inzwischen auch Cajon. Und Gitarre. „Das habe ich mir vor drei Jahren selbst beigebracht, mit Youtube-Videos und so.“ Ein bisschen geholfen hat auch Vater Hans-Jörg, der Musiklehrer in Wagenfeld ist.

Familie Groß hat sogar eine eigene Band und tritt häufig bei Gottesdiensten in Kirchen auf – mittlerweile auch bei Hochzeiten. „Da sind natürlich vor allem Liebeslieder gefragt“, sagt Groß mit einem Schmunzeln.

Neben Vater und Sohn gehören noch Bruder Tillmann (Bass) und dessen Freundin Lynn (Gesang) zur Familien-Combo, die etwa Songs von Sting („Fields of gold“) oder Ed Sheeran („Thinking out loud“) im Repertoire hat. „Wir spielen Lieder, die uns gefallen“, sagt Hanno Groß, der dann häufig auch noch die Zweitstimme übernimmt.

Klar, dass regelmäßig auch unterm Weihnachtsbaum gemeinsam musiziert wird. Klassiker wie „Stille Nacht, heilige Nacht“ dürfen da nicht fehlen.

Clemens Backhaus

Der 24-Jährige studiert im elften Semester Medizin in Münster und absolviert dort (aktuell in der Chirurgie) sein praktisches Jahr. „Wahrscheinlich geht es bei mir in Richtung innere Medizin“, meint er.

Klappe auf! Clemens Backhaus – mit weihnachtlicher Mütze – öffnet die Abdeckung seines E-Pianos. Hier, in seinem WG-Zimmer in Münster, spielt er regelmäßig.

In seinem WG-Zimmer wird aber nicht nur fleißig gelernt. Dort steht auch ein E-Piano. Und wenn Backhaus darauf loslegt, dann meistens mit Kopfhörern – wegen der Mitbewohner. Im Elternhaus in Barrien hatte der Mittelfeldmann vom TSV Okel einst damit begonnen, in die Tasten zu greifen. „Eigentlich sollte es die Trompete sein, aber das hat mir als Kind nicht so viel Spaß gemacht. Als ich eingeschult wurde, habe ich auch mit dem Klavierunterricht angefangen“, erzählt er. Erst viel Klassik, inzwischen am liebsten Jazz und Barpiano. „Das ist eine schöne Herausforderung und etwas anspruchsvoller als Popmusik“, sagt Backhaus, der auch lange Mitglied der Big Band des Gymnasiums Syke war und bis 15 Klavierunterricht hatte. Gerne spielt er Songs von Scott Joplin oder Frank Sinatra. Bisher aber „nicht in Bars“, sondern hauptsächlich auf Familienfeiern.

Wie an Weihnachten. „Walking in the winter wonderland“ ist ein Lied, das er auf dem Klavier besonders gerne darbietet. Damit wird er seine Familie gewiss auch in diesem Jahr bestens unterhalten.

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