Trainer der HSG Barnstorf/Diepholz adelt Beckdorf und warnt vor Versakovs

Der Double-Sieger kommt, und Rieken will ihn ärgern

Raul-Lucian Ferent (am Ball) zählt morgen gegen den uneinholbaren Oberliga-Spitzenreiter SV Beckdorf wieder zum Aufgebot der HSG Barnstorf/Diepholz. Er und Kollege Tobias Meyer (links) wollen alles daran setzen, dem Meister die ersten Punkte abzuknöpfen. - Foto: Krüger

Barnstorf - Von Cord Krüger. Die Schlappe in Elsfleth hat Spuren hinterlassen. Insbesondere bei Dag Rieken. Nachdem der Trainer des Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz mit seinen Handballern Tacheles geredet und die 17:29-Niederlage beim Elsflether TB moniert hatte, „hat es mich umgehauen“, berichtete der fiebrige Übungsleiter gestern aus dem Krankenbett, konnte darüber aber schon wieder schmunzeln. Er geht fest davon aus, dass er bis zum morgigen Leckerbissen ab 20 Uhr in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle gegen den alles überragenden SV Beckdorf wieder auf der Bank sitzt. Und er weiß, dass sein Team dann ein anderes Gesicht zeigt.

„Ich habe den Jungs gesagt, dass wir uns bei den fünf mitgereisten HSG-Fans in Elsfleth hätten entschuldigen müssen“, berichtete Rieken angesichts der unzureichenden Einstellung und der hohen Fehlwurf-Quote: „Wenn wir gegen die Beckdorfer, die in allen Mannschaftsteilen doppelt und überragend besetzt sind, so auftreten, kriegen wir die Bude ganz schön voll.“

Andererseits glaubt der Pädagoge kaum, dass sich bei der HSG angesichts dieser höchst interessanten Herausforderung irgendwelche Motivationsprobleme auftun: Der frisch gebackene BHV-Pokalsieger führt mit 46:0 Punkten die Tabelle uneinholbar an und ist bereits seit dem Wochenende im Besitz des Meisterschaftspokals. Als neues Ziel gab SV-Coach Daniel Untermann aus, dass die Null auf Seite der Minuspunkte auch am Serienende stehen bleiben soll – also drei weitere Siege in den letzten drei Spielen. Untermann will „aus einer perfekten Saison eine Saison mit Sternchen machen“. Und Rieken will ihm diese Bilanz trüben. Wohlwissend, dass das kein leichtes Unterfangen wird: „Beckdorf steht völlig zu Recht da oben und hätte mit dem Kader auch nicht aus der 3. Liga absteigen müssen. Und wann immer sie mit dieser Truppe Verletzungspech hatten, konnten sie immer sofort wieder nachlegen.“

Chylinski, Ferent und Heemann zurück

Nur gut für den Tabellendritten, dass sich die Personallage im Vergleich zum Edewecht-Spiel entspannt hat. Kamil Chylinski kehrte aus seinem Studienort Warschau ebenso rechtzeitig zurück wie Raul-Lucian Ferent, der in Moldavien studiert. Der zuletzt an die Zweite in deren Landesliga-Meisterschaftskampf abgestellte Kevin Heemann stößt morgen ebenfalls wieder zum Oberliga-Team. „Bis auf Finn Richter haben wir also alle an Bord“, schildert Rieken. Für den Linksaußen dürfte die Saison nach seinem Knorpel-Einriss im Knie komplett beendet sein.

Laurynas Palevicius klagte zuletzt über Fußprobleme, dürfte aber gegen die Creme de la Creme der Liga mitmischen wollen. Er und seine Kollegen müssen vor allem den lettischen Nationalspieler Maris Versakovs so gut es geht in Schach halten. „Er ragt heraus und macht eine überragende Saison“, sagt Rieken über den Spielmacher. Bei Barnstorfs 32:40 im Hinspiel ärgerten die morgigen Gastgeber den jetzigen Meister lange – deckten mit der 3:3-Abwehr Versakovs & Co. offensiv. „Das ging bis zur 40. Minute gut, dann hat Beckdorf aber seine ganze Routine ausgespielt“, erinnert sich der HSG-Coach. Vielleicht hält die Gegenwehr ja nun 20 Minuten länger . . .

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