Doppeltorschütze Timo Hiller

Gefährlich, fleißig, Feierbiest

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„Ich glaube nicht, dass ich nochmal woanders hingehe“, sagt Timo Hiller (links). Ihm gefällt es beim SC Twistringen.

Twistringen - Von Cord Krüger. 400 Zuschauer auf dem Platz des SV Mörsen-Scharrendorf, und Timo Hiller mit seinen Teamkollegen mittendrin in der Höhle des Löwen. „Natürlich war ein bisschen Aufregung dabei“, gesteht der Stürmer des SC Twistringen im Nachhinein. „Aber nach ein paar Minuten war alles wie immer.“ Und wie immer in den beiden Spielen zuvor traf Hiller für den Bezirksligisten. Diesmal allerdings doppelt. Ausgerechnet im Derby! „Es hat gepasst“, schmunzelt der 24-Jährige in Erinnerung des 5:2-Triumphs.

Sein zweiter Treffer sei „ein bisschen glücklich“ gewesen, meinte der Angreifer bescheiden. Doch bei seinem ersten Tor staunten die Fans: Flanke von Andre Lausch, Annahme mit der Brust und mit links abgeschlossen von Hiller. „Obwohl der rechte mein stärkerer Fuß ist.“ Da muss ihm sein Trainer jedoch widersprechen: „Timo ist beidfüßig, dazu sehr dribbelstark“, sagt Stefan Müller. Als weiteres Plus nennt er dessen Super-Kondition. „Damit hatte ich noch nie Probleme“, bestätigt der vor zwei Jahren vom TSV Drentwede nach Twistringen gekommene Offensivmann.

Doch die Puste kommt nicht von ungefähr, stellt Müller klar: „Timo ist vor jedem Training eine halbe Stunde eher da als alle anderen, läuft immer vorneweg.“ Er sei „eben fußballverrückt“, sagt der derart Gelobte über sich selbst.

Allerdings nicht immer im positiven Sinn, verdeutlicht Müller: „In Timo steckt ein bisschen Jekyll and Hyde. Wenn es mal nicht so läuft, regt er sich tierisch auf.“

Nur gut für den 24-Jährigen, dass sein Bruder Niklas dann immer in seiner Nähe ist: „Wir zwei ergänzen uns super, legen uns gegenseitig die Bälle auf – und beruhigen uns, wenn mal was nicht geklappt hat“, schildert der zweieinhalb Jahre jüngere der beiden Hillers. „Wir verstehen uns blind.“

Ein Resultat jahrzehntelanger gemeinsamer „Einheiten“, die in Kindertagen begannen. „Wenn wir von der Schule kamen, ging's erstmal zum Bolzen auf den Drentweder Sportplatz. Die Hausaufgaben haben wir abends gemacht“, erinnert sich der bisher sechsfache Saisontorschütze. Später spielten sie natürlich für die erste Herrenmannschaft des TSV. Vor gut drei Jahren schloss sich Niklas dem SCT an, ein Jahr später folgte ihm Timo. „Ich wollte mal probieren, ob es auch ein bisschen für mich geht“, erklärt der „Nachzügler“. Es ging, es geht, und es soll so weitergehen: „Der Zusammenhalt im Team ist super“, berichtet Timo Hiller. Wann er am Samstag nach dem Derbysieg aus dem SCT-Vereinsheim nach Hause ging, „weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr“.

„Timo fängt nach dem Spiel als Erster mit dem Feiern an und geht als Letzter“, schmunzelt Müller. Und ginge es nach dem „Feierbiest“, sollen noch viele Feten mit den Blau-Weißen dazukommen. „Wenn ich noch einmal wechseln sollte, dann am liebsten mit meinem Bruder“, sagt der Reifenmechaniker. „Aber ich glaube nicht, dass wir nochmal woanders hingehen.“

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