Dieter Plaggemeyer als Fußball-Chef verabschiedet / Henze neuer Kreis-Boss

Unter Applaus abgedankt

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Erste Amtshandlung des neuen Fußballkreis-Vorsitzenden Andreas Henze (l.): Er schlug den Kreistags-Delegierten die Wahl des nicht wieder angetretenen Kreis-Bosses Dieter Plaggemeyer (vorn, mit seiner Frau Edith neben ihm) zum Ehrenvorsitzenden vor. So kam’s – einstimmig wie bei jedem anderen Votum des Tages. Die frisch gewählten Vorstandsmitglieder Anja Hartmann (Schriftführerin), Peter Miklis (neuer stellvertretender Kreisvorsitzender, 3.v.l.) sowie der wiedergewählte stellvertretende Vorsitzende Heinz Dumke (3.v.r.) und der bestätigte Schatzmeister Gerhard Dieckhoff dankten Plaggemeyer für seine 21 Jahre an der Spitze.

Rehden - Um 15.46 Uhr hatte es Dieter Plaggemeyer am Samstagnachmittag geschafft. Kurz zuvor hatten die Delegierten dem Vorsitzenden des Fußball-Kreises Diepholz und seinen Vorstandskollegen im Saal der Rehdener Ratsstuben stehend applaudiert, dem Führungsgremium Entlastung erteilt und Andreas Henze, zuvor einer seiner beiden Stellvertreter, zum neuen Kreis-Boss der Kicker gewählt. Plaggemeyer umarmte Henze, schüttelte einige Hände – und trat ab. Aus freien Stücken. Schon vor einem Jahr hatte der heute 67-Jährige angekündigt, nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidieren zu wollen.

Nach 30 Jahren in verschiedenen Ehrenämtern des Kreisverbands, die letzten 21 davon als Vorsitzender, wollte der pensionierte Lehrer seinen Zeitpunkt des Abschieds selbst bestimmen, ehe es „hinter meinem Rücken andere tun“, wie er mal gesagt hat. Auch aus diesem Grund ging der Kreistag in seinem Wohnort Rehden über die Bühne – „ein Heimvorteil für mein letztes Spiel“, wie der Vater zweier erwachsener Töchter in seiner Begrüßung meinte: „Und ich hoffe, ihr spielt mir für dieses Spiel gut die Bälle zu“, wünschte er sich von den Stimmberechtigten.

Das taten sie – mit den einhelligen Wiederwahlen oder vorgeschlagenen Neuwahlen der Funktionsträger (siehe Extra-Text). Ihnen und den Vereinen hinterlässt der scheidende Chef ein gut bestelltes Feld. Nicht nur in finanzieller Hinsicht, wie die Zuhörer nach dem Kassenbericht samt Haushaltsplänen für die kommenden drei Jahre von Schatzmeister Gerhard Dieckhoff erfuhren. „Die Mannschaftszahlen im Kreis sind stabil geblieben“, stellte Plaggemeyer in seinem Rückblick klar. Damit hatte er mit Blick auf den Erwachsenenbereich allerdings Unrecht: Spielausschuss-Vorsitzender Michael Steen erläuterte während der Planungen für die neue Saison, dass ihm bei den Männern die Meldungen von 113 11er-Teams und 20 7er-Teams vorlägen – „das sind je zwei mehr als vorher.“ Bei den Frauen spielen künftig 20 11er- und drei 7er-Mannschaften, drei mehr als in der abgelaufenen Serie.

Nun komme es laut Plaggemeyer darauf an, die Euphorie des deutschen WM-Titels auch für die Basis zu nutzen, neue Aktive für „die schönste Nebensache der Welt“ zu begeistern. Dafür brauche es wiederum neue freiwillige Helfer, die in den Clubs und Teams Verantwortung übernähmen – etwa als Betreuer. „Ich weiß, dass es nicht leicht ist, Mitmenschen zu motivieren, sich für andere einzusetzen. Jedoch ist jeder in unserer Gesellschaft auf das Miteinander angewiesen. Man kann nicht nur nehmen, sondern das Geben gehört auch dazu.“

Dieter Plaggemeyer hat diesbezüglich viel gegeben. Das wurde aus den vielen Gastreden zu seinem Abschied deutlich. Der derart Gelobte genoss im Stillen, stellte allerdings klar, dass er dies ohne seine „persönliche Referentin“, Ehefrau Edith, nicht hätte leisten können. Auch sie bekam ein Präsent, ihr Gatte allerdings davon deutlich mehr – unter anderem am Ende die spontan von Amtskollege Michael Brede verliehene goldene Ehrennadel des benachbarten Fußballkreises Nienburg und – nach ebenfalls per Applaus von allen Anwesenden im Stehen gefassten Votum – die Würde des Ehrenvorsitzenden im Kreis Diepholz.

ck

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