Abwehrchef des SV Mörsen-Scharrendorf erzielt Tore

Drozdowski und die Rückkehr zur alten Freistoßstärke

Doppeltorschütze Bartosz Drozdowski (re.) war gestern der Held für den SV Mörsen-Scharrendorf im Spitzenspiel beim TSV Weyhe-Lahausen. - Archivfoto: Töbelmann

Weyhe - Von Arne Flügge. Bartosz Drozdowski grinste verschmitzt. „Ich kann’s wieder“, schmunzelte der Abwehrchef des SV Mörsen-Scharrendorf. Im Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga beim TSV Weyhe-Lahausen hatte der Routinier gestern in der 14. Minute einen 20-Meter-Freistoß zum 1:1 über die Mauer hinweg genau in den Knick gezwirbelt. Damit aber nicht genug: In der 55. Minute traf der 32-Jährige nach einer Freistoß-Hereingabe von Mirsat Stubbla volley zum 2:1 (1:1)-Siegtreffer.

Fast ein Jahr lang hatte Drozdowski kein Freistoßtor mehr erzielt: „Das war eine richtige Flaute, und ich wusste nicht warum. Dann habe ich vor drei Wochen mal wieder den ersten versenkt und jetzt wieder. Ich hab’s also nicht verlernt.“ Der Innenverteidiger ist der Dreh- und Angelpunkt in Mörsens Defensive, der verlängerte Arm des Trainers auf dem Platz und übernimmt selbst das Coaching. „Ein aboluter Topmann. Ganz, ganz wichtig für unser Spiel und die Mannschaft“, sagte Mörsens Vereinsboss Andreas Siegmann, der gestern den beruflich verhinderte Coach Friedhelm Famulla an der Seitenlinie vertrat.

Es war allerdings ein hartes Stück Arbeit, ehe die Gäste drei wichtige Punkte im Aufstiegsrennen eingefahren hatten. Denn Lahausen erwies sich als sehr starker Gegner. Obwohl gleich acht Stammspieler fehlten, „hat die Mannshaft unheimlich fiel Leidenschaft gezeigt. Das war kämpferisch die beste Saisonleistung von uns“, lobte Lahausens Trainer Thorsten Eppler: „Doppelt schade ist aber, dass sich die Jungs nicht belohnt haben und wir die Gegentore nach zwei Standards kassiert haben.“

Mörsen begann druckvoll, doch die Hausherren standen sehr kompakt und diszipliniert in der Defensive, scheuten keinen Zweikampf. Auf dem holprigen Geläuf konnten die Gäste nicht ihr Kombinationsspiel aufziehen. „Wir mussten es daher viel mit langen Dingern probieren und auf die zweiten Bälle setzen“, sagte Drozdowski. Lahausen indes versuchte, sich immer wieder spielerrisch zu befreien und Nadelstiche zu setzen. Mit Erfolg: In der elften Minute setzte sich Jean-Charles Luyindula über die rechte Seite stark durch, spielte den Ball maßgerecht in den Lauf von Rene Eggers, der aus elf Metern zum 1:0 vollstreckte.

Doch die Freude über die Führung hielt nicht lange, den, postwendend setzte Drozdowski besagten Freistoß in die Giebel. In der Folgezeit hatten beide Mannschaften durch Marcel Westphalen (Lahausen/16.) und Christian Horstmann (17./Mörsen) jeweils noch eine richtig gute Chance, neutralisierten sich aber ansonsten.

Auch nach dem Wechsel verhinderten beide Defensivreihen ein herausgespieltes Tor des Gegners. Und so musste ein Standard herhalten, um die Partie zu entscheiden: Stubblas Freistoß von der linken Seite setzte Drozdowski volley per Flachschuss in die rechte Torwartecke – 2:1 (55.). Mit zunehmender Spieldauer machte Lahausen nun auf, hatte durch Westphalen und Dominik Jacobi auch gute Szenen, war im Abschluss aber nicht zwingend genug. Auf der anderen Seite ließ der eingewechselte Serdar Uludasdemir zwei Konterchancen für Mörsen liegen. „Ein Remis wäre verdient gewesen“, urteilte TSV-Trainer Eppler leicht frustriert, „leider hat es nicht gereicht.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Das Virus zwingt zur Winterpause

Das Virus zwingt zur Winterpause

Das Virus zwingt zur Winterpause
„Das ist das Wunder von Wetschen“

„Das ist das Wunder von Wetschen“

„Das ist das Wunder von Wetschen“
Kowalskis Glanztaten für die Katz‘ – 31:32

Kowalskis Glanztaten für die Katz‘ – 31:32

Kowalskis Glanztaten für die Katz‘ – 31:32
Phoenix siegt weiter trotz Schweitzers Aus

Phoenix siegt weiter trotz Schweitzers Aus

Phoenix siegt weiter trotz Schweitzers Aus

Kommentare