Erfolgreiche Saison im Dreisprung

Eckhardt-Noack freut sich nach Olympia auf Urlaub

Neele Eckhardt-Noack beim Dreisprung in Tokio
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Schöne Flughaltung, aber letztlich nicht weit genug fürs Finale: Neele Eckhardt-Noack hatte bei den Olympischen Spielen in Tokio Probleme mit dem Absprung.

Mickrige zwei Zentimeter hatten Neele Eckhardt-Noack für das Finale im Olympischen Dreisprung gefehlt. Nach der ersten Enttäuschung überwog aber die Zufriedenheit. „Das ist mit Abstand mein erfolgreichstes Jahr gewesen“, betont die ehemalige Asendorferin. Und sie wird 2022 neu angreifen.

Hannover – Im September bricht Neele Eckhardt-Noack wieder auf. Die Reise ist aber nicht so lang wie nach Japan – und sie hat auch nichts mit Leistungssport zu tun. Die 29-Jährige von der LG Göttingen macht Urlaub mit ihrem Mann Richard Noack. In Österreich. Wandern. „Ich merke, dass mein Körper unbedingt Ruhe braucht. Und auch mental ist die Luft gerade ziemlich raus“, sagt die Dreispringerin: „Wenn man sich jahrelang auf etwas vorbereitet und es dann hinter sich gebracht hat, ist das so.“

Sie spricht von den Olympischen Spielen in Tokio, diesem „fantastischen Erlebnis“, bei dem sie auf eine Finalteilnahme gehofft hatte – mit 14,20 Meter aber letztlich um mickrige zwei Zentimeter als 13. den Endkampf der besten zwölf Springerinnen verpasste (wir berichteten). „Es war ein ganz enges Ding. Und natürlich war ich im ersten Moment total enttäuscht und unzufrieden mit meiner Leistung.“

Im Nachhinein würde Eckhardt-Noack eine Sache beim Anlauf ändern

Vor allem ihr Anlauf hatte im Olympiastadion von Tokio nicht gepasst, die frühere Athletin des TSV Asendorf verschenkte beim Absprung zu viele Zentimeter – bei ihrem dritten und besten Versuch waren es 18,9. „Das ist ärgerlich und sollte auf diesem Niveau nicht passieren“, gibt Eckhardt-Noack zu: „Wenn ich es noch mal entscheiden könnte, würde ich beim Anlauf ein Stückchen weiter nach vorne gehen.“

Genau darüber habe sie nach ihrem zweiten Sprung mit Bundestrainer Charles Friedek gesprochen – und er habe ihr davon abgeraten. Weil damit zu rechnen war, dass sie in ihren entscheidenden Versuch alles hineinlegt und vor dem Brett noch schneller ist. Und dann hätte die Gefahr des Übertretens bestanden. „Der Anlauf beim dritten Sprung war auch der schnellste“, erzählt sie: „Letztlich hätte es besser passen müssen. Und ich habe genug Routine, das einschätzen zu können. Ich bin aber froh, dass ich einen guten dritten Sprung hingelegt habe.“

Tokio doch nicht die Karriere-Endstation

Der Auftritt bei Olympia war schon der zweite 2021, bei dem eine Winzigkeit zu einem noch größeren Erfolg gefehlt hatte. Bei der Hallen-EM in Torun war Eckhardt-Noack Bestweite gesprungen (14,52) und lag am Ende nur einen Zentimeter hinter der neuen Europameisterin Patricia Mamona (Portugal). Nun waren es zwei Zentimeter zu wenig fürs Finale. Doch sie mag nicht hadern und stellt das für sie Positive heraus: „Ich war zweimal Deutsche Meisterin, habe meine erste internationale Medaille geholt und war bei Olympia – das ist mit Abstand mein erfolgreichstes Jahr gewesen.“

Vor zwei Jahren, verrät sie, habe sie noch gedacht: Nach Tokio ist Schluss! „Aber ich habe eben noch viel Spaß am Dreisprung – und technisch ist noch nicht alles ausgereizt. So lange mache ich weiter.“ Allerdings wird sie es nun erst mal „langsam angehen lassen“. Nach dem Urlaub beginnt für die Jura-Studentin die Examensvorbereitung: „Nächstes Jahr möchte ich mein Studium beenden. Und dann haben wir ja noch die Heim-EM in München.“

Den Olympiasieg mit Weltrekord (15,67) von Yulimar Rojas bekam Eckhardt-Noack übrigens erst recht spät mit. Als die Venezolanerin zu Gold flog, saß die Deutsche – mit ein paar Olympia-Souvenirs, von denen sie auch welche als Dankeschön verschenken möchte – im Flieger zurück nach Frankfurt. Das Ergebnis überraschte sie allerdings nicht: „Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie sich den Rekord holt.“

Ich bin unglaublich glücklich, dass die Spiele stattgefunden haben – und ich dabei sein durfte. Ein tolles Erlebnis, mit Zuschauern wäre es sogar noch gigantischer gewesen. Vom Event her war es das Highlight meiner Karriere.

Neele Eckhardt-Noack und ihr Fazit nach den Olympischen Spiele in Tokio.

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