Wagenfelds Coach vom Höhenflug seiner Truppe etwas überrascht / Ein Auge auf Schalke

Dikhtyar vertraut den Nadelstichen

Ist erst kurz da, aber dennoch fühlt sich Sergiy Dikhtjar in Wagenfeld sehr wohl.
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Ist erst kurz da, aber dennoch fühlt sich Sergiy Dikhtjar in Wagenfeld sehr wohl.

Fußball-Bezirksligist TuS Wagenfeld hat momentan einen Lauf: Nach fünf Siegen in Folge liegt das Team von Trainer Sergiy Dikhtyar in der Südstaffel als Tabellendritter nur noch drei Pünktchen hinter dem Zweiten FC Sulingen und damit dem Ticket zur Meisterrunde zurück. Wie er sich diesen Aufschwung erklärt – und ob er bei seinem neuen Club schon heimisch geworden ist, verrät der 46-jährige Coach im folgenden Gespräch.

Herr Dikhtyar, hätten Sie vor der Saison mit einem solchen Einstand gerechnet?

Ewas unerwartet kommt es für mich schon. Natürlich hatte ich auf eine schnelle Entwicklung gehofft, aber die Jungs haben mich bislang doch positiv überrascht.

Wie erklären Sie sich denn die jüngste Siegesserie?

Ich denke, unsere Systemumstellung trägt mittlerweile Früchte. Eigentlich liebe ich ja ballorientierten Angriffsfußball mit aufrückenden Verteidigern.

Kommt jetzt ein „aber“?

Richtig. So haben wir anfangs gespielt und sind regelmäßig in Konter gelaufen. Deshalb setze ich ich mittlerweile auf eine stabile Defensive und nadelstichartige Angriffe.

Spieltagstipp: Von Sergiy Dikhtyar

TuS Wagenfeld - SG Diepholz 2:1

TuS Lemförde - FC Sulingen 0:2

TuS Sulingen II - Komata Nienburg 0:2

TuS Drakenburg - SV Steimbke 0:4

Erklärt sich so auch die mit nur 13 Treffern zweitschwächste Offensive der Staffel?

Nicht komplett. Sicherlich legen wir mittlerweile deutlich mehr Wert auf eine kompakte Abwehr und kommen deshalb zu weniger Torchancen. Aber in Jannik Kläning und Roman Esanu fehlen auch schon länger unsere abgezocktesten Angreifer.

Aber blutet dem Ex-Stürmer von Schalke 04 angesichts von nur 13 erzielten Toren nicht etwas das Herz?

Den Vollblutstürmer Dikhtyar stört es vielleicht, aber der Trainer Dikhtyar freut sich über den Erfolg. Als Coach ist mir ein 1:0 viel lieber als ein 5:5-Spektakel.

Der Erfolg gibt Ihnen ja auch Recht. Momentan fehlen nach dem jüngsten 2:1-Coup beim FC Sulingen nur noch drei Zähler zur Meisterrunde. Wird in Wagenfeld vielleicht schon insgeheim von der Landesliga geträumt?

(schmunzelt) Träumen ist immer erlaubt. Realistisch betrachtet ist allerdings die Qualität von Steimbke und dem FC Sulingen einfach noch höher. Unser Ziel bleibt unverändert der dritte Platz.

Vor der Saison bezeichneten Sie den TuS Wagenfeld als gut geführten Verein mit Potential. Hat sich dieser Eindruck mittlerweile verfestigt?

Auf jeden Fall. Ich bin ja nun schon über zwei Monate hier und fühle mich in Wagenfeld ausgesprochen wohl. Der TuS ist ein toller Club mit einem super Umfeld.

Wäre für Sie demnach eventuell auch ein langfristiges Engagement denkbar?

Ich plane nie weit in die Zukunft hinein. Deshalb kann ich die Frage aktuell nicht seriös beantworten. Aber ich kann sagen, dass es mir in Wagenfeld richtig, richtig gut gefällt. Momentan spricht überhaupt nichts für einen Vereinswechsel nach dieser Saison.

Obwohl ein Ex-Profi doch ein ganz anderes Arbeiten gewohnt sein dürfte. Wundern Sie sich nicht, wenn für Ihre Spieler oftmals private Dinge im Vordergrund stehen?

(schmunzelt) Ich war ja schon mal kurz Spielertrainer in Barver in der Kreisklasse. Natürlich muss ich Abstriche machen. Fußball steht hier auf dem Dorf halt nicht immer an allererster Stelle. Aber die Jungs ziehen im Training voll mit und waren schon bei meinem Amtsantritt konditionell topfit. Sicherlich auch dank der guten Arbeit meines Vorgängers Jörg Rodewald.

Eine letzte Frage noch. Fiebern Sie weiterhin mit Ihrem Ex-Verein FC Schalke 04?

Das ist natürlich so. Ich werde immer ein großer Schalke-Fan bleiben. Hoffentlich steigen sie bald auf. Schalke gehört einfach in die 1. Bundesliga.

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