Neele Eckhardt-Noack verpasst in Tokio haarscharf das Dreisprung-Finale

Drama: Es waren nur zwei Zentimeter

Enttäuschung pur nach dem letzten von drei Sprüngen: Neele Eckhardt-Noack verpasste gestern in Tokio im Dreisprung die Qualifikation für den Endkampf am Sonntag nur hauchdünn.
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Enttäuschung pur nach dem letzten von drei Sprüngen: Neele Eckhardt-Noack verpasste gestern in Tokio im Dreisprung die Qualifikation für den Endkampf am Sonntag nur hauchdünn.

Der Traum vom Endkampf bei den Olympischen Spielen in Tokio ist für Dreispringerin Neele Eckhardt-Noack (früher TSV Asendorf) am Freitag geplatzt. Mit 14,20 Metern fehlten der 29-Jährigen nur zwei Zentimeter fürs Finale.

Tokio/Asendorf – Den Traum von den Olympischen Spielen hat sich Neele-Eckhardt Noack erfüllt. Und dennoch war die 29-Jährige, die früher für den TSV Asendorf gestartet war, gestern sehr traurig. Mit ihrer Leistung von 14,20 Metern fehlten der Dreispringerin von der LG Göttingen nur lächerliche zwei Zentimeter, um in Tokio den Endkampf der besten zwölf Athletinnen (Sonntag) zu erreichen. Hätte Eckhardt-Noack den Balken bei ihrem besten Sprung nur etwas besser getroffen (sie verschenkte 18 Zentimeter), die Quali für das Finale wäre sicher gewesen.

Kristin Gierisch, die deutsche Dauer-Konkurrentin von Eckhardt-Noack, traf es noch schlimmer, denn sie stieg nach zwei verpatzten Sprüngen wegen einer Rückenverletzung vorzeitig aus.

Ute Schröder, die langjährige Heimtrainerin von Eckhardt-Noack in Asendorf, musste zwar arbeiten, fand aber am Handy dennoch Zeit, die Sprünge ihrer Ex-Athletin im Livestream zu verfolgen. Von einer großen Enttäuschung, das Finale so knapp verpasst zu haben, wollte Schröder nicht sprechen: „Neele hat eine Saisonbestleistung von 14,26 Metern. Daher sind die jetzt gesprungenen 14,20 Meter durchaus in Ordnung. Blöd ist nur, dass das so knapp nicht fürs Finale gereicht hat.“

Im ersten Versuch tastete sich Eckhardt-Noack mit 13,88 Metern an die Quali-Weite (14,40 m wurden aber nicht von allen Starterinnen erreicht) heran, verschenkte aber auch dort beim Absprung schon 14 Zentimeter. Mit 13,92 m war der zweite Durchgang nur unwesentlich weiter – jetzt kam es auf den letzten Sprung an.

14,20 Meter sind durchaus in Ordnung.

Eckhardt-Noacks Ex-Trainerin Ute Schröder zum gestrigen Wettkampf

Eckhardt-Noack traf das Brett zwar erneut nicht optimal, aber 14,20 Meter konnten sich sehen lassen. Doch die traurige Realität hatte sie schon Sekunden später eingeholt: Es reichte nicht, um unter den besten zwölf Springerinnen zu landen. Am Ende belegte die Göttingerin den undankbaren 13. Rang. Das ist etwa so, als wenn man im Finale Vierte wird.

Schröder fieberte natürlich mit ihrer Ex-Athletin mit und meinte nach dem Wettkampf: „Mir hat etwas das Funkeln in ihren Augen gefehlt. Aber 14,20 Meter sind eine gute Weite. Ich hatte schon Kontakt mit meinen Athleten Aaron Purschwitz und Leon Michelmann, die beide Fans von Neele sind. Die haben mir geschrieben, dass Neele nicht so schön geflogen ist wie sonst.“

Im Vorfeld war Eckhardt-Noacks jetziger Heimtrainer Frank Reinhardt (war während des Trainingslagers in Miyazaki noch an ihrer Seite) optimistisch: „Neele hat gut trainiert und freut sich auf ihren ersten Olympiastart.“

Nach dem gestrigen Auftritt war er keineswegs enttäuscht von seiner Athletin: „Die beiden ersten Sprünge waren nicht so gut, aber Neele kann sich jetzt Olympionikin nennen.“ Und im Austausch mit Schröder fügte er noch hinzu: „Ute, wir können alle stolz auf Neele sein.“

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