Distelrath: „Die Luft brauchen wir jetzt“

Günter Distelrath
+
Günter Distelrath

Hannover – Günter Distelrath, Präsident des Niedersächsischen Fußball-Verbands (NFV), bezieht gegenüber dieser Zeitung Stellung zum NFV-Beschluss – und sagt, ob eventuell eine Verkürzung der Winterpause infrage kommt.

Welche Auswirkungen befürchten Sie durch die erneute Zwangspause?

Wenn es bei den vier Wochen bleiben sollte, hoffentlich keine allzu gravierenden. Um das zu erreichen, ist jetzt aber jeder und jede einzelne gefordert.

Warum gab es von der NFV-Spitze nicht den Beschluss, den Spielbetrieb – etwa wie in Bremen – ganzflächig sofort zu unterbrechen?

Wir haben uns im Präsidium die Entscheidung nicht leicht gemacht und sorgfältig Pro und Contra abgewogen. Letztlich hat den Ausschlag gegeben, dass wir uns zum einen stets an die Verfügungslagen gehalten haben – zum anderen auch den unterschiedlichen Ausgangslagen in unseren Kreisen Rechnung tragen und den Spielbetrieb dort ermöglichen wollten, wo es die Vorgaben zulassen.

Für wie realistisch halten Sie einen Re-Start ab Dezember? Und war es auch eine Überlegung, direkt einen Cut (wie im Handball) bis zum 31. Dezember zu machen?

Ob im Dezember wieder gespielt werden kann, hängt im Wesentlichen davon ab, ob die verordnete Vier-Wochen-Therapie, wie Markus Söder es formuliert hat, anschlägt oder nicht. Sprich, von der Entwicklung der Infektionszahlen und der daraus resultierenden Verfügungslage. Zudem kommt es natürlich auf die Wetterlage an. Wenn Wetter und Verfügungslage es erlauben, sehe ich derzeit keinen Grund, warum wir nicht unter den Auflagen, die uns die Corona-Situation abverlangt, spielen sollten. Aber wir sollten abwarten und erst dann – wie wir es immer getan haben – auf Basis der vorliegenden Fakten eine neue Bewertung der Situation vornehmen.

Gibt es Gedankenspiele, die Winterpause zu verkürzen und eher wieder anzufangen, um einigermaßen im Spielplan zu bleiben?

Der Begriff Winterpause passt für diese Serie ohnehin nicht mehr. Unsere Spielausschüsse haben vor Saisonbeginn sehr weitsichtig gehandelt, indem sie für viele unserer Staffeln die sogenannte „2 x 2-Lösung“ eingeführt haben. Die Teilung der Ligen, zum Beispiel in Nord und Süd. Dadurch haben wir jetzt ein bisschen Luft, die wir angesichts des nun bevorstehenden vierwöchigen Lockdowns auch dringend brauchen. Wenn es bei den vier Wochen bleibt und uns dann nicht das Wetter einen Streich spielt, können wir im Spielplan bleiben.  mr

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Lamberts Bay ist mehr als ein Fischerort

Lamberts Bay ist mehr als ein Fischerort

Wie fleischfressende Pflanzen Fleisch fressen

Wie fleischfressende Pflanzen Fleisch fressen

Spektakuläre Grottenschau im Gletschereis der Walliser Alpen

Spektakuläre Grottenschau im Gletschereis der Walliser Alpen

BVB nach Remis gegen Lazio Rom im Achtelfinale

BVB nach Remis gegen Lazio Rom im Achtelfinale

Meistgelesene Artikel

„Treffen mit der Familie fehlen mir am meisten“

„Treffen mit der Familie fehlen mir am meisten“

„Treffen mit der Familie fehlen mir am meisten“
Rehden-Trainer Golombek: „Wir sind ein 
richtig geiler Haufen“

Rehden-Trainer Golombek: „Wir sind ein richtig geiler Haufen“

Rehden-Trainer Golombek: „Wir sind ein richtig geiler Haufen“
Werder baut auf Vizeweltmeister Falck

Werder baut auf Vizeweltmeister Falck

Werder baut auf Vizeweltmeister Falck
Ex-Triathlet Andreas Reinert bereut sein frühes Karriereende absolut nicht

Ex-Triathlet Andreas Reinert bereut sein frühes Karriereende absolut nicht

Ex-Triathlet Andreas Reinert bereut sein frühes Karriereende absolut nicht

Kommentare