Melchiorshausen siegt 3:1 gegen Huchting / TSV-Coach auf Kuschelkurs

Drei Punkte im Sack: Barten lässt Rute eingepackt

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Matthias Kastens machte mit dem 3:1 den Melchiorshauser Sieg zum Jahresabschluss perfekt. „Das freut mich besonders für ihn, weil er immer eine Stütze für unser Team war“, gab es ein Extra-Lob von TSV-Trainer Mike Barten.

Melchiorshausen - Durch den 3:1 (1:0)-Sieg gegen den FC Huchting konnten die Bremer Landesliga-Fußballer vom TSV Melchiorshausen mit drei Punkten im Sack die abendliche Weihnachtsfeier genießen.

So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass TSV-Trainer Mike Barten sich dort in milder Nikolaus-Manier präsentierte und nicht à la Knecht Ruprecht die Rute auspackte. „Wir können stolz auf diese 35 Punkte sein“, rief TSV-Trainer Mike Barten seinen Kickern auf der Feier zu.

Für den Coach des jetzigen Tabellenzweiten war der elfte Saisonsieg eine besondere Genugtuung: „Bei der 0:3-Niederlage im Hinspiel haben wir mit Abstand das schlechteste Spiel der laufenden Saison gemacht. Umso schöner, dass wir das jetzt ausbügeln konnten“, freute sich der TSV-Coach.

Dabei war es in der Anfangsphase der Begegnung mehr Gewürge statt Genuss. „Auf beiden Seiten ging es ziemlich zerfahren los, Ballverlust an Ballverlust reihte sich aneinander“, beschrieb Barten. Doch dann ging es plötzlich ruckzuck. Nach einem langen Mondball lief Oliver Riekers Richtung Huchting-Tor, schaute auf und schenkte dem lange stehengebliebenen FC-Keeper Philip Gruß per Beinschuss das erste Gegentor ein (25.). Melchiorshausens bester Torjäger (zehn Treffer) verletzte sich aber kurze Zeit später und musste ausgewechselt werden. „Er sagte, dass er sein Bein nicht mehr spürt. Aber abends ging es zum Glück schon wieder. Wahrscheinlich war nur kurzzeitig ein Nerv eingeklemmt“, gab Barten Entwarnung. Der für Riekers eingewechselte Tim Cohrs hatte nach der TSV-Führung gar das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte jedoch am starken Gruß. Statt den Vorsprung auszubauen, lud das Barten-Team den Gegner zum Ausgleich ein. Nach einem TSV-Ballverlust am eigenen Strafraum machte Pascal Busch keine Gefangenen und drosch die Kugel unhaltbar für Florian Aschoff zum 1:1 (50.) ins rechte Toreck.

„Das war eine schwierige Phase für uns. Ich hatte kurzzeitig das Gefühl, dass unsere Köpfe etwas nach unten gingen. Deshalb habe ich probiert, etwas lautstärker einzugreifen“, erinnert sich Barten. Sein Credo: Früheres Pressing, um Huchting zu Ballverlusten zu hetzen. Trotzdem ging spielerisch nicht viel beim TSV.

So musste eine Standardsituation zur erneuten Führung herhalten: Sascha Otten streifte die Hereingabe von Niklas Katsis zwar nur kurz mit dem Kopf, doch der Impuls hatte ausgereicht, dass der Ball unhaltbar ins lange Eck flog (66.). Die Entscheidung gelang Matthias Kastens fünf Minuten später. Nachdem er eine Eins-zu-Eins-Situation für sich entschieden hatte, jagte er den Ball zum 3:1 (71.) in den Winkel. „Ein grandioses Tor. Das freut mich besonders für ihn, weil er immer eine Stütze für unser Team war“, so Barten. · wie

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