Arbeiten gehen gut voran

Die Tennisplätze im Kreis Diepholz sind bereit

Jürgen Marquardt vom Barrier TC beim Arbeitsdienst mit einer motorisierten Walze.
+
Mit einer motorisierten Walze erhalten die Plätze des Barrier TC von Jürgen Marquardt die nötige Festigkeit.

Der April ist der Monat, wo die Tennisplätze für die üblicherweise im Mai startende Freiluftsaison hergerichtet werden. Momentan sind die Arbeiten schon weit fortgeschritten. Aber ob wegen Corona im Mai auch gespielt wird, ist noch nicht klar.

Landkreis - Auf den Tennisplätzen ist schon jede Menge los. Der TV Syke ist da ganz weit vorn und hat bereits alle Plätze in spielbereiten Zustand gebracht. In „normalen“ Jahren fängt die Punktspielsaison immer am ersten Mai-Wochenende statt. In Corona-Zeiten ist aber alles anders. Der Tenniverband Niedersachsen Bremen (TNB) teilte erst kürzlich mit, dass mit dem ersten Spieltag erst Ende Mai zu rechnen sei. Die Teams können zwar auch schon Anfang Mai spielen, doch dazu bedarf es dann der Einwilligung des Gegners.

Wir haben uns umgehört, wie die Vereine die aktuelle Lage beurteilen. Andreas Möhring (50), Trainer und Spartenleiter beim FTSV Jahn Brinkum, meint zu diesem Thema: „Ich glaube nicht, dass Anfang Mai schon Punktspiele stattfinden werden. Das wird die Pandemie-Lage wohl nicht zulassen. Von der Anlage her wären wir aber bereit. Spätestens am 20. April sind unsere Plätze spielfertig.“

Verbandsempfehlungen für die Platzpflege

Wenn ein Verein seine Plätze in Eigenleistung herrichten möchte, dann handelt es sich um eine Maßnahme zur Bestandssicherung. Bei diesen Maßnahmen ist es wichtig, dass die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden, um das Risiko einer möglichen Infektion sehr gering zu halten. So schreibt es der Tennisverband auf seiner Homepage.

Daher bietet es sich an, maximal einen Haushalt plus eine Person eines weiteren Haushalts auf einem Platz an den Arbeiten teilhaben zu lassen. Wichtig sei, dass die Personen, die auf der Anlage helfen, erfasst werden.

Es sei hilfreich, Wege zu beschildern, damit die Mitglieder Kontakte vermeiden. Eigenes Werkzeug sowie eigene Handschuhe und Masken tragen zu einer Reduzierung der Infektionsgefahr bei. Es darf sich bei den Platzarbeiten auch nur um diese handeln. Bei Beendigung des Einsatzes soll das Gelände schnell verlassen werden.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr schicken die Brinkumer ein Team weniger ins Rennen. „Eine Herren-50-Mannschaft möchte in dieser Saison keine Punktspiele machen, weil die Rahmenbedingungen noch nicht komplett feststehen. Eventuell ohne duschen zu können und ohne das Zusammensitzen nach dem Match macht es denen keinen Spaß. Da warten sie lieber noch ein Jahr“, sagt Möhring. Ferner habe der Verein auch kein Jugend-Team gemeldet. „Wenn die Saison im Gange ist, werden wir aber bestimmt einige Events innerhalb des Vereins für den Nachwuchs planen“, so der Jahn-Spartenleiter.

In Sachen Arbeitsdienst hat der TV Syke viel auf die Beine gestellt. „Unsere Plätze sind fertig. Einige haben auch schon drauf gespielt“, sagt Lennardt Schröder, der Kapitän der ersten Herren, die in der Verbandsklasse aufschlagen. „Wir haben unseren Kader nicht verändert, warten aber erst einmal den April ab, bevor wir sagen, wann wir anfangen wollen. Ich denke eher nicht, dass es Anfang Mai schon etwas wird.“

In diese Richtung denkt auch Bendix Schröder, Mannschaftsführer des Landesligisten Barrier TC: „Wir werden sicherlich erst Ende Mai beginnen. Ich hoffe, dass wir auch Doppel spielen dürfen.“

Schlägt demnächst für den Club zur Vahr in Bremen auf: Leon Andrä.

Im Vergleich zur Vorsaison hat sich der BTC-Kader etwas verändert. Leon Andrä ist nicht mehr dabei. Der 18-Jährige hat sich mittlerweile dem Club zur Vahr angeschlossen, weil der Verein näher an seinem Wohnort Achim liegt und zudem einer seinen besten Freunde dort spielt. Zudem hat der Youngster bei den Bremern auch die Chance, in der Woche Training zu bekommen.

Die Barrier spielen weiter mit Bendix Schröder, Tarek Erlewein und Maxim Triller. „Die Position vier werden wir abwechselnd mit Spielern der zweiten Herren und des AK-30-Teams besetzen“, erklärt Schröder.

