Heiligenrodes Herren glückt in der Relegation der Verbandsliga-Aufstieg / „Wir waren ziemlich nervös“

Dieser Umweg hat sich gelohnt

+
Mit dieser Truppe gelang den Heiligenroder Herren der Aufstieg in die Tischtennis-Verbandsliga (v.l.): Stefan Schulz, André Meyer, Jörn Brosowsky, Dietmar Scherf, André Nieber und Christian Dörner. Auf dem Bild fehlt Tobias Hippler.

Heiligenrode - Von Carsten Drösemeyer. Ein bewegtes Tischtennis-Jahr 2012 liegt hinter den ersten Herren des TSV Heiligenrode. Noch im Januar sprach rein gar nichts dafür, dass das Flaggschiff des Kreises wieder in den erlauchten Verbandsliga-Kreis zurückkehren würde. Doch letztlich hat es geklappt.

Obwohl sich der Absteiger viel vorgenommen hatte, lief in der Hinrunde wenig zusammen. Vier Punkte betrug der Abstand zum Zweiten VfL Grasdorf – eigentlich zu viel für den direkten Wiederaufstieg. Doch mit der Hereinnahme von Ausnahmetalent Tobias Hippler wendete sich das Blatt. Während TSV-Urgestein Christian Dörner freiwillig in die Zweite wechselte, trumpfte „Hippi“ fortan groß auf und trug mit seinen herausragenden Leistungen im unteren Paarkreuz entscheidend zur Heiligenroder Aufholjagd bei. Am Ende fing das Kreisteam Grasdorf buchstäblich noch auf der Ziellinie ab. Bei gleicher Punktzahl und einer ebenfalls identischen Spieldifferenz gaben schließlich die mehr gewonnenen Spiele den Ausschlag zugunsten des TSV – die Vizemeisterschaft war im Sack.

Erreicht war damit aber noch nichts. Zum Aufstieg fehlte ein Sieg im Relegationsmatch beim SV Marienwerder. Und die Anspannung war riesengroß, wie Hippler schildert: „Wir waren schon ziemlich nervös. Bei einer Niederlage wäre unsere tolle Aufholjagd wertlos gewesen.“ Doch so weit kam es ja auch nicht. Heiligenrode triumphierte mit 9:6 und hatte tatsächlich den nicht mehr für möglich gehaltenen Wiederaufstieg geschafft.

Eine grandiose Energieleistung, die es nun mit starken Auftritten in der Verbandsliga zu bestätigen galt.

Gesagt, getan. Als Underdog gestartet, lehrte der Aufsteiger die Konkurrenz schnell das Fürchten. Und dies, obwohl der TSV nach dem Bandscheibenvorfall von Leistungsträger André Nieber praktisch die komplette Hinrunde mit Ersatz antreten musste.

Doch Heiligenrode glich dieses Manko durch mannschaftliche Geschlossenheit aus. Ob Neuzugang Viktor Mittelstädt (kam für Jörn Brosowsky ins Team), die bärenstarke Mitte mit Andre Meyer und Hippler oder die beiden Spitzenspieler Dietmar Scherf und Stefan Schulz – jeder Spieler agierte am oberen Limit. Nicht verwunderlich also, dass Heiligenrode zur Halbzeit der Serie mit 12:6 Zählern einen exzellenten vierten Platz belegt.

Doch obwohl den TSV derzeit nur zwei Pünktchen vom Tabellenzweiten SSV Neuhaus trennen, warnt Hippler vor zu großen Erwartungen: „Wir müssen uns erst einmal langfristig in der Verbandsliga etablieren, bevor wir uns andere Ziele setzen. Als Spitzenteam sehe ich uns noch nicht.“ Aber wer weiß, auch vor einem Jahr rechnete niemand ernsthaft mit dem Aufstieg. Zumindest der Relegationsplatz könnte bei einem gelungenen Rückrundenstart zum Thema werden.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Doch kein Doppelpack für die Löwen

Doch kein Doppelpack für die Löwen

Doch kein Doppelpack für die Löwen
Deniz Undav: „Manchmal muss ich mich kneifen“

Deniz Undav: „Manchmal muss ich mich kneifen“

Deniz Undav: „Manchmal muss ich mich kneifen“
Luca Köhnken allein im Löwen-Kasten

Luca Köhnken allein im Löwen-Kasten

Luca Köhnken allein im Löwen-Kasten
Shamsu Mansaray zurück in Rehden

Shamsu Mansaray zurück in Rehden

Shamsu Mansaray zurück in Rehden

Kommentare