1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Kreis Diepholz

Dickmann genügt Doppelpack: Heiligenfelder Kapitän mit Chancenwucher beim 3:0

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Cord Krüger

Kommentare

Gefährlich auch über links: Heiligenfeldes Tobias Dickmann (r.) lässt hier Egestorfs Bastian Gandyra stehen, der später den Elfmeter zum 3:0 verursachte.
Gefährlich auch über links: Heiligenfeldes Tobias Dickmann (r.) lässt hier Egestorfs Bastian Gandyra stehen, der später den Elfmeter zum 3:0 verursachte. © Krüger

Die letzte Szene des Aufstiegsrunden-Starts verfolgte Till Meiners auf dem Weg in die Kabine. Darüber dürfte sich der Defensivmann des SV Heiligenfelde am meisten geärgert haben, denn beim 3:0 (1:0)-Heimsieg über Germania Egestorf-Langreder II hatte er großen Anteil daran, dass hinten die Null stand. „Für Till tut es mir leid, denn er hat da viel abgeräumt“, verdeutlichte SVH-Kapitän Tobias Dickmann. Weil Meiners in der Nachspielzeit aber auch den frei aufs Tor gerannten Rouven Bräunig abräumte und dafür vom guten Schiedsrichter Till Schierbaum die Rote Karte sah, verpasst er mindestens das nächste Spiel der Staffel A 1.

Heiligenfelde – Der Ärger seines Trainers hielt sich in Grenzen. „Ich weiß nicht, ob ich nicht doch lieber ein Tor kassiert hätte“, sagte Torben Budelmann nur über den Platzverweis. Ansonsten hatten ihm die 90 Minuten zuvor gezeigt, „dass wir genug Leute haben, die den Ausfall auffangen können“. Denn „Budels“ erste Elf funktionierte ebenso wie die, die von der Bank kamen.

Trainer Budelmann lobt Schlüsselspieler Kevin Gibek

De wendigeren Platzherren übernahmen schnell das Kommando, störten früh, erzeugten beim Gegner Druck und Fehler und holten sich so im Mittelfeld viele Bälle. Kevin Gibek bugsierte die Kugel nach einer erneut guten Flanke von Bennet Hansen an den zweiten Pfosten (26.). Mit einem Tor hätte sich der Sechser für sein hohes Pensum belohnt, das er im zentralen Mittelfeld durch häufige Vorstöße und stetes Fallenlassen in die eigene Viererkette abspulte. „Kevin war für mich der Schlüsselspieler zwischen den Reihen“, lobte Budelmann.

Der 29-Jährige holte auch den Freistoß, den Marvin Godesberg nach einer ersten Klärung erneut in den Strafraum brachte. Dort löste sich Dickmann und drückte die Kugel zum 1:0 ein (36.).

SVH-Schlussmann Jörn Wachtendorf hält Foulelfmeter

Nach der Pause verloren die Platzherren die Ordnung – mit der Folge, dass Hansen gegen Nick Bürger ein Foul ziehen musste und Schiri Schierbaum auf den Elfmeterpunkt zeigte. Doch SVH-Schlussmann Jörn Wachtendorf hielt den Strafstoß von Christopher Kowohl fest (50.).

Den Konter im Gegenzug schloss Dickmann zu hoch ab – der Auftakt zu einer minutenlangen Pechsträhne des Kapitäns. Denn anschließend traf er ans Lattenkreuz (58.) und schlug nach starkem Einsatz von Joshua Brandhoff aus sechs Metern über den Ball (64.). „Man hat wohl gesehen, dass ich keine Lust mehr auf weitere Tore hatte“, scherzte der Mittelfeldmann. Dass er in dieser Phase oft über links nach vorn stürmte, „war so eigentlich nicht geplant“, gestand Budelmann, „aber wenn sich das Team so wohler fühlt, will ich es nicht unterbinden.“

SV Heiligenfelde - Germ. Egestorf-Langreder II 3:0 (1:0)

SVH: Wachtendorf - M. Godesberg, Hansen (65. Behrens), Meiners, Dickmann, T. Godesberg, Brandhoff, Plate, Marquardt, Labbus, Gibek (75. Garlich).
Tore: 1:0 (36.) Dickmann, 2:0 (74.) Behrens, 3:0 (81.) Dickmann (Foulelfmeter).
Besondere Vorkommnisse: Wachtendorf hält Foulelfmeter von Kowohl (50.), Rote Karte gegen Meiners (90.+1/Notbremse. Schiedsrichter: Till Schierbaum (SV Lembruch).

Von links hatte Dickmann auch beobachtet, wie Jost-Eike Behrens GEL-Keeper Julian Lenz zur Glanztat zwang (68.). Also schloss „Tobi“ seine nächste Aktion lieber nicht selbst ab, sondern bediente den im Fünfer lauernden Behrens per Pass von der Grundlinie zum 2:0 (74.). Damit hatte er der Oberliga-Reserve den Stecker gezogen. Und Dickmann kam doch noch zum zweiten Treffer – per Elfmeter nach Foul von Bastian Gandyra an Brandhoff (81.). Zwischendurch entschärfte Wachtendorf einige gefährliche Bälle durch souveräne Strafraumbeherrschung. „Es war eine gute kämpferische Leistung von uns“, urteilte der SVH-Torwart: „Den Sieg nehmen wir schon mal mit, jetzt kommen noch acht Endspiele.“

Auch interessant

Kommentare