START IN DIE SAISON Klenke-Brüder teilen sich das Tor beim TuS Sulingen II

Doppelt hält besser

Leben und lieben Fußball: Yanik (li.) und Fabian Klenke wollen dafür sorgen, dass ihr TuS Sulingen II in der kommenden Saison so wenige Gegentore wie möglich kassiert. Foto: Jdi

Sulingen - Von Julian Diekmann. Auch Bruderliebe hat ihre Grenzen. „Als mich Fabian mal vor einem Spiel gegen den TuS Sudweyhe warm machte, hat er das Kunststück fertiggebracht, drei Bälle hintereinander an den Innenpfosten zu schießen. Alle Schüsse haben mich anschließend am Hinterkopf getroffen. Da war ich schon ein wenig sauer“, berichtet Yanik Klenke, der zusammen mit seinem Bruder das Tor des Fußball-Bezirksligisten TuS Sulingen II hütet. Yanik Klenke (22) als Nummer eins, dahinter Nachwuchskeeper Fabian Klenke (19). „Ich hatte damals den Verdacht, dass er es mit Absicht getan hat, um an dem Tag selbst im Tor zu stehen“, scherzt Yanik Klenke: „Ich habe das Spiel aber durchgezogen, obwohl ich vor dem Anpfiff noch brechen musste. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mir der Schädel noch Tage nach dem Spiel weh tat.“

Mittlerweile sind die Kopfschmerzen verflogen. Und auch mit der Rollenverteilung kommen die Geschwister gut zurecht. „Früher hätte ich mir es nicht vorstellen können, mit meinem Bruder in einem Team zu spielen. Da hätten wir uns gegenseitig wohl zur Weißglut gebracht. Aber mittlerweile sind wir ja auch älter geworden. Heute ist es ein schönes Gefühl, mit seinem Bruder zusammenzuspielen“, betont Yanik Klenke: „Doch wenn wir mal verlieren, dann bekomme ich auch mal den einen oder anderen Spruch von Fabian reingedrückt.“ Das bleibe eben nicht aus, stichelt Fabian Klenke: „Aber jetzt mal im Ernst: Ich finde es super, mit Yanik zusammenzukicken. Ich kann noch so viel von meinem älteren Bruder lernen. Yanik ist immer für mich da – auf und neben dem Platz. Das ist einfach schön.“

Dagegen schätzt Yanik Klenke die unaufgeregte Art seines jüngeren Bruders: „Er ist ein richtiger Ruhepol. Ihn bringt so schnell nichts aus dem Konzept. Ich bin da schon aufgedrehter, impulsiver. Insofern kann ich mir noch einiges von Fabian abschauen.“ Zudem hat Yanik Klenke einen weiteren Punkt ausgemacht, warum es gut sei, mit seinem Bruder in einer Mannschaft zu spielen: „So habe ich immer ein Auge auf meinen kleinen Bruder und weiß, dass er in der Zeit, in der wir zusammen sind, keinen Mist baut.“

Trotz des Konkurrenzkampfes haben beide den höchsten Respekt voreinander. Gerade auch, was das Fußballerische betrifft. „Fabian hat in den vergangenen Jahren einen enormen Entwicklungsschritt hingelegt. Er hat ein super Stellungsspiel und ist in Eins-gegen-eins-Situationen bärenstark. Mit seinen 1,86 Metern hat er aber auch den Körper dazu. Da kann ich mir von ihm noch einiges abschauen.“ Auch Fabian spart nicht mit Komplimenten: „Ich schätze an Yanik vor allem seine Sprungkraft und Beweglichkeit. Wie er die Bälle aus den Ecken und Winkeln kratzt, ist schon beeindruckend.“ Woraufhin sein Bruder sofort stichelt: „Wenn du mal im Training zuhören würdest, dann könntest du es auch.“

Sticheleien hin oder her: Für die kommende Bezirksliga-Spielzeit haben sich die beiden Torhüter einiges vorgenommen. So streben sie einen Tabellenplatz unter den ersten fünf Mannschaften an. Und für die beiden ist natürlich eines ganz wichtig. „Am Ende wollen wir auf jeden Fall vor dem FC Sulingen stehen, das ist doch klar“, spricht das Brüderpaar fast wie im Chor.

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