Herber Schlag für Heiligenode

Denise und Emily Kleinert zieht es nach Hannover

Herber Verlust für Heiligenrode: Denise Kleinert wechselt zu Hannover 96 II.
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Herber Verlust für Heiligenrode: Denise Kleinert wechselt zu Hannover 96 II.

Die Liebe zur alten Heimat war doch sehr groß. Denise Kleinert wird den TSV Heiligenrode verlassen. Die Tischtennisspielerin schließt sich zusammen mit Tochter Emily der Reserve von Hannover 96 an.

Heiligenrode - Im Tischtenniskreis Diepholz geht eine Ära zu Ende: Seit 2004 prägte Denise Kleinert in der hiesigen Region das Geschehen und feierte mit der SG Diepholz sowie dem TSV Heiligenrode unzählige Erfolge. Doch ab der kommenden Saison wird es damit vorbei sein. Zusammen mit Ehemann Thorsten (schlug auch bereits im Kreis für den TuS Syke und Heiligenrode auf) und Tochter Emily, mit der sie zuletzt in Heiligenrodes Reserve glänzte, zieht es die 46-Jährige wieder in die Hannoveraner Heimat zurück.

Künftig wird Kleinert an der Seite ihrer 16-jährigen Tochter für Hannover 96 II in der Oberliga auf Punktejagd gehen – ein herber Schlag für Heiligenrode.

Kleinert fällt dieser Schritt auch „keineswegs leicht. Ich hatte im Kreis Diepholz eine wunderschöne Zeit. Aber die Familien von Thorsten und mir kommen aus Hannover. Das war für uns der Hauptgrund. Wir wollen einfach wieder in die alte Heimat zurück.“

Eine der besten Spielerinnen im Kreis überhaupt geht

Keine Frage, damit verliert die Region eine der besten Spielerinnen, die jemals im Kreis an den Start gegangen sind. Zunächst profitierte die SG Diepholz vom Können der zweifachen Mutter: Als Spitzenspielerin führte sie die SGD von der Landesliga bis in die Oberliga und holte mit den Kreisstädterinnen sogar bei den Deutschen Pokalmeisterschaften die Bronzemedaille. „Das waren vier tolle Jahre“, blickt Kleinert mit einer Träne im Knopfloch zurück: „In Diepholz habe ich Freundschaften geschlossen, die bis heute halten. Und sportlich lief es ja auch nicht schlecht.“

Welch Untertreibung: Kurzzeitig löste Diepholz sogar Heiligenrode als Zugpferd des Kreises ab, doch Schnee von gestern. Mittlerweile existiert die Diepholzer Damenmannschaft nicht mehr, was sicherlich auch am Abgang von Kleinert lag.

2008 zog es die ehrgeizige „Titelhamsterin“ erst für ein Jahr in den Wolfsburger Raum zum SSV Neuhaus, ehe sie dann in Heiligenrode sesshaft wurde. Zwölf lange Jahre brillierte sie beim TSV und reihte Triumph an Triumph. Nicht zuletzt dank ihrer immensen Spielstärke zählte Heiligenrode in der Oberliga regelmäßig den Spitzenteams und schaffte es 2012 sogar in die Regionalliga.

Ich werde diese Jahre bestimmt nicht vergessen.

Denise Kleinert über ihre Zeit beim TSV Heiligenrode

Ein Erfolg, an den sich Kleinert noch bestens erinnert: „Da haben wir uns in Hamburg in der Relegation gegen Wandsbek durchgesetzt. Ein unvergessliches Ereignis. Die ganze Halle war voll mit Heiligenroder Schlachtenbummlern und mit denen haben wir danach noch richtig schön gefeiert. Ein super toller Tag.“

Und zudem wohl auch das absolute Highlight ihrer Zeit im Kreis. Zumindest mit der Mannschaft. Denn: Im Einzel ließ es Kleinert ebenfalls richtig krachen. Diverse Titel als Kreismeisterin, Bezirksmeisterin oder Bezirksranglistensiegerin stehen in ihrer Vita - und 2008 qualifizierte sich die variable Angriffsspielerin sogar für die Norddeutsche Meisterschaft. Für Kleinert der sportlich hochwertigste Erfolg: „Über die Teilnahme habe ich mich schon besonders gefreut. Aber auch mit meinem Abschneiden im Seniorenbereich bin ich ziemlich zufrieden.“

Darf sie zweifelsohne auch sein. Schließlich erkämpfte Kleinert bei den Deutschen Meisterschaften in der Altersklasse U40 gleich dreimal Edelmetall. Neben Gold und Silber im Doppel wurde die 46-Jährige 2017 ebenfalls schon Deutsche Vizemeisterin im Einzel – viel besser geht es nicht.

Und obwohl Kleinert altersmäßig als „Seniorin“ bezeichnet werden darf, zum alten Eisen gehört sie ganz sicher nicht. Dennoch verabschiedete sich die Ausnahmespielerin 2017 freiwillig aus der Heiligenroder Ersten, um künftig mit Tochter Emily in der Zweiten an den Tisch gehen zu können.

Wodurch das Reserveteam zu einem Höhenflug ansetzte. Von der Bezirksoberliga führte der Weg erst in die Landesliga, dann sogar in die Verbandsliga und lediglich Corona verhinderte wohl den Sprung in die Oberliga.

Zumindest für Heiligenrodes Zweite: Das Kleinert-Duo hingegen wird ab der nächsten Saison in Deutschlands fünfthöchster Spielklasse für Furore sorgen. Keine Frage: Man wird Denise Kleinert, die für den Kreis auch als herausragende Stützpunkttrainerin Akzente setzte, vermissen. Auch bei ihr selbst ist eine gehörige Portion Wehmut dabei: „Ich werde diese Jahre bestimmt nie vergessen und den Landkreis Diepholz in bester Erinnerung behalten.“

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