Doppel-Erfolg im Abstiegskampf / Heiligenrode hat noch Chancen auf DM-Quali

TuS Sudweyhe macht zwei Schritte aus dem Schlamassel

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Carolin Rieckers (am Ball) vom Korbball-Bundesligisten TSG Seckenhausen-Fahrenhorst kam bei den zwei Niederlagen zu einem Korberfolg.

Syke - Von Sandra Hellmers. Es bleibt spannend in der Korbball-Bundesliga Nord: Mit zwei Siegen beim Spieltag in Laatzen feierte der TuS Sudweyhe Wiederauferstehung im Abstiegskampf. Eng wird es jetzt wieder für die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst. Heiligenrode unterlag Spitzenreiter Oldenbroker TV und rutschte wieder auf Platz vier ab. Mit einem Remis gegen Verfolger SG Findorff behielt der Oldenbroker TV weiter knapp die Tabellenführung, der TSV Ingeln-Oesselse steht kurz vor dem Abstieg.

TuS Sudweyhe - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 13:4 (5:4): In einer überaus wichtigen Partie im Kampf gegen den Abstieg rief der TuS Sudweyhe – ohne die erkrankten Nina von Weyhe und Miriam Rzepka, dafür mit Nachwuchshoffnung Bianca Moritz – endlich die Leistung ab, die gefragt war. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase mit einer 4:3-Führung für die TSG kam das Team von Alexander Mauz nach einer Viertelstunde so richtig in den Rhythmus. Nach dem Seitenwechsel wurde die TuS-Führung immer weiter ausgebaut. Die TSG hingegen baute ab. „Wir haben nach zwölf Minuten das Körbewerfen eingestellt“, erklärte Trainer Torsten Behrens konsterniert. Mit dem Erfolg machte Sudweyhe einen Schritt aus dem Schlamassel, während die TSG wieder tiefer hineingeriet.

TSV Barrien - TSV Ingeln Oesselse 10:7 (6:5): Für beide Mannschaften ging es um viel. Gastgeber Ingeln-Oesselse hatte eine Menge Fans aufgeboten, doch mit der aufgeheizten Atmosphäre kam Barrien gut zurecht. „Wir konnten sofort selbstbewusst ein flottes Umschaltspiel aufziehen“, freute sich Barriens Trainer Manfred Otto über den wachen Auftritt seiner Mannschaft. War Ingeln-Oesselse vor dem Seitenwechsel vor allem mit Kontern noch gefährlich, bekam Barrien dies nach dem Seitenwechsel besser in den Griff und setzte sich schließlich etwas deutlicher ab. „Ein verdienter Sieg in einem intensiven Bundesligaspiel“, urteilte Otto. Sein Team hielt mit dem Sieg die Abstiegszone auf Abstand.

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst - TSV Heiligenrode 3:10 (0:5): Der TSV wollte mit hohem Tempo in dieses Spiel gehen und setzte diese Vorgabe gut um. Schon früh lag die TSG vorentscheidend hinten, in Halbzeit zwei baute der TSV die Führung zur Freude von Trainerin Dagmar Schnelle weiter aus. „Wir waren heute völlig von der Rolle. Das ist unerklärlich, aber solche Tage hat man leider mal“, musste TSG-Trainer Behrens erkennen. Seine Mannschaft blickt mit nur einem Punkt Abstand auf den Abstiegsplatz in den Abgrund. „Aber wir haben noch alle Chancen, und die wollen wir am letzten Spieltag nutzen“, bleibt Behrens trotzdem optimistisch.

TSV Ingeln Oesselse - TuS Sudweyhe 11:19 (5:10): Auch gegen die Gastgeber konnte der TuS endlich sein wahres Leistungsvermögen zeigen. „Was wir heute gespielt haben ist das, was die Mannschaft mir regelmäßig im Training zeigt“, erkannte Coach Mauz. Die Deckung stand stabil und schaltete mit hohem Tempo um. Im Angriff blieb Sudweyhe stets geduldig und nutzte dann die Chancen eiskalt aus. Nach diesen beiden Siegen hat der TuS im Kampf gegen den Abstieg wieder einige Trümpfe in der Hand, auch wenn am letzten Spieltag noch schwere Kaliber warten.

TSV Barrien - TSV Thedinghausen 5:17 (3:10): Die Pflicht war für den TSV Barrien getan, nun sollte gegen den Tabellenvierten die Kür folgen. Doch leider war in diesem Spiel komplett die Luft raus. „Es gibt nichts zu beschönigen: Das war gar nichts“, kommentierte Manfred Otto knapp und ergänzte: „Wir müssen uns bei unseren treuen Fans für diesen blutleeren Auftritt entschuldigen.“

Heiligenrodes Aufholjagd kommt zu spät

Zu naiv, zu brav und ohne den nötigen Kampfgeist trat sein Team auf. Ein Sonderlob des Trainers verdiente sich Talent Fenna Alfke, die in der Ersten debütierte und die verletzte Maren Mühlenbruch gut vertrat. Mit einem Sieg gegen Verfolger TSG Seckenhausen-Fahrenhorst am letzten Spieltag kann Barrien den Klassenerhalt klarmachen.

Oldenbroker TV - TSV Heiligenrode 13:9 (7:2): Nur in der Anfangsphase blieb Heiligenrode dran. „Wir waren in der Abwehr nicht präsent genug“, tadelte Trainerin Schnelle. So konnte Oldenbrok bis zum Seitenwechsel schon weit davonziehen. Ganz dunkel sah es direkt nach der Pause aus – nach dem 2:9 drohte dem TSV sogar eine hohe Schlappe. „Aber dann ging ein Ruck durch das Team“, freute sich Schnelle über eine deutliche Steigerung, die Heiligenrode wieder auf 6:9 heran brachte. Nach einer Auszeit fand der OTV zurück ins Spiel und siegte am Ende sicher.

Heiligenrode verlor Platz drei, kann sich aber am letzten Spieltag in zwei Wochen in Brinkum noch Bronze und damit die DM-Qualifikation schnappen.

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