Heiligenfeldes Kapitän mit hohem Pensum, Tor und Vorlage beim 4:0-Triumph

Dickmann setzt Sudweyhe zu

Gute Partie: Heiligenfeldes Roman Obst (beim Kopfball) schaltete sich über rechts oft vorn mit ein und erzielte das 2:0 gegen Sudweyhe. Foto: Krüger

Heiligenfelde - Von Cord Krüger. Mirko Meyer hat nichts gegen den SV Heiligenfelde. Und gegen „seinen“ TuS Sudweyhe schon gar nicht. Sonst hätte der Torhüter, streng genommen schon Fußball-Rentner, dem Bezirksligisten am Samstag nicht in Heiligenfelde aus der Patsche geholfen und sich für Stammkeeper Jannik Theiß zwischen die Pfosten gestellt. „Aber ich kann mir an so einem Nachmittag etwas Schöneres vorstellen“, gestand der 35-Jährige schon nach dem Aufwärmen, bei dem sich Theiß wie am Sonntag zuvor verletzt hatte. Nach dem Abpfiff dürfte Meyers Urteil nicht viel anders ausgefallen sein. Denn obwohl er noch einige Paraden zeigte, sah er bei zwei Gegentreffern nicht gut aus und musste in eine 0:4 (0:1)-Niederlage einwilligen, die selbst SVH-Trainer Torben Budelmann als „um ein Tor zu hoch“ einstufte.

Sudweyhes Coach Christian Mach hütete sich, Meyer etwas vorzuwerfen. „Mirko fehlte in der einen oder anderen Szene das Training“, wusste der 42-Jährige. Was ihn mehr störte, war „das Gemecker von uns untereinander, und das habe ich gleich nach dem Abpfiff angesprochen. Auch mich haben einige Sachen wie das Zeitspiel gestört, aber ich habe nichts gesagt.“ Sein Co-Trainer Sven Paul fing sich hingegen eine Gelbe Karte von Schiedsrichter Jona-Niklas Krause ein – und einen Rüffel von Mach.

Mit der ersten Halbzeit war der TuS-Trainer hingegen einverstanden: „Wir haben bei der Hitze dosiert gespielt und nichts zugelassen.“ Laut Budelmann lag das daran, „dass wir es bis zur 30. Minute nicht gut gemacht haben“. Zufrieden zeigte er sich jedoch mit Mittelfeld-Ackerer Tobias Dickmann („unser Motor, ein geiler Typ“) und seiner Defensive: „Wir standen sicher, hatten eine gute Tiefen-Staffelung und sind beim Spielaufbau nicht ins Risiko gegangen.“

Sudweyhes Torwart-Legende Meyer leitete gut eine Woche nach seinem 35. Geburtstag mit einem zu kurzen Pass auf Dickmann die erste Heiligenfelder Chance ein, fischte aber stark den Flachschuss von Janek Piontek unten rechts raus (3.). Auf der Gegenseite zwang Tobias Hall SVH-Keeper Jörn Wachtendorf zum schnellen Abtauchen (9.). Fortan neutralisierten sich beide Lager im Mittelfeld – oder dank aufmerksamer Abwehrreihen vor den Strafräumen. Einerseits, weil der zunächst schön über die Flügel gekommene SVH plötzlich keine Breite mehr in sein Spiel bekam, anderseits, weil die guten langen Bälle von Sudweyhes Robin Engelhardt keine Abnehmer fanden. Dementsprechend überraschend fiel das 1:0: Piontek hatte Kapitän Dickmann per Querpass in Szene gesetzt, dessen 15-Meter-Flachschuss klatschte an den Pfosten – und den Abpraller versenkte Isensee zum „Wirkungstreffer“, wie Mach den Rückstand nannte (36.).

Zur Pause reagierte er, brachte in Marvin Brüggemann eine frische Offensivkraft – doch erneut trafen die Platzherren: Ein von Björn Isensee verlängerter Eckball erreichte Patrick Weseloh, der bediente Roman Obst – und dessen Schuss kam durch die Beine von Meyer hinter die Linie (48.). Die „Budelmänner“ trauten sich vorn nun mehr zu, vernachlässigten dabei aber die Defensivarbeit. Sudweyhes Stephen Bohl stocherte die Kugel an den Pfosten (56.), sein Teamkollege Jendrick Meissner zielte nach einem Solo knapp links vorbei (58.). Doch Heiligenfelde überstand diese Zeit, Wachtendorf musste nur noch einen Freistoß von Stephen Bohl wegfausten (75.), und kurz darauf stand es 3:0: Meyer parierte zwar gegen Weseloh, den Abpraller nutzte aber Dickmann (77.). In der Nachspielzeit verhinderte Meyer noch dreimal gegen den eingewechselten Joshua Brandhoff das 0:4, ehe „Joschi“ den vierten Versuch dieser Szene zum Endstand nutzte (90.+1.).

Da war es, dieses eine Tor, um das der Sieg laut Budelmann zu hoch ausfiel. Gleich nach dem Abpfiff nahm er sich TuS-Keeper Meyer tröstend zur Seite. Doch der konnte schon wieder lachen.

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