Aufstiegsrunde „eine Träumerei“

Heiligenfeldes Kapitän Dickmann im Interview: „Am System liegt es nicht“

Für Kapitän Tobias Dickmann (li.) und den SVH lief es zuletzt alles andere als optimal.
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Für Kapitän Tobias Dickmann (li.) und den SVH lief es zuletzt alles andere als optimal.

Heiligenfelde – Nein, mit dem Saisonstart kann Fußball-Bezirksligist SV Heiligenfelde ganz und gar nicht zufrieden sein. Nach einem Sieg gegen den TV Stuhr folgten drei Niederlagen am Stück – zuletzt setzte es gar eine 1:5-Klatsche gegen den SC Twistringen. Wie diese zu erklären ist und ob die Aufstiegsrunde vielleicht doch zum Thema werden könnte, darüber erteilt SVH-Kapitän Tobias Dickmann im folgenden Gespräch Auskunft.

Herr Dickmann, haben Sie den Twistringen-Schock schon verdaut?

Tobias Dickmann: Ach, ein richtiger Schock war das eigentlich nicht. Es lief einfach null zusammen. Solche Tage gibt es. Wir haben nach der Partie uns noch als Mannschaft zusammengesetzt und das Match danach abgehakt.

Lässt sich eine derartige Abfuhr nur mit einem schlechten Tag erklären? Immerhin hat Twistringens Lennart Bors viermal getroffen, und seine Stärken sind doch wohl sehr gut bekannt.

Eine richtige Erklärung habe ich leider immer noch nicht. Natürlich kennen wir die Schnelligkeit von Lennart sehr gut. Aber wir sind nach dem frühen 0:1-Rückstand leider ohne System blind angerannt.

Also ein einmaliger Ausrutscher? Oder hinkt Heiligenfelde doch den eigenen Ansprüchen hinterher?

Weder noch. Es war schlichtweg ein richtig schlechtes Spiel von uns. Aber unsere internen Ansprüche waren nie auf die Meisterrunde ausgerichtet. Ich fand das Niveau von Sudweyhe und Seckenhausen schon vor der Saison höher.

Heiligenfelde hat doch auch einen exzellenten Kader . . .

Wir sind aber einfach nicht gefestigt genug. Schon in der Vorbereitung konnten wir so gut wie nie mit der gleichen Elf auflaufen. Ständig fehlten Leistungsträger. Jetzt sind zwar die meisten davon zurück, doch von einem eingespielten Team kann man nun wirklich nicht sprechen.

Was ist aus Ihrer Sicht der Hauptgrund für den suboptimalen Start?

Es fehlen bei uns halt noch die Automatismen. Die Abläufe klappen nicht, weil wir uns noch nicht richtig einspielen konnten.

In der letzten Saison suchte die Mannschaft nach einem schwachen Start das Gespräch mit Trainer Torben Budelmann, der daraufhin das System änderte. Bietet sich das nun wieder an?

Okay, gegen Okel hat mir die Dreierkette nicht so gut gefallen. Ich sehe uns stabiler mit einer Viererkette. Aber am System liegt es bislang nicht. Das wäre mir zu einfach.

Spieltagstipp von Tobias Dickmann

SC Twistringen - Seckenhausen-F. 1:3
SV Heiligenfelde - TSV Bassum 2:1
SV Bruchh.-Vilsen - TuS Sudweyhe 1:2
TSV Okel - TV Stuhr 1:1

Ist das Verhältnis zum Trainer denn noch intakt?

Ich kann nur für mich sprechen. Mein Verhältnis zu „Budel“ ist völlig intakt. Aber natürlich ist wahrscheinlich nicht jeder Ersatzspieler zufrieden, was ja auch völlig normal ist.

Wie kann Heiligenfelde denn wieder in die Erfolgsspur zurückkehren?

Das geht nur über die Basics. Wir müssen wieder stabiler stehen und Fußball kämpfen. Es wird auf gewonnene Zweikämpfe ankommen. So können wir nach und nach unser spielerisches Niveau steigern. Das kommt jedoch nicht über Nacht.

Die Aufstiegsrunde ist demnach als Saisonziel abgehakt?

Das war für mich ohnehin immer nur Träumerei. Da habe ich uns schon vor der Serie nie gesehen, und leider werde ich ja offenbar bestätigt. Dabei hätte ich mich gerne geirrt (lächelt).

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