ZOLLSTOCK-GESPRÄCH Andrea Bothmer denkt auch ans Ende ihrer Sudweyher Trainerkarriere

„Die ersten Zucchinis schon geerntet“

Wenn schon nicht Hahn im Korb, dann wenigstens Hahn am Korb: Sportredakteur Gerd Töbelmann traf sich in der Kirchweyher KGS-Sporthalle mit Sudweyhes Korball-Trainerin Andrea Bothmer zum „Zollstock-Gespräch“.
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Wenn schon nicht Hahn im Korb, dann wenigstens Hahn am Korb: Sportredakteur Gerd Töbelmann traf sich in der Kirchweyher KGS-Sporthalle mit Sudweyhes Korball-Trainerin Andrea Bothmer zum „Zollstock-Gespräch“.

Weyhe – Beim Betreten der Kirchweyher KGS-Sporthalle an einem Montagabend ist eigentlich fast alles wie immer: Es läuft das Training der Korbball-Mannschaften des TuS Sudweyhe. Mit dabei ist auch Andrea Bothmer. Die 58-Jährige ist ein Sudweyher Urgestein, spielte viele, viele Jahre (auch unter ihrem Mädchennamen Dziendziel) in der ersten Mannschaft und ist nun die Trainerin des Teams. Aber Corona hat auch den Korbball hart getroffen. Sudweyhe sollte im Mai die Deutsche Meisterschaft (DM) ausrichten. Abgesagt. Im Herbst sollte es mit den Spielen in der Bundesliga losgehen. Verschoben auf Ende Januar 2021.

In der Reihe unserer „Zollstock-Gespräche“ trafen wir uns mit Andrea Bothmer, die uns verriet, was sie in der Corona-Pause so getrieben hat, und wie es mit ihrer Zukunft als Sudweyher Trainerin aussieht.

Was nervt Sie aktuell (oder in den vergangenen Montaten) am meisten?

Ich bin ein Mensch, der mit den Situationen dann umgeht, wenn sie sich einem stellen. Da bin ich recht prakmatisch und anpassungsfähig.

Welches war oder ist Ihr Corona-Projekt, und welche versteckten Talente haben Sie an sich entdeckt?

Ich habe in unserem Haus ein Zimmer ganz allein tapeziert. Zusammen mit meinem Sohn Nils habe ich zudem im Garten ein Gewächshaus gebaut. Die ersten Zucchinis haben wir auch schon geerntet. Mit den Tomaten dauert es noch etwas.

Wann starten Sie in Ihrem Sport wieder richtig durch?

Im Januar soll die neue Saison in der Bundesliga wieder losgehen. Aber wenigstens können wir momentan wieder normal trainieren – also auch mit vollem Kontakt.

Kein Training, keine Wettkämpfe, vielleicht andere Hobbys: Wie sehr haben Sie oder Ihre Spielerinnen sich in der Coronakrise damit beschäftigt, weniger leistungsorientierten Sport zu treiben oder gar ganz damit aufzuhören? Oder ist die Lust aktuell größer denn je?

Im Team wollte Sandra Nolte schon aufhören. Jetzt, mit der längeren Pause im Rücken, will sie sogar wieder voll spielen. Da hatte Corona auch mal was Gutes. Ich selbst möchte demnächst als Trainerin aufhören. Vielleicht ist das meine letzte Saison. Zum Glück haben wir im Team ja auch Julia Hoffmann als Co-Trainerin an Bord. Vielleicht kann sie ja das Amt übernehmen. Aber eines steht fest: Ich lasse die Mannschaft auf keinen Fall im Stich.

Welche Absage schmerzte in den vergangenen Monaten am meisten?

Dass der Saisonstart in der Bundesliga verschoben wurde. Die DM-Absage hat mich nicht so getroffen, weil wir ja nicht qualifiziert waren.

Buch, Serie oder Film – was haben Sie zuletzt gelesen oder geschaut?

Ich habe nicht mehr gelesen als sonst. Und Serien sind ohnehin nicht so mein Fall. Im Gegensatz dazu betätige ich mich gern handwerklich und bin viel in der Natur.

Was tragen Sie für eine Maske – und wer hat sie genäht?

Ich habe wohl sieben Masken, die ich alle selbst genäht habe. Ich versorge aber auch meine Familie und meine Kollegen.

Wann und wo sind Sie zuletzt Essen gegangen?

Das war im Urlaub in Österreich im Klein Walsertal. Aber da haben wir vor unserer Abreise deutsch gegessen. War sehr lecker.

Müritz oder Mallorca? Balkonien oder Balearen? Wie sehen Ihre weiteren Urlaubspläne für dieses Jahr aus?

Eigentlich wollten wir einen Wanderurlaub an der Müritz machen. Aber da soll es momentan ja richtig voll sein. Wir überlegen jetzt noch, was wir machen.

Stadion oder Konzert? Was machen Sie zuerst, wenn es wieder erlaubt ist?

Wir hatten uns schon lange vor Corona Karten für den Reggae-Künstler Gentleman besorgt. Wir haben die Tickets nicht zurückgegeben und hoffen jetzt, dass er bald in Bremen auftreten darf.

Von Gerd Töbelmann

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