Startnummer 17: Denise Kleinert

Denise Kleinert

Die Heiligenroderin Denise Kleinert feierte mit dem DM-Titel im Doppel den größten Erfolg ihrer Karriere. - Foto: Westermann

Heiligenrode - Von Carsten Drösemeyer. Keine Frage, die Affinität zum Tischtennis kommt bei Denise Kleinert nicht von ungefähr. Schließlich ist die 41-Jährige in ihrer Familie von weiteren „Ping-Pong“-Enthusiasten umgeben: Ehemann Thorsten brillierte zu besten Zeiten in der Oberliga, Filius Daniel glänzt als Leistungsträger beim Regionalligisten TSV Schwalbe Tündern, und Tochter Emily geht für die Bezirksliga-Mädchen des TuS Sulingen auf Punktejagd.

„Wir sind eine reine Tischtennis-Familie“, schmunzelt die Nummer zwei des Verbandsligisten TSV Heiligenrode, mit dem sie unbedingt in die Oberliga zurückkehren möchte. „Schließlich waren wir vor drei Jahren noch in der Regionalliga. Dort gehörten wir sportlich nicht hin, aber die Oberliga muss unser Anspruch sein.“

Ein Ziel, das auch dank einer deutlich positiven Bilanz von Kleinert immer näher rückt. Heiligenrode steht dicht vor dem Gewinn der Herbstmeisterschaft und dürfte den Titel mit dem MTV Engelbostel-Schulenburg unter sich ausmachen. „Wir wollen unbedingt hoch. Entweder als Meister oder zur Not auch über den Umweg der Relegation“, redet die Bramstedterin Klartext.

Warum auch nicht? Angesichts ihrer Vita weiß die routinierte Angriffsspielerin schließlich, wovon sie redet. Seit Jahren sammelt Kleinert nämlich bei Turnieren Medaillen wie andere Leute Briefmarken. Diverse Kreis- und Bezirksmeistertitel gehen auf ihr Konto, und auch bei den Landesmeisterschaften schaffte sie schon den Sprung ins Viertelfinale und löste so das Ticket zur Norddeutschen Meisterschaft.

Ein ebenso großer Erfolg wie ein siebter Platz bei der Landesrangliste – doch überstrahlt werden all diese Triumphe vom Coup des vergangenen Jahres.

Mittlerweile 40 geworden, ging Kleinert auch auf Senioren-Ebene an den Start und räumte in grandioser Manier ab. Die Kreis- sowie Bezirksmeisterschaft durchlief sie nahezu konkurrenzlos und sorgte anschließend bei den Landesmeisterschaften für Furore. In Dinklage erkämpfte die 41-Jährige durch einen Viertelfinaltriumph über Joana Jerominek (TSV Watenbüttel) im Einzel die Bronzemedaille und schaffte so erstmals den Sprung zur Deutschen Meisterschaft. In der Ü 40-Konkurrenz zwar ganz sicher kein Zuckerschlecken, aber Kleinert überzeugte auch in Kassel auf ganzer Linie. Okay, das Einzel-Aus in der Runde der letzten 32 schmeckte ihr nicht wirklich („Da wäre mehr möglich gewesen.“), doch dafür lief es im Doppel an der Seite von Velitchka Wais (VfL Oker) wie geschmiert. Nicht umsonst galt Wais für Kleinert bereits im Vorfeld als ideale Partnerin: „Velitchka war die Beste im Feld und hat das durch ihr Einzel-Gold ja auch eindrucksvoll bestätigt. Mit ihr hatte ich mir schon etwas ausgerechnet.“ Eine Einschätzung, die sich schnell bewahrheiten sollte. Das niedersächsische Duo harmonierte auf Anhieb prächtig und zog souverän ins Finale ein. Silber war damit sicher, doch nun sollte es Gold sein. Gesagt, getan. Dank eines Viersatzerfolgs gegen Tatjana Michajlova/Katja Schmidt (PSV Oberhausen/BW Ottmarsbocholt) schnappte sich Kleinert den ersten Platz und damit die Deutsche Meisterschaft im Doppel. „Ganz sicher der bislang größte Moment in meiner Karriere. Gold bei einer DM holt man schließlich nicht alle Tage“, strahlte die Heiligenroderin. Alle Tage vielleicht nicht, aber Kleinert bastelt schon fleißig an ihrem zweiten Streich. Unlängst fügte sie ihrer Medaillensammlung bei den Senioren-Bezirksmeisterschaften in Harsum zwei weitere goldene im Einzel und Doppel (mit der Diepholzerin Jennifer Beckmann) hinzu, so dass die 41-Jährige nur noch einen Schritt von der erneuten Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften entfernt ist.

Ihren Titel mit Wais wird Kleinert dann allerdings zu ihrem Leidwesen nicht verteidigen können: „Velitchka verzichtet diesmal auf eine Teilnahme. Aber vielleicht finde ich ja eine ähnlich starke Partnerin.“ Durchaus möglich: Wer spielt schließlich nicht gerne mit einer Deutschen Meisterin zusammen.

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