Burgdorfer Ausgleich in der sechsten Minute der Nachspielzeit – mit einem umstrittenen Elfmeter

1:1 – Diepholz kann’s nicht fassen

Kreis-Diepholz - Von Malte RehnertDIEPHOLZ · Marcus Pfannenschmidt schäumte vor Wut. „Das ist unglaublich“, wetterte der Kapitän, der mit der SG Diepholz gestern Nachmittag ganz dicht vor einer Überraschung gegen die TSV Burgdorf stand. Doch dann riss ein Pfiff den Fußball-Landesligisten aus allen Träumen. In der sechsten Minute der Nachspielzeit bekamen die Gäste einen umstrittenen Elfmeter, den sie zum 1:1 (0:0)-Endstand nutzten. Direkt danach war Schluss.

Die wilden Proteste der Diepholzer hingegen gingen weiter. Ihre Zielscheibe: Schiedsrichter Remo Bigalke (Wedemark), der die sehr lange Nachspielzeit gewährt und an deren Ende den Strafstoß gegeben hatte. Pfannenschmidt soll den eingewechselten Daniel Trochymiuk, der dann auch selbst antrat und verwandelte, gelegt haben – was der Diep-holzer energisch abstritt: „Das war definitiv kein Elfmeter. Ich spiele den Ball nach außen, der Achter lässt sich fallen.“ Einmal in Rage, legte der 26-Jährige gleich noch nach: „Vier Minuten Nachspielzeit waren angezeigt. Warum es sechs geworden sind, weiß ich nicht. Es gab keine längere Unterbrechung in der zweiten Halbzeit.“

Mächtig angefressen waren auch Routinier Marc Pallentien, der wegen zu heftigen Reklamierens Gelb-Rot kassierte (90.+5) – und SGD-Coach Andreas Schultalbers: „Erst Bückeburg, jetzt Burgdorf – wieder so ein Elfmeter-Geschenk. Das geht nicht. Damit ist die Mannschaft um den Lohn ihrer Arbeit gebracht worden.“ Bei aller Enttäuschung vergaß der Diepholzer Trainer aber nicht zu erwähnen, „dass das Ergebnis letztlich gerecht war. Wir hatten auch ein paar Mal Glück.“

Zum Beispiel nach sieben Minuten, als Michael Duraj völlig freistehend übers Tor schoss. Der Burgdorfer mit der Nummer „20“ hatte auch die zweite dicke Chance, doch diesmal lenkte SGD-Keeper Dan Zaharia seinen Kopfball gekonnt über die Latte (20.).

Die Diepholzer brauchten ein bisschen, um sich aus der Umklammerung des sehr spielstarken Tabellensiebten zu lösen. Doch dann hatten sie die Riesenmöglichkeit zur Führung. Einer der vielen langen Bälle – in diesem Fall von Andre Krause – erreichte Florian Scharnitzky. Dessen Kopfball flog zwar über Burgdorf-Keeper Jan-Hendrik Kaffeya, dann aber nur an den Pfosten (31.). Fast hätte Scharnitzky, der gegen Burgdorf „zu Hause eigentlich immer“ trifft, gegen seinen Lieblingsgegner wieder zugeschlagen.

Es war die größte Chance der ersten Halbzeit – in der zweiten jubelten dann fast die Gäste. Sergej Ginger musste den Ball nur noch ins leere Tor schieben, tat dies aber zu halbherzig (59.). Pfannenschmidt klärte per Grätsche kurz vor der Linie – oder doch dahinter? Burgdorf protestierte, aber Bigalke ließ weiterspielen.

Auf der anderen Seite zielte der eingewechselte Cristian Nasui, der vorne viel Schwung brachte, knapp vorbei (63.). Das erste Tor machte stattdessen ein Abwehrspieler: der Diepholzer Stefan Almasan mit einem wuchtigen Kopfball nach einer Ecke von Sascha Bruning (81.). In der 90. Minute hätte Scharnitzky erhöhen können, scheiterte aber an Kaffeya. Danach kam die für Diepholz quälend lange Nachspielzeit mit dem Last-Second-Schock. „Wir standen heute wirklich gut, alle haben super mitgearbeitet. Dass es trotzdem nicht zum Sieg gereicht hat, ist total bitter“, klagte Pfannenschmidt und ergänzte: „Mit dem Punkt können wir nicht viel anfangen.“

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