Der BSV Rehden holt seinen ehemaligen Stürmer aus Cloppenburg zurück

„Die Antwort auf Koc heißt Paul Kosenkow“

Eine Szene, die fünf Jahre alt ist: Paul Kosenkow im Trikot des BSV Rehden – damals trainiert von Marek Lesniak. Wie sein neuer Coach heißen wird, steht noch nicht fest. · Archivfoto: Rehnert
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Eine Szene, die fünf Jahre alt ist: Paul Kosenkow im Trikot des BSV Rehden – damals trainiert von Marek Lesniak. Wie sein neuer Coach heißen wird, steht noch nicht fest. · Archivfoto: Rehnert

Kreis-Diepholz - Von Arne HelmsREHDEN · Es dauerte keine 48 Stunden, da hatte Friedrich Schilling die Unterschrift, die Mehmet Koc ihm nicht geben wollte. Am Sonntag hatte Stürmer Koc dem Chef des Fußball-Oberligisten BSV Rehden mitgeteilt, dass er den künftigen Regionalligisten in Richtung TuS Sulingen verlässt. Schilling wollte den Vertrag verlängern, doch nach Ansicht von Koc entsprach das neue Angebot nicht unbedingt einer großen Wertschätzung. Gestern nun verkündete der 60-jährige BSV-Boss triumphierend und hörbar zufrieden: „Die Antwort auf Koc heißt Paul Kosenkow.“

Der wechselt nach 2006 ein zweites Mal vom Ligarivalen und Mitaufsteiger BV Cloppenburg nach Rehden. Im BSV-Trikot steckte er damals bis 2009, ehe es ihn erneut nach Cloppenburg zog. „Ich hatte ihn letztes Jahr schon fast sicher. Wir waren uns im Grunde einig“, berichtet Schilling, „aber Cloppenburg hat nicht locker gelassen. Damals hat Paul mir aber schon gesagt, dass er nach der Saison zu uns kommt. Jetzt hat er Wort gehalten.“

Geholfen hat offenbar auch Schillings Liste der Kandidaten, die gute Chancen haben, in der nächsten Saison den Trainerposten von Jürgen Stoffregen zu übernehmen. „Da sind schon gute Leute dabei“, sagt Kosenkow. Wer auch immer es letztlich wird – mit Rehden scheint sich der Neuzugang in der Regionalliga mehr auszurechnen als mit dem BV Cloppenburg, der sogar noch Oberliga-Meister werden kann. Dass Kosenkow in Rehden alte Kumpels wie Viktor Pekrul wiedertrifft, ist zwar nett, doch der 1,70-Meter-Angreifer will es vor allem sportlich wissen: „Ich schätze, dass wir mit dem BSV im oberen Drittel der Regionalliga angreifen können. Denn zwischen Oberliga und Regionalliga tut sich nicht viel. In Testspielen gegen Regionalligisten haben wir mit Cloppenburg immer gut ausgesehen.“

Der Rechtsfuß musste 27 Jahre alt werden, um es in die vierthöchste deutsche Liga zu schaffen. Von seiner Schnelligkeit hat er nichts eingebüßt, davon können Rehdens Abwehrspieler ein Lied singen. Oft zeigte Kosenkow ihnen in den vergangenen drei Jahren die Hacken. „Paul wird ganz wichtig für uns. Wir gehen davon aus, dass wir in der Regionalliga mehr auf Konter spielen müssen. Und da ist er der ideale Mann“, schwärmt Schilling.

Im Vergleich mit Koc trägt dessen „Antwort“ wohl eine Handvoll weniger Strafraum-Gene in sich. Für Kosenkow sprechen eindeutig die schnellen Beine. In dieser Saison bringt er es auf einen Treffer mehr als Koc. 14 Tore erzielte der Mann aus der Jugend von Blau-Weiß Lohne bisher für Cloppenburg, die letzten zwei am vergangenen Spieltag beim 4:1 gegen Lüneburg. 27 Einsätze benötigte er dafür. Koc brachte es in 26 Einsätzen auf 13 Tore.

Koc wird seine Bilanz in der kommenden Bezirksligasaison mit Sulingen wohl deutlich nach oben schrauben. Für Kosenkow wären 14 Tore in der höheren Klassen schon eine Riesensache. Weil 14 Tore aber nicht reichen, um in der Regionalliga zu bestehen, kündigte Friedrich Schilling gestern an, dass Kosenkow „nicht der letzte neue Stürmer“ für den BSV Rehden gewesen ist.

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