Eben dieses Altersklassen-Team des BTC hat sich für diese Saison nicht so viel vorgenommen wie zuletzt. Kapitän Erik Trümpler nennt auch den Grund, warum der Traum vom Bundesliga-Aufstieg eher unrealistisch ist: „Die Liga ist viel stärker geworden. Wir sind froh, wenn wir in der Regionalliga bleiben.“ Trümpler sagt aber auch, „dass wir sicherlich erst im Juni anfangen werden. Wenn wir dann wegen der Corona-Auflagen kein Doppel spielen dürfen, werden wir auf die Punktspiele verzichten.“

Neu im Kader ist der 46-jährige Stasa Dodos, der zudem auch die neue Tennisschule des Barrier TC leitet. Dagegen ist Benjamin Birkmann nicht mehr dabei. Ihn hat es zum TC Falkenberg nach Lilienthal gezogen.

Ebenfalls auf Ende Mai richtet sich Stefanie Gollenstedt, die Mannschaftsführerin der Barrier Damen in der Bezirksliga, ein: „Wir müssen auch nach Osnabrück, wo die Inzidenzzahlen sehr hoch sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da Anfang Mai schon etwas geht.“

Cervinka von Brinkum nach Barrien

Eigentlich wurde ihr Team vom Verband in die Verbandsklasse eingestuft – doch das wurde wieder zurückgenommen. „Deshalb sind wir jetzt umso mehr motiviert, dass wir den Aufstieg schaffen“, sagt die 30-Jährige. Neu im Team ist Miriam Cervinka, die vom FTSV Jahn Brinkum zum Club an der Wassermühle wechselte.

Die ganzen Unwägbarkeiten in der Coronakrise haben noch nicht dazu geführt, dass weniger Teams beim BTC gemeldet wurde. „Das beläuft sich alles auf dem Stand des Vorjahres. Man muss aber abwarten, wie letztlich die Richtlinien ausgestaltet werden. Sollte das Zusammensitzen nach den Spielen untersagt werden, kann ich mir vorstellen, das einige Altersklassen-Teams doch noch sagen, dass sie dazu keine Lust haben. Auf den Außenplätzen kann das Training langsam schon beginnen. Wir sind da auf einem guten Weg“, erklärt Barriens Vorsitzender Wolfgang Held.

Auch im Süden des Landkreises sind die Arbeiten an den Plätzen schon sehr weit fortgeschritten. Beim TC St. Hülfe-Heede gibt es vier Plätze, die schon Ende März spielfähig waren. „Wir werden aufgrund der Witterungslage aber mit der kompletten Freigabe noch etwas warten“, sagt Wolfgang Pinkes, der zudem noch Mitglied beim TC Lohne ist. In dieser Freiluftsaison wird der 57-Jährige, auch bekannt als ehemaliger Trainer des Fußball-Bezirksligisten SG Diepholz, aber keine Punktspiele bestreiten.

Von Gesprächen mit Vereinsmitgliedern weiß er jedoch, „dass es eigentlich alle begrüßen, dass die Saison erst Ende Mai losgehen soll. Ich weiß aber nicht, ob dann auch alle gemeldeten Mannschaften – und das gilt wohl für den gesamten Kreis – an den Start gehen werden. Wenn die Corona-Auflagen wieder sehr strikt sein werden, dann denke ich, dass gerade viele Altersklassen-Teams sagen, dass sie dazu keine Lust haben. Schon im Winter haben aus diesem Grunde ja viele Mannschaften zurückgezogen.“

Und St. Hülfes Vorsitzender Ulrich Glamann fügt noch hinzu: „Ich hoffe, dass die Regeln der Bundesländer einheitlich sind. Im Winter sind Spieler aus dem nordrhein-westfälischen Dielingen zu uns gekommen, weil da die Hallen dicht waren.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Blutiger Dornfelder: ein Krimi-Rotwein-Paket zum Genießen

Blutiger Dornfelder: ein Krimi-Rotwein-Paket zum Genießen

Trauerfeier für Prinz Philip am kommenden Samstag

Trauerfeier für Prinz Philip am kommenden Samstag

Große Anteilnahme am Tod Prinz Philips

Große Anteilnahme am Tod Prinz Philips

Bayern verlieren Final-Wiedersehen gegen Paris Saint-Germain

Bayern verlieren Final-Wiedersehen gegen Paris Saint-Germain

Meistgelesene Artikel

Die vielen Jobs des Michael Schulz: Möbelverkäufer, Reporter, Spielerberater

Die vielen Jobs des Michael Schulz: Möbelverkäufer, Reporter, Spielerberater

Die vielen Jobs des Michael Schulz: Möbelverkäufer, Reporter, Spielerberater
Feldhaus: „Werder packt das noch“

Feldhaus: „Werder packt das noch“

Feldhaus: „Werder packt das noch“
Eppler geht, Lahausen sucht neuen Coach

Eppler geht, Lahausen sucht neuen Coach

Eppler geht, Lahausen sucht neuen Coach
Michael Schulz redet über seine Profi-Vereine, speziell den SV Werder, sowie Titelseuche und Frisur

Michael Schulz redet über seine Profi-Vereine, speziell den SV Werder, sowie Titelseuche und Frisur

Michael Schulz redet über seine Profi-Vereine, speziell den SV Werder, sowie Titelseuche und Frisur

Kommentare