Startnummer 33

Diepholzer Squasher feiern größten Erfolg in der Vereinsgeschichte

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Startnummer 33: 1. Squash-Club Diepholz (hintere Reihe v. l.): Geschäftsführer Christian Olthuis, Vorsitzender Andreas Härtel, Betreuer Frank Potyka, Dirk Heemann, Florian Pößl, Thomas Kretschmer, Torsten Wagner, Carsten Kühling, Taktik-Trainer Rainer Tidigk und vordere Reihe (v. l.): Dylan Bennett, Spielertrainer Dennis Jensen, Julian Söhnchen und Luis das Neves. Aktuell belegt die Mannschaft in der Bundesliga Nord den vierten Platz.

Diepholz - Dennis Jensen hat beim 1. Squash-Club Diepholz alle Höhen und Tiefen miterlebt. „Die Vizemeisterschaft in der Bundesliga Nord war der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte“, denkt der Spielertrainer gern an die Serie 2014/2015 zurück. Auch für ihn als Teamchef kam die Platzierung überraschend: „Da waren andere Mannschaften höher gehandelt.“

Mit 26 Punkten und einem Spielverhältnis von 31:25 sicherten sich die Kreisstädter hinter dem souveränen Spitzenreiter Paderborner SC den zweiten Platz und qualifizierten sich damit für die Playoffs in Frankfurt. Vor knapp 500 Zuschauern in der ausverkauften Squash Insel in der hessischen Metropole zeigten die Diepholzer, warum sie die Vizemeisterschaft im Norden gewonnen hatten. Vom Königsbrunner SC trennten sie sich nach Siegen von Norman Junge und Dennis Jensen 2:2, verloren danach gegen den Topfavoriten SC Monopol Frankfurt mit 0:4. Am Ende belegten sie von allen Teams in ganz Deutschland den sechsten Platz.

In den Punktbegegnungen der Bundesliga Nord wiesen Topspieler Dylan Bennett (neun Siege, vier Niederlagen – 69 Prozent), Norman Junge (zehn Siege, zwei Niederlagen – 83 Prozent), Dennis Jensen (sechs Siege, vier Niederlagen – 60 Prozent), Martin Tonn (drei Siege, drei Niederlagen – 50 Prozent), Luis das Neves (ein Sieg, fünf Niederlagen – 17 Prozent) und Julian Söhnchen (ein Sieg, sechs Niederlagen – 14 Prozent) unterschiedliche Bilanzen auf. Als Back-up zu Dylan Bennett hatten die Diepholzer noch den Spanier Iker Pajares Bernabeu in der Hinterhand. Zum Einsatz kam außerdem noch in einem Match Dirk Heemann.

Entscheidenden Anteil am erfolgreichen Abschneiden des 1. SC Diepholz hatte Norman Junge (kam vom 1. Bremer SC) an Position zwei, der zehn Mal den Court als Sieger verließ und nur zwei Mal verlor. „Norman war ein Glücksgriff für uns. Er hat eine Bomben-Saison gespielt“, urteilt Jensen rückblickend über den 25-Jährigen.

Nach der Saison verließen Norman Junge (zum Bundesligisten Sportwerk Hamburg) und Martin Tonn (zum Regionalligisten SC Langenhagen) den Vizemeister. „Diese Abgänge taten weh“, unterstreicht der 40-jährige Industriefachwirt. Dank seiner guten Kontakte fand der gebürtige Diepholzer in Florian Pößl, Torsten Wagner und Thomas Kretschmer Ersatz. Die beiden erstgenannten Akteure erwiesen sich als Verstärkungen.

Die Diepholzer liegen in der laufenden Spielzeit nach fünf Begegnungen (vier Siege, eine Niederlage) auf dem vierten Tabellenplatz. Jensen stuft besonders den Paderborner SC und Sportwerk Hamburg als sehr stark ein: „Die Playoffs sind für uns dieses Mal kaum machbar, aber den 1.Bremer SC würden wir gern noch überholen.“ Die Hoffnungen ruhen dabei vor allem auf Dylan Bennett, der „richtig gut in Schuss ist“, und auf den früheren Nationalspieler Florian Pößl.

Was zeichnet die Mannschaft aus? „Der Teamgeist sowie die Treue zum Verein und der Stadt Diepholz“, sagt Jensen, der eine weitere Besonderheit herausstreicht: „Bei uns wird viel gelacht.“ Ein vorbildhaftes Verhalten bescheinigt er Julian Söhnchen, der seit Jahren zu den Spielen aus London angeflogen kommt: „Er lebt den Teamgeist vor. Was er an Aufwand und Leidenschaft reinsteckt, ist enorm.“ Immerhin spielt der 34-Jährige bereits seine neunte Saison beim 1. SC Diepholz.

Jensen, der seit dem Gründungstag des 1. SC Diepholz (28. April 1987) dabei ist, hat noch einen Wunsch: „Wir spielen jetzt die neunte Bundesliga-Saison, die zehn Jahre würde ich gern voll machen.“ Das sollte klappen.

mbo

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