Doppelpack beim Wetscher 2:1 in Sulingen / In einer Woche Titel-Showdown mit Steimbke

Das unglaubliche Krause-Comeback

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Letztes Heimspiel: Nach acht Jahren verlässt Benjamin Barth (re.) den FC Sulingen und wechselt zum Stadtrivalen TuS Sulingen. Vom FC-Chef Lars Grunert (li.) gab’s zum Abschied ein Präsent.

Kreis-Diepholz - Von Gerd Töbelmann. SulingenKreis-Diepholz - Von Gerd Töbelmann. Mehr Spannung geht fast nicht. Erst am letzten Spieltag in einer Woche wird sich entscheiden, wer Meister der Fußball-Bezirksliga wird und in die Landesliga aufsteigt. Durch das gestrige 2:1 (1:1) beim FC Sulingen verteidigte der TSV Wetschen sein kleines Polster von nur einem Punkt vor Verfolger Steimbke, der Wietzen mit 8:0 vom Platz fegte. Während Wetschen am letzten Spieltag den TV Stuhr empfängt, geht es für die Steimbker nach Hoya.

Mann des Tages bei Wetschen war Andre Krause. Der Mittelfeldmann war lange verletzt, wagte gestern Nachmittag jedoch ganz allein eine Laufeinheit auf dem Sportplatz, rief danach Trainer Thomas Otte an und gab grünes Licht. „Ich habe erst an einen Scherz gedacht“, erklärte Otte – beorderte seinen Mittelfeldmotor aber Stunden später in die Startelf. Mit bombastischem Erfolg, denn Krause war mit zwei Toren der Matchwinner.

Wie schon beim 1:2 zuletzt gegen Sudweyhe hatte Wetschen jedoch einen Fehlstart erwischt. Bereits nach drei Minuten leistete sich Lars Schulze einen schlimmen Stockfehler, so dass Sulingens Patrik Siebert an den Ball kam, Keeper Kai Winkler überwand und das 1:0 bejubelte.

Im Gegensatz zum Sudweyhe-Match dauerte die Lethargie der Gäste jedoch keine 45 Minuten. Bereits neun Minuten nach dem Rückstand war Krause zur Stelle und jagte das Spielgerät aus halblinker Position mit links zum 1:1 ins lange Eck – da war FC-Keeper Patrick Kühn absolut chancenlos. Unmittelbar vor dem Wechsel hatte Steffen Winkler das 2:1 auf dem Fuß, doch diesmal bekam Kühn die Fäuste hoch und boxte das Leder ins Feld zurück.

Nach der Pause wurde es dann ein echtes Spitzenspiel. „Wir waren mit Wetschen auf Augenhöhe“, erklärte FC-Coach Stefan Rosenthal. In der 53. Minute war jedoch wieder Krause zur Stelle und spitzelte ein Zuspiel mit langem Bein zum 2:1 über die Linie. Als Kollege Benjamin Priesmeier nach Foulspiel die Ampelkarte sah (73.), entwickelte sich eine wahre Abwehrschlacht der Gäste. „Wir haben wirklich alles versucht und Druck ohne Ende gemacht“, befand Rosenthal. Doch zum Ausgleich langte es nicht mehr, so dass Wetschen nun als Tabellenführer in den Titel-Showdown geht.

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