Distanzschuss des Heiligenfelders kippt das Spiel gegen den FC Sulingen

Dickmanns Kracher – 4:1

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Eng dran an Sulingens Jens Grunert (li.) und in der 58. Minute Schütze einen Traumtores zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung: Heiligenfeldes Tobias Dickmann (re.).

Heiligenfelde - Begleitet von dröhnenden Bässen aus der mobilen Musikanlage hielten die Fußballer des SV Heiligenfelde gestern rund eine dreiviertel Stunde nach dem Abpfiff gut gelaunt, frisch geduscht und im Gänsemarsch Einzug im Vereinsheim. Fertigmachen zum Feiern lautete die Parole nach dem 4:1 (1:1)-Heimsieg in der Fußball-Bezirksliga gegen den FC Sulingen.

„Wir haben verdient gewonnen, auch wenn der Sieg am Ende vielleicht um ein oder zwei Tore zu hoch ausgefallen ist“, sagte Heiligenfeldes Co-Trainer Frank Janshen, „das Ergebnis spiegelt nicht die Leistung der Sulinger wider. Sie haben sich hier teuer verkauft und ein richtig gutes Spiel gezeigt.“ Doch dafür konnten sich die Gäste am Ende nichts kaufen – und daher konstatierte FC-Trainer Pedro Pinheiro: „Ich bin schon ziemlich gefrustet, denn wir haben insgesamt doch zu viel hergeschenkt.“

Wie in der 14. Minute, als die Gäste den Ball in der Vorwärtsbewegung verloren, Heiligenfelde schnell umschaltete und nach Vorlage von Joshua Brandhoff durch Janek Piontek zur 1:0-Führung kam. In der 33. Minute das gleiche Spiel – nur auf der anderen Seite. Diesmal verloren die Gastgeber den Ball im Spielaufbau, Jens Grunert fackelte nicht lange und zog aus 16 Metern ab; SVH-Keeper Christian Gerlach ließ den Ball nur abprallen, Patrick Langhorst war zur Stelle und staubte zum 1:1 ab. „Ich wollte den Schuss aufnehmen, war aber einfach nicht schnell genug unten“, räumte „Fuxx“ Gerlach später ein: „Dann ist mir der Ball ans Knie und von dort nach vorn weg gesprungen.“

Ein Gegentor, das Heiligenfelde überhaupt nicht schmeckte. „Wir haben plötzlich den Faden verloren, Sulingen kam immer besser ins Spiel“, räumte Janshen ein. Doch alle Bemühungen des FC Sulingen, nur den Führungstreffer zu erzielen, waren nicht von Erfolg gekrönt. „Es waren aber keine hochkarätigen Chancen dabei“, berichtete Janshen.

Zwar nahmen sich die Gastgeber nach dem Wechsel vor, jetzt wieder etwas mutiger nach vorn zu spielen, doch Sulingen ließ das nicht zu. „Unser Vorhaben hat nicht so funktioniert, weil der FC Sulingen sehr gut begonnen und uns in unserer Hälfte beschäftigt hat“, räumte Janshen ein. So half gestern dann auch das Quäntchen Glück dem SVH aus der Bredouille: In der 58. Minute jagte Tobias Dickmann nach Ablage von Piontek einen 22-Meter-Schuss in den Winkel. „Der passte genau“, freute sich Janshen, während FC-Coach Pinheiro seufzte: „Das Tor fiel aus dem Nichts.“

Dickmanns Sonntagsschuss brachte Heiligenfelde wieder ins Spiel. Sulingen versuchte zwar, erneut den Ausgleich zu erzielen, doch nach einem Missverständnis in der Sulinger Abwehr erhöhte Brandhoff auf 3:1 (82.). Per Konter setzte der eingewechselte Oliver Meyer sogar noch einen drauf – 4:1 (90.). Platz zwei war damit souverän verteidigt. Die Party konnte beginnen.

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