Neun Tore gehen zum Saisonauftakt auf das Konto des Brinkumer Sturmduos

Dikollari und Brandhoff filettieren Grolland – 11:0

Hoch, höher – Joshua Brandhoff: Brinkums Neuzugang erzielte von vier Toren zwei mit dem Kopf. - Foto: Flügge

Brinkum - Von Arne Flügge. Detlef Allroggen macht stets einen guten Job. Doch wenn sich selbst der wortgewaltige Stadionsprecher des Brinkumer SV verhaspelt und mit dem Zählen der Tore durcheinander kommt, dann muss auf dem Platz schon etwas Besonderes passiert sein. In der Tat spielten sich Freitagabend am Brunnenweg außergewöhnliche Szenen ab.

Im Saisoneröffnungsspiel der Fußball-Bremen-Liga fertigte Brinkum einen bedauerns- und bemitleidenswerten TSV Grolland ohne Gnade nach allen Regeln der Kunst mit 11:0 (6:0) ab, wobei die Stürmer Saimir Dikollari mit fünf Toren und Joshua Brandhoff mit vier Treffern die Bremer fast im Alleingang filettierten.

„Wir waren alle vor dem Spiel ein bisschen nervös“, räumte BSV-Trainer Walter Brinkmann ein, der persönlich natürlich einen besseren Start als Brinkumer Coach nicht hätte haben können: „Unsere Vorbereitung war nicht ganz optimal. Ich freue mich aber, dass die Jungs auf den Punkt topfit sind, dass sie erkannt haben: Wir wollen etwas reißen.“

„Wir haben vorne zwei unglaubliche Killer“

Und das zeigte Brinkum von der ersten Minute an, ließ Grolland nicht die Luft zum Atmen. Nach drei Minuten köpfte Brandhoff einen langen Einwurf von Kapitän Jannik Bender zum 1:0 in die Maschen, ehe erneut Brandhoff nach feinem Pass von Tamino Kröger per Flachschuss eiskalt zum 2:0 vollstreckte (10.). Es dauerte nicht lange, ehe dann auch Dikollari seinen ersten großen Auftritt hatte, als er eine scharfe Hereingabe von Kröger zum 3:0 (18.) verwertete. Und als dann erneut Brandhoff nach einer tollen Rechtsflanke von Malik Gueye per Kopf auf 4:0 erhöhte (19.) und kurz darauf Dikollari eine Hereingabe von Dimitri Koroshun zum 5:0 über die Linie drückte, war die Partie nach 22 Minuten bereits entschieden. Acht Minuten vor der Pause glich dann Dikollari zum 3:3 aus. Freilich nur im privaten Torduell mit Kollege Brandhoff. Der 6:0-Pausenstand ließ selbst den fetten Regenschauer vergessen.

„Sicherlich sind wir auf einen Gegner getroffen, der sich am Ende der Saison in den unteren Regionen wiederfinden wird“, sagte Coach Brinkmann. Doch das sollte die Topleistung seiner Mannschaft auf keinen Fall schmälern. „Wir haben ausschließlich Zuckertore erzielt. Und es ist bemerkenswert, wie wir sie herausgespielt haben“, jubelte Brinkmann, „wir waren schnell, zielgerecht und haben sehr gut umgeschaltet. Und vorn hatten wir zwei unglaubliche Killer.“

Freilich waren Dikollari und Brandhoff damit gemeint. Und beide hatten noch nicht genug. In der 49. Minute drückte Neuzugang Brandhoff (kam vom Bezirksligisten SV Heiligenfelde) die Kugel zum 7:0 über die Line. Da ließ sich Dikollari nicht lange bitten und markierte nach Vorarbeit des sowohl offensiv- als auch defensivstarken Rechtsverteidigers Gueye ebenfalls sein viertes Tor – 8:0 (60.).

„Die Tore geben mir ein gutes Gefühl“

Für Brandhoff war kurz danach Feierabend. „Für mein erstes Bremen-Liga-Spiel war das doch ganz okay, oder?“, fragte der 24-Jährige schmunzelnd. Und fügte an: „Ich war überrascht, in der Startelf zu stehen. Und dann gleich vier Tore zu machen, gibt mir ein gutes Gefühl. Die Umstellung von der Bezirksliga auf die Bremen-Liga war schon groß. Aber es macht mir unheimlich Spaß.“ Wie auch das Zusammenspiel mit Sturmkollege Dikollari. „Saimir hat unheimlich viel Erfahrung. Mit so einem geilen Spieler auf dem Platz zu stehen, ist einfach super. Ich kann als Stürmer unheimlich viel von ihm lernen.“

Lob gab’s für Brandhoff auch von seinem Trainer. „Joshi braucht das Vertrauen. Und das geben wir ihm. Er hat in der Vorbereitung gut gearbeitet und sich gequält. Er hatte sich diesen Einsatz verdient“, sagte Brinkmann.

Womit die Geschichte des Spiels aber noch nicht endgültig erzählt ist. Tamino Kröger belohnte sich in der 66. Minute für seine starke Leistung im Mittelfeld mit dem 9:0. „Endlich mal ein anderer“, war von Brinkums Bank kichernd zu hören. Mit einem direkten Freistoß knackte schließlich Marcel Brendel die Zehn-Tore-Marke (88.), ehe Dikollari mit seinem fünften Tor des Abends zum 11:0 (90.) und den internen Torewettkampf mit Brandhoff doch noch mit 5:4 für sich entschied. „Ein schönes Spiel“, grinste Brinkmann.

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