Bitterer Rückschlag im Kampf um die Playoff-Plätze

Werder verliert Marathon-Match 2:3

Wirkten niedergeschlagen:  Werders Hunor Szöcs (re.) und Marcelo Aguirre setzten das entscheidende Doppel in den Sand.
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Zufrieden sieht anders aus: Werders Hunor Szöcs (re.) und Marcelo Aguirre verloren das entscheidende Doppel.

Bitterer Rückschlag: Im Kampf um die ersten vier Playoff-Ränge verlor Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen gegen den Post SV Mühlhausen mit 2:3. Im entscheidenden Doppel kassierten Hunor Szöcs/Marcelo Aguirre eine Fünf-Satz-Niederlage.

  • Werders Abteilungsleiter Walter Meyer war bedient.
  • Mühlhausen brachte das bessere Nervenkostüm mit an die Weser.
  • Vize-Weltmeister Mattias Falck für die Gastgeber eine Bank.

Bremen – Dreieinhalb Stunden lang wogte das Match der Tischtennis-Bundesliga zwischen dem SV Werder Bremen und Post SV Mühlhausen am Sonntag hin und her. Und dann fiel die Entscheidung innerhalb von wenigen Augenblicken. Im entscheidenden Doppel stand es im fünften Satz zwischen den Bremern Hunor Szöcs/Marcelo Aguirre und dem Gäste-Duo Ovdiu Ionescu/Lubomir Jancarik 7:7. Und dann ging alles ganz schnell: Innerhalb von nur 30 Sekunden machte Mühlhausen daraus ein 11:8 und gewann das im Kampf um die Playoff-Plätze so wichtige Duell letztlich mit 3:2.

Werders Abteilungsleiter Walter Meyer war bedient. Beim Gang zum Auto meinte er in der Dunkelheit: „Die Jungs haben am Ende viel zu viel Risiko genommen.“ Und nach einer kleinen Pause fügte er noch hinzu: „Aber das lässt sich alles von außen so leicht erzählen. Im Tischtennis geht eben alles sehr schnell.“

Werders Trainer Cristian Tamas war natürlich auch nicht gerade begeistert vom Ausgang der Partie: „Jetzt gehen wir mit einem schlechten Gefühl in die kurze Weihnachtspause. Aber das ist schon bitter, dass wir so ein Marathon-Match am Ende verlieren. Jede Niederlage bringt uns natürlich weiter weg von den ersten vier Playoff-Rängen.“

Was gestern auffällig war: Mühlhausen hatte offenbar das bessere Nervenkostüm mit an die Weser gebracht. Alle drei gewonnenen Partien entschieden die Gäste erst im fünften Satz für sich. „Das hat heute wirklich gut geklappt. Das war aber heute auch eng“, stöhnte Mühlhausens Hüne Steffen Mengel. Der Deutsche Meister von 2013 misst immerhin für Tischtennisspieler atypische 1,90 Meter.

Wieder einmal eine Bank bei den Bremern war Vize-Weltmeister Mattias Falck. Der 29-jährige Schwede gewann (wie zuvor schon in Saabrücken) seine beiden Einzel gegen Ovidiu Ionescu (Rumänien) und den Österreicher Daniel Habesohn in vier Sätzen. „Ich habe zuletzt mit den Weltcup-Turnieren in China und Macao und den Bundesliga-Partien wirklich viel gespielt. Jetzt bin ich froh, dass wir eine kleine Pause haben. Schade, dass wir heute nicht gewonnen haben, aber Mühlhausen hat auch ein gutes Team beisammen“, sagte der Weltranglisten-Achte.

Leider konnten Falcks Kollegen gestern den Bock nicht umstoßen. Neben dem schon erwähnten Doppel verloren auch der Kasache Kirill Gerassimenko und Hunor Szöcs (Rumänien) ihre Partien. Szöcs führte gegen Habesohn schon mit 2:0 Sätzen, gab die folgenden Durchgänge aber ab und wirkte dabei nicht immer als Herr seiner eigenen Nerven. Immer wieder zuckte er mit den Schultern und blickte hilfesuchend zu Trainer Tamas herüber. Aber der konnte auch nicht helfen.

Gerassimenko kommt mit Mengels Aufschlägen nicht gut klar

Gerassimenko lieferte sich gegen Mengel einen tollen Fight, wirkte aber mit seiner Vorhand nicht so spritzig wie noch im letzten Heimspiel gegen Neu-Ulm, wo er beide Einzel gewonnen hatte. „Ich bin mit Mengels Aufschlägen heute nicht gut klar gekommen“, erklärte der 24-Jährige nach der Fünfsatz-Schlappe.

Falck bügelte diese zum 2:2 wieder aus, ehe das Doppel die Entscheidung bringen musste. Die Bremer Szöcs/Aguirre spielten einige Zauberbälle, machten aber auch leichte Fehler. Als es auf den Showdown zulief, waren die Gäste abgebrühter und mussten den Ball nur im Spiel halten.

Stenogramm

SV Werder Bremen - Post SV Mühlhausen 2:3: Mattias Falck - Ovidiu Ionescu 8:11, 11:3, 19:17, 13:11; Hunor Szöcs - Daniel Habesohn 11:7, 11:6, 8:11, 3:11, 7:11; Kirill Gerassimenko - Steffen Mengel 6:11, 11:9, 8:11, 11:9, 6:11; Mattias Falck - Daniel Habesohn 11:8, 12:10, 7:11, 11:6; Marcelo Aguirre/Szöcs - Ionescu/Lubomir Jancarik 11:9, 7:11, 11:5, 7:11, 8:11.

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