Rehdener Spielkunst bezwingt Oyther Kampfkraft – 5:2

Dikhtiar diktiert dramatisches Derby

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Er lebe hoch: Der überragende Sergej Dikhtiar wurde nach seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 ausgiebig vom Teamkollegen Christian Schiffbänker gefeiert.

Kreis-Diepholz - Aus Oythe berichtet Björn Knips · Ab jetzt gilt: Das Aufeinandertreffen der Oberligisten VfL Oythe und BSV Rehden ist ein echtes Derby. Denn was sich gestern im Oyther Stadion vor 800 (!) Zuschauern trotz Dauerregens abspielte, hatte alles, was ein Fußballer-Herz höher schlagen lässt und eben nur bei Duellen zwischen Nachbarn möglich ist. Nach einer dramatischen Partie setzten sich die spielerisch überlegenen Gäste mit 5:2 (1:1) gegen aufopferungsvoll kämpfende Platzherren durch und kletterten auf Platz vier.

„Das war ein tolles Spiel, davon lebt der Amateur-Fußball“, jubelte BSV-Coach Uwe Brunn – und war nicht nur von der „phantastischen Atmosphäre“, sondern auch von der Leistung seiner Mannschaft begeistert: „Wir haben klasse gespielt und auch die dummen Rückschläge super weggesteckt.“

Von Beginn an hatten die Rehdener das Kommando übernommen und einen gefühlten Ballbesitz von 80 Prozent. Doch das erste Tor erzielten völlig überraschend die Gastgeber. Nach einem Ballverlust von Manuel Meyer vollendete Raphael Dornieden einen rasanten Konter zum 1:0 (31.). Und es hätte noch besser für den Aufsteiger laufen können: Einen Schuss von Tim Wernke ließ Rene Damerow erst durchrutschen; die Oyther jubelten schon, doch irgendwie bekam der BSV-Keeper die Kugel doch noch zu packen. Damit nicht genug: Im direkten Gegenzug markierte Mehmet Koc nach feiner Vorarbeit von Sergej Dikhtiar den Ausgleich (45.). „Das war der Knackpunkt. Statt mit einem 2:0 gehen wir mit einem 1:1 in die Pause“, ärgerte sich VfL-Coach Dietmar Schlärmann.

Sein Team bewies allerdings jede Menge Moral und steckte sogar das schnelle 1:2 durch Dikhtiar (48., Flugkopfball nach Flanke von Alexander Burgardt) weg. Denn nur zehn Minuten später sorgte Markus Dieluweit per Kopf für den Ausgleich. Eine Überraschung lag in der Luft. Doch vor allem ein Rehdener machte dem schnell einen Strich durch die Rechnung: Sergej Dikhtiar. Der Ex-Profi war einfach nicht zu stoppen – oder wie in der 63. Minute nur durch ein Foul von Manuel Engelmann. Der sehr gute Schiedsrichter Tim Kayser aus Rastede zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. „Eine richtige Entscheidung“, wie selbst VfL-Trainer Schlärmann gestand. Rehdens Burgardt ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen – 3:2.

Oythe probierte alles, doch dem Aufsteiger fehlten einfach die spielerischen Mittel. Die besitzt der BSV fast schon im Überfluss. Es ist einfach klasse anzuschauen, wie Dikhtiar und Co. einen Gegner beherrschen und auseinander nehmen können. Nur mit der Chancenverwertung war das so eine Sache. Deshalb dauerte es bis zur 84. Minute, ehe Christian Schiffbänker nach perfekter Vorarbeit von Maarten Schops für die Entscheidung sorgte – 4:2. Zwei Minuten später erhöhte Meyer per Hacke nach einem etwas verunglückten Dikhtiar-Schuss sogar noch auf 5:2.

„Der Rehdener Sieg geht absolut in Ordnung, ist nur etwas zu hoch ausgefallen“, lautete Schlärmanns Fazit. Mann des Tages Dikhtiar sah’s genauso und schwärmte: „Uns zeichnet es einfach aus, dass wir an uns glauben und immer gewinnen wollen.“

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