Burdenski über Lizenz-Entzug des Brinkumer SV

„Es ist einfach erschreckend“

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Dieter Burdenski

Brinkum - Von Arne Flügge. Seit Jahren engagiert sich Dieter Burdenski für den Brinkumer SV. Die Werder-Legende unterstützt den Bremen-Ligisten mit ihren Kontakten und ihrem Namen bei der Suche nach Sponsoren. Der Lizenzentzug der Brinkumer traf den 64-Jährigen gestern mit voller Wucht. „Ich bin geschockt, es ist erschreckend, wie so etwas passieren konnte“, seufzt Burdenski im Interview.

Herr Burdenski, was war Ihre erste Reaktion?

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Dieter Burdenski: Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Ich war total überrascht. Ich habe kein Statutenwissen und kenne mich mit den Paragraphen nicht aus. Das war auch nie mein Thema. Es sind für mich böhmische Dörfer. Meine Aufgabe ist es, dem Verein grundsätzlich zu helfen, Sponsoren zu finden. Aber das Ganze ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich bin geschockt. Es ist einfach erschreckend, wie so etwas passieren konnte.

Hätte der Verband früher reagieren und informieren müssen?

Burdenski: Vielleicht hätte man tatsächlich sagen müssen: ,Hey, passt auf, dass da nichts passiert‘. Der Verband hat doch auch eine gewisse Fürsorgepflicht gegenüber den Vereinen.

Allerdings hätten auch die Vereinsverantwortlichen über die Statuten Bescheid wissen müssen.

Burdenski: Ich weiß nicht, wer das zu verantworten hat. Und ich weiß nicht, wie so etwas zustande kommen konnte. Das müssen Sie die Leute fragen, die sich mit den Statuten auskennen sollten.

Sie wirken sehr geschockt.

Burdenski: Klar bin ich das. Von was sprechen wir denn jetzt? Wir haben die beste Mannschaft, die Brinkum je hatte. Wo sollen die Jungs jetzt spielen? Wir haben einen neuen Trainer und viele gute neue Spieler geholt. Was passiert jetzt? Soll so eine Mannschaft in der Landesliga spielen? Da liegen doch Welten dazwischen.

Werden Sie Ihr Engagement beim Brinkumer SV jetzt einstellen oder zumindest überdenken?

Burdenski: Es ist noch viel zu früh, das abschließend zu beurteilen. Aber es macht keinen Sinn, sich unterklassig zu engagieren. Denn ich war immer ein Verfechter des Erfolges. Ich muss jetzt erst einmal alle Details wissen. Das ist alles sehr neu. Und dann sehen wir, was am Ende dabei herauskommt.

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