Wetschens neuer Trainer Stefan Müller sieht Luxusproblem im Sturm, aber Arbeit in der Abwehr

Dieser Angriff kann Angst einflößen

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Trainer Stefan Müller (rechts) ist neu, sein Co-Trainer Sebastian Schmidt (links) ist beim TSV Wetschen eine Institution. Gemeinsam wollen sie schnell die Neuzugänge Mario Nolting, Taner Sünün, Nils Unger und Nino Kröger (vorn von links) sowie (stehend von links): Hannes Nölker, Patrick Gehlker, Danny Lange, Hauke Wendt, Jordi Welp und Jonas Meyer. Es fehlt: Gerrit Meyer. ·

Kreis-Diepholz - Von Cord KrügerWETSCHEN · Heiß her geht es dieser Tage unter der Regie von Stefan Müller: Erst spät konnte der neue Trainer des TSV Wetschen mit der Vorbereitung starten, „aber daran bin ich selbst schuld: Schließlich war ich bis zum 11. Juli im Urlaub.“ Jetzt will der 51-Jährige aufholen und das größte Defizit abbauen: „Es hapert an der Kondition – aber das liegt nicht an meinem Vorgänger verstanden“, stellt Müller klar: „Dafür kann Franz-Josef Ripke nichts. Ich habe eben ein paar ältere Männer dabei…“ 

Allerdings ist er froh, nun wieder diese aus Diepholzer Landesliga-Zeiten bekannten Stützen um sich zu haben: Innenverteidiger Marcus Pfannenschmidt, Mittelfeldlenker Andre Krause und Tormaschine Florian Scharnitzky, dessen Kondition „übrigens nicht gelitten hat“, bescheren ihm ohnehin schon viel Qualität. Auch der anscheinend nicht alternde Defensivmann Enno Kohl, Antreiber Pascal Kropp und viele weitere nähren seine Vorfreude – doch ein Gedanke treibt Müller beim Blick auf den Kader doch um: „Wir konnte so eine Mannschaft vergangene Saison nur mickrige zwei Plätze besser dastehen als wir mit unseren deutlich geringeren Mitteln in Wagenfeld?“

Doch nun bekam er noch den vom VfL Oythe nach Wetschen gelotsten Offensivwirbler Nils Unger hinzu, wie das vorgenannte Trio zuvor jahrelang bei der SG. Zudem nahm er Danny Lange und Hauke Wendt vom TuS Wagenfeld mit – „aber ohne sie abzuwerben. Das habe ich nie gemacht“, stellt der 51-Jährige klar: „Beide kamen auf mich zu, fragten, ob sie mit nach Wetschen dürfen, und ich war natürlich einverstanden, weil ich viel von ihnen halte.“ Andersherum ist das wohl genauso – sonst hätten sie nicht weiter mit ihm arbeiten wollen...

Insgesamt tummeln sich somit nun mehr als 20 Mann auf dem Trainingsplatz. Die insgesamt elf Neuzugänge wollen den Arrivierten einheizen. Dazu zählen auch aus der eigenen A-Jugend beförderten offensiven Mittelfeldleute Patrick Gehlker und Jonas Meyer, Stürmer Hannes Nölker und „Sechser“ Nino Kröger. Sie alle müssen naturgemäß mehr Gas geben, um körperlich den Sprung in den Herrenbereich zu meistern. Kröger scheint da am weitesten: „Er setzt seinen Körper sehr gut ein“, hat Müller beobachtet.

Rückkehrer Gerrit Meyer vom BSV Rehden II käme als Abwehr-Alternative in Betracht – ebenso Jordi Welp vom TSV Drentwede, den Müller jedoch noch als Perspektivspieler sieht: „Er tut jetzt den nächsten Schritt, macht das aber gut.“ Doch mit Blick auf die Defensive legt sich Müllers Stirn in Sorgenfalten. „Die Viererkette funktioniert noch nicht immer so, wie ich es mir vorstelle.“ Also stellt er diese Ausrichtung auf den Prüfstand: „Ich werde nicht auf Biegen und Brechen mit einer Viererkette spielen lassen, nur weil es zum modernen Fußballs gehört. Wir haben es auch schon mit einer Dreierkette probiert.“ Danny Lange käme als Option in der Kette – wie lang sie auch sein möge – in Betracht. Allerdings könnte er auch im Mittelfeld für Furore sorgen – „doch da haben wir ohnehin schon eine wahnsinnige Qualität“.

Noch weiter vorn plagen Müller ebenfalls Luxus-Probleme: „Florian Scharnitzky zerreißt sich im Training, was ich von einem über 30-Jährigen nicht unbedingt erwarten kann. Aber der Junge ist fit. Gewichtsprobleme scheint er nie zu bekommen.“  „Scharne“ weiß wie Sturmpartner Björn Pattke eben auch, dass sie neben Nils Unger weitere Konkurrenz bekommen haben: Taner Sünün vom SV Mardin hat schon zu St. Hülfer Zeiten seinen Torinstinkt bewiesen. Müller könnte sich also auch mal drei Spitzen vorstellen.

Und dann ist da noch einer, der beim Barnstorfer SV ebenso mal ganz vorn gespielt hat, obwohl er Torhüter ist: Mario Nolting. „Er ist groß und geht vorne auch mal hin, wo es weh tut. Vielleicht ist das ja mal unser Glück, wenn ein Keeper in der 90. Minute beim Stand von 1:2 und einem Standard für uns in den anderen Strafraum geht…“ Dann kommen womöglich weitere Punkte für einen höheren Tabellenplatz zustande.

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