Dieter Burdenski sorgt seit mehr als zehn Jahren für den Etat des Brinkumer SV

„Gern mal den Pokal holen“

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Der größte Traum für Dieter Burdenski wäre es, mit Brinkum einmal den Landespokal zu gewinnen und im DFB-Pokal mitzumachen.

Brinkum - Von Gerd Töbelmann. Er hält sich zwar stets im Hintergrund, aber ohne ihn geht nichts beim Fußball-Bremen-Ligisten Brinkumer SV. Dieter Burdenski sorgt schon seit mehr als einem Jahrzehnt durch Beschaffung von Sponsorengeldern dafür, dass der Etat der Mannschaft gedeckt ist. Wie sehr ihn die Niederlage im Finale des Landespokals genervt hat und wie er die Aussichten des BSV sieht, verriet uns der 64-jährige Ex-Profi des SV Werder im Interview.

Haben Sie den Frust vom verlorenen Landespokal-Finale gegen den Bremer SV schon verdaut?

Dieter Burdenski: Das war eine große Enttäuschung. Vor allem deshalb, weil wir weit unter unseren Möglichkeiten gespielt haben. So eine Chance gibt es nicht oft.

Wie wichtig wären bei einem Sieg die Einnahmen aus dem DFB-Pokal gewesen?

Burdenski: Absolut wichtig. Ein Erfolg hätte die Verhandlungen mit potenziellen Sponsoren sehr erleichtert.

Seit vielen Jahren kümmern Sie sich schon um den Brinkumer Etat. Wie schwer ist das, wenn man bedenkt, dass die Zuschauerresonanz bei Heimspielen extrem gering ist?

Burdenski: Es ist nicht einfach. In Bremen gibt es doch nur Werder. Da zieht es viele Geldgeber hin.

Ist die kommende Saison finanziell schon gesichert?

Burdenski: Das wird so sein. Konkret kann man das nie sagen, denn es springen immer mal einige Sponsoren ab – und neue kommen dazu. Aber ich habe das noch jedes Jahr hinbekommen.

Auch mit eigenem Geld?

Burdenski: Nein. Schon seit Jahren bin ich quasi nur der Vermittler.

Brinkum ist Vizemeister der Bremen-Liga. Ist das sportlich okay?

Burdenski: Ja. Es wäre sogar noch mehr drin gewesen, wenn die Mannschaft Ende des Jahres 2014 nicht geschwächelt hätte.

Sollte der Bremer SV in die Regionalliga aufsteigen, wäre ein Konkurrent um den Titel in der nächsten Saison weg...

Burdenski: Klar würden wir davon profitieren. Also: Alles Gute, Bremer SV.

Momentan wird am Kader für die kommende Saison gebastelt. Tom Witte, der bei Ihnen beschäftigt ist, wechselt nach Delmenhorst. Haben Sie als Arbeitgeber versucht, das zu verhindern?

Burdenski: Das war nie ein Thema für mich. Ich trenne beruflich und sportlich ganz klar und übe da keinen Druck aus. Ich habe Tom nach seiner Ausbildung sogar übernommen. Auf der anderen Seite wünsche ich ihm bei Atlas viel Erfolg.

Wie sehr sind Sie in wichtige Personalentscheidungen bei Trainer- und Spielerfragen involviert?

Burdenski: Gar nicht. Und das schon seit Jahren. Da vertraue ich Manager Frank Kunzendorf und den jeweiligen Trainern.

Ist die Verpflichtung von Trainer Kristian Arambasic also vorher nicht mit Ihnen besprochen worden?

Burdenski: So ist es. Mir wurde es nur mitgeteilt, als alles perfekt war. Ich habe einfach nicht das Wissen in der Bremer Amateurszene und auch nicht die Zeit, um mich darum zu kümmern.

Würde in Brinkum ohne Ihr Engagement in Sachen Sponsorenfindung alles zusammenbrechen?

Burdenski: Dieter Burdenski ist nicht der Brinkumer SV. Irgendwie geht es immer weiter – auf welchem Niveau auch immer.

Was haben Sie mit dem Brinkumer SV in den kommenden zwei, drei Jahren vor?

Burdenski: Ich würde gern einmal den Pokal holen. Ziel ist es aber auch, eine gute Mannschaft zu haben, die in der Bremen-Liga immer vorn mitspielen kann.

Kurzer Abstecher zu Werder: Wird es in Bremen bald mal wieder Champions League oder Europa League zu sehen geben?

Burdenski: Champions League ist für mich momentan kein Thema, aber die Europa League sehr wohl.

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