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Oliver Marcordes und sein Plan mit Wetschen: „Die Woche krönen“

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Von: Malte Rehnert

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Wieder dabei: Phil Schwierking kehrt im Landesliga-Gipfel gegen den TSV Pattensen in den Kader des TSV Wetschen zurück.
Wieder dabei: Phil Schwierking kehrt im Landesliga-Gipfel gegen den TSV Pattensen in den Kader des TSV Wetschen zurück. © Krüger

Frankfurt-Fan Oliver Marcordes hatte am Mittwochabend einiges zu feiern - seine Eintracht wurde Europa-League-Sieger. Doch nun steht schon das nächste große Spiel an. Der Coach empfängt mit seinem Fußball-Landesligisten TSV Wetschen den TSV Pattensen zum Spitzenspiel (Zweiter gegen Erster) der Aufstiegsrunde.

Wetschen – Im mit allerlei Devotionalien dekorierten Gartenhaus war am späten Mittwochabend einiges los. Mit ein paar guten Freunden, darunter sein „Co“ Sascha Hegerfeld, schaute Oliver Marcordes das Europa-League-Finale seiner Frankfurter Eintracht gegen die Glasgow Rangers. Der Coach des Fußball-Landesligisten TSV Wetschen, im Halbfinale gegen West Ham United noch live im Stadion, fieberte diesmal aus der Ferne mit – und jubelte nach dem 5:4-Triumph im nervenaufreibenden Elfmeterschießen. „Mein Pulsschlag war extrem hoch, beim Elfmeterschießen war ich dann gar nicht mehr ansprechbar vor Aufregung. Das war Hardcore, Anspannung pur“, schildert der 41-Jährige: „Und dann herrschte hinterher natürlich große Erleichterung.“

Das eine große Spiel in diesen Tagen ist somit gespielt, aber das nächste steht schon vor der Tür. Am Samstag um 16.00 Uhr empfängt Wetschen, Tabellenzweiter der Aufstiegsrunde, den punktgleichen Spitzenreiter TSV Pattensen (beide zwölf). „Da können und wollen wir die Woche krönen“, hofft Marcordes und fügt entschlossen an: „Wir wollen das Ding gewinnen!“

Die 0:3-Niederlage gegen Krähenwinkel, die mit dem Verlust der Tabellenführung einherging und „ein ordentlicher Dämpfer“ (Marcordes) war, ist aufgearbeitet. Personell hatte Wetschen in dieser Partie aus dem letzten Loch gepfiffen, es saßen nur zwei Spieler draußen. „Aber diesmal“, sagt Marcordes, „ist die Bank wieder voll“. Finn Raskopp, Phil Schwierking, Tino Senkler, Steffen Winkler und Marco Babilon kehren allesamt zurück. Lediglich Moritz Tölke (beruflich verhindert), Philipp Nüßmann (Bänderdehnung im Sprunggelenk) und Christoph Hainke (siehe Extratext) fallen aus.

Entwarnung bei Christoph Hainke

Nach seiner Verletzung im Heimspiel gegen den VfR Evesen (2:2) am 7. Mai hatten Christoph Hainke (25) und der TSV Wetschen schlimme Befürchtungen. Es bestand der Verdacht auf einen Kreuzbandriss, es wäre schon der zweite für den Neuzugang vom Barnstorfer SV gewesen. Doch am Donnerstag gab TSV-Trainer Oliver Marcordes Entwarnung. „Der Meniskus hat etwas abbekommen, das Knie ist gereizt – aber er muss nicht operiert werden“ Hainke soll etwa zwei Wochen pausieren und schauen, wie belastbar das Knie dann ist. „Vielleicht steht er am 12. Juni in Eilvese schon wieder auf dem Platz“, sagt Marcordes.

Wie Pattensen zu schlagen ist, hat Wetschen im Hinspiel am 27. März bereits gezeigt. Das 3:1 „war eines unserer besten Spiele“, meint Marcordes: „Da haben wir geradlinigen und einfachen Fußball gespielt und unsere Chancen genutzt. So wollen wir jetzt wieder auftreten.“

Der Sieger dieses Spitzenspiels ist zweifellos ganz dick drin im Aufstiegsgeschäft. Von einem vorentscheidenden Charakter mag Marcordes aber nicht sprechen: „Danach sind noch zwei Spiele, es kann richtig spannend bleiben.“ Wetschen, als Außenseiter in die Runde gestartet und nun oben dabei, hat „nichts zu verlieren“, betont der Coach: „Wir können nur etwas ganz Besonderes erreichen – genau wie die Eintracht.“

